Die Stiftungsideen - Basis unseres Handelns

Ein "ganz normaler Tag"

In 45 Grundschulen haben wir seit 2006 insgesamt 9.438 Kinder sensibilisiert. Die Schüler fahren mit verbundenen Augen auf dem Radtandem mit, lernen als „Beinamputierte“ mit Gehhilfen umzugehen, fahren mit dem Rollstuhl, laufen und klettern als „Übergewichtige“ mit Gewichtswesten und -manschetten, schreiben und binden als "Armamputierte" Knoten mit den Füßen und bewegen sich als „Blinde“ mit dem Blindenstock vorwärts. Sie werden mit dem Gehörlosenalphabet bekannt gemacht und erleben hautnah, wie sich blinde Menschen mit vielen Hilfen im Alltag zurechtfinden.

Sponsorenlauf

An den 33 Schulen der Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe (LVR- und LWL-Schulen) haben bisher über 7.000 Kinder ihre Runden für den guten Zweck gedreht. Das ergab bis heute ein Spendenaufkommen von 203.836,- Euro. Das von den Schülerinnen und Schülern erkämpfte Geld wurde über den jeweiligen Förderverein für die Anschaffung von Freizeit- und Spielgeräten verwendet. Insgesamt wurden 7.594 T-Shirts verteilt; das Gesamtsponsoring aus der Weik-Stiftung belief sich bis jetzt auf 77.680,- Euro.

cSc (capp Sport cup) ist Geschichte

Unser cSc fand am 6.9.2015 zum letzten Mal unter dem Motto „gemeinsam rollt´s“ am ersten Septembersonntag mit über 500 beteiligten Sportlern statt. Der cSc war ein großes integratives Sportfest für Menschen mit und ohne Handicap, das in dieser Form wohl einmalig in Deutschland war. Allein schon die Vielzahl der verschiedenen Räder und Roller war bemerkenswert: Handbike, Adaptivbike, Rollstuhl, Tandem, Fahrrad, Dreirad, Inliner, Tretroller, Einrad – dazu ein großes Programm für sehbehinderte und blinde Menschen: mit Tandem fahren, geführtem Inlineskating für Blinde und Blindenschießen. Teilnehmer waren außerdem Menschen mit Körperbehinderung, mit geistiger Behinderung und Gehörlose ebenso wie viele Gesunde.

Weitere Stiftungsziele

Die Musik von Mozart

Die Musik von Wolfgang Amadeus Mozart ist ein Herzensanliegen des Stifters Bernhard Weik und wird deshalb gefördert. Neben der Einrichtung einer Mozart-Mediathek ist es Ziel der Stiftung, junge Mozart-Interpreten zu unterstützen. Auf unserer Webseite www.mozart-w-a.de können Sie alle Konzerte abhören, die wir bis zum heutigen Tag eingespielt haben.

Tierschutz

Die Stifterin Elisabeth Weik betreut die Tierschützer in der Umgebung und wendet ihnen für Igel und Vögel ihre Spenden zu. Wir besuchen diese Stationen und schauen, ob das Geld auch richtig verwendet wird.

Aktuelles

Bernhard Weik wird 80.

das Foto zeigt Bernhard Weik und seine Frau Elisabeth während eines cSc capp Sport cup „gemeinsam rollt’s“
zeigt das Ehepaar Weik auf einem Weihnachtsmarkt

Langenfeld (jste). Wer Bernhard Weik begegnet, spürt immer noch, dass dieser Mann nicht die Hände in den Schoß legen kann. Dabei haben die Verfolgung von Zielen und ein unermüdlicher Fleiß ihn das werden lassen, was er heute ist: ein bescheidener Mensch, der es zu etwas gebracht hat. Bernhard Weik stammt aus sehr bescheidenen, armen Verhältnissen, wurde als 12. Von 13 Kindern in Lippach im schwäbischen Ostalbkreis geboren. 

Disziplin, Fleiß und ein unbändiger Wille, seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen, haben ihn beruflich immer weiter gebracht. Maschinenbau-Techniker, Strickerei-Meister, Elektronik-Techniker, Dipl.-Betriebswirt und Unternehmer sind die beruflichen Stationen. Zwölf Semester Abendschule haben zu dem beruflichen Erfolg beigetragen. „Rückschläge waren für mich neue Chancen, die ich genutzt habe“, sagt er rückblickend.

