Viele Helfer standen im Hintergrund bereit

Zum cSc gehört auch eine Menge Technik
Erstmals waren die Lautsprecher auch über den Start-/Zielbereich und die Schlemmermeile hinaus zu hören.So konnten auch die weiter entfernt stehenden Zuschauer hören, was gerade los war, wer an der Spitze rollte.Die Elektro-Versorgung der Stände an der cSc-Schlemmermeile erfolgt durch die technische Truppe der Malteser in Zusammenarbeit mit Horst Möhring, der bereits in den vergangenen zwei Jahren auf diesem Gebiet für den cSc große Verdienste erworben hat. „Damit bei Problemen an einem einzigen Stand nicht alle ohne Strom sind, haben wir schon vor zwei Jahren neun Unterverteiler mit je vier Steckern und entsprechenden Sicherungen angeschafft“, berichtet Bernhard Weik. „Wenn jetzt eine Sicherung herausfliegt, ist nicht die ganze Schlemmermeile betroffen.“

Die Malteser übernehmen viele Aufgaben
Einsatzbesprechung bei den Maltesern vor dem großen Erste-Hilfe-Zelt. Gekommen sind nicht nur die Ersthelfer, sondern auch alle Streckenposten mit Hartmut Zerfaß und Siegfried Schlegel sind dabei.Rettungsassistent Christian Nitz weist die Leute ein und macht auf besondere Gefahren aufmerksam.Jeder Streckenposten wird mit Warnweste, Funkgerät und Trillerpfeife ausgerüstet. Mit den Maltesern ist eine einwandfreie Verständigung möglich. Die Streckenposten, die sich aus den Pfadfindern von Christus