Weik war von 1977 bis 1999 selbständig, führte ein Unternehmen für Bandbeschichtungs- und Verzinkungsanlagen, das heute noch besteht. Den Erlös aus dem Verkauf brachte er in die 1996 gegründete Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung ein. 15 Jahre lang wurde damit ab 2001 der cSc-Lauf „gemeinsam rollt’s“ für Sportler mit und ohne Handicap finanziert. Seit 2006 gibt es den „ganz normalen Tag“ in zahlreichen Grundschulen in der gesamten Region, bei dem die Schüler für Menschen mit Handicap sensibilisiert werden. Dabei versetzen sie sich in blinde, arm- und beinverletzte und im Rollstuhl sitzende Mitmenschen und lassen sich von blinden Menschen erklären, mit welchen Hilfsmitteln diese ihren Alltag meistern. Außerdem unterstützt die Stiftung LVR-Schulen für geistig behinderte Schüler bei Sponsorenläufen und fördert auch junge Interpreten von Mozart-Musik, seine besondere Vorliebe, sowie den Tierschutz, der immer ein besonderes Anliegen von seiner in diesem Jahr verstorbenen Ehefrau Elisabeth Weik war. Im Januar 2010 wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Bernhard Weik war lebenslang ein sehr aktiver Sportler, hielt sich das ganze Jahr über fit, machte in seiner „Muckibude“ im Keller gymnastische Übungen und Krafttraining und legte unzählige Male das Sportabzeichen ab. Hier einige Beispiele aus seinem Sportlerleben: Die längste Strecke (540 km) mit dem Fahrrad führte ihn an einem Tag von Trondheim nach Oslo. Weitere freudige Ereignisse waren die 200 km auf Rollschuhen oder der 200 km-Eisschnelllauf in 07:53 Stunden.  Mit 60 Jahren wurde er Deutscher Meister im Eisschnelllauf-Vierkampf.  Einen Lauf über 100 km schaffte er in 09:48 Stunden, den Marathon in 3:13 Stunden.

„Ich bin dankbar dafür, dass ich mein ganzes Leben lang Sport treiben konnte. Mit meiner Stiftung wollte ich auch Menschen mit Behinderung sportliche Erfolge und Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen sowie Verständnis für die Menschen wecken, die mit körperlichen Einschränkungen leben müssen.“  

Gesund leben gehörte für Bernhard Weik und seine Frau zum Alltag. „Ein Hobby von mir ist das Sammeln von bis zu 20 Kräutern, die ich trockne, klein schneide, mische und daraus täglich bis zu 1,5 Liter Tee zubereite“, erzählt er. Trotzdem musste Weik mit einer gesundheitlichen Einschränkung einige Zeit zurechtkommen, die er durch Disziplin in den Griff bekam. Seine Frau Elisabeth hatte ein schweres Schicksal zu meistern, sie saß in den letzten Jahren im Rollstuhl und war zuletzt auch blind. Bernhard Weik pflegte sie aufopfernd jahrelang zu Hause bis zu ihrem Tode. Aber trotz dieser schweren Zeit sagt er von sich: „Mit Sicherheit werde ich am Ende sagen können: Dieses mein Leben hat sich gelohnt.“ Seinen 80. Geburtstag feiert Bernhard Weik am 1. August mit Angehörigen, Freunden und vor allem den ehrenamtlichen Helfern der Stiftung in seinem Stiftungsdomizil in der Brahmsstraße 12.

"Ein ganz normaler Tag" in Leichlingen und Hilden

Die Grundschule in Bennert erlebte am 25.09.2015 den "ganz normalen Tag". Am 30.09. war die Elbseeschule in Hilden an der Reihe. Jürgen Steinbrücker war dabei und berichtet aus Leichlingen und Hilden.

Gehen Sie mit auf die cSc-Runde!

Wenn Sie das Rennen 2 mal aus Sicht des Teilnehmers 221 miterleben wollen, dann schauen sich dieses Youtube-Video an.

Wir nehmen Abschied von unserem Kuratoriums-Mitglied Elisabeth Weik.

Elisabeth hat die Elisabeth und Bernhard Weik-Stiftung wesentlich mitgestaltet.

Den Tierschutz hat sie praktisch durchgeführt - in dem Sie die schwachen Igel im Keller aufgezogen hat. Die Vögel hat sie ein Leben lang im Garten versorgt.

Ihr Vermögen geht laut Testament in den Stiftungszweck-Tierschutz ein.

 

Elisabeth Weik geb. Busch

25.April.1933  - 09.Mai 2017

 

In tiefer Trauer - Vorstand Bernhard Weik

Umgeben und getragen von den ehrenamtlichen Helfern der Stiftung.

cSc spendet für Flüchtlinge

Am 15. cSc teilzunehmen hatte das cSc-Team um Bernhard Weik den Flüchtlingen angeboten, die in der Nähe der Rennstrecke Langforter Straße neben dem Konrad-Adenauer-Gymnasium eine vorläufige Bleibe gefunden hatten.

Aber Bernhard Weik dachte auch an diejenigen an den anderen Standorten, und stiftete eine Lieferung mit über 800 kg Äpfel und Birnen im Wert von 700 €, geliefert von Siegfried Schultk, der seit Jahren Obst und Gemüse als Vitamine für den „ganz normalen Tag“ in den Langenfelder Grundschulen spendet. Die Aufteilung erfolgte über die Stadtverwaltung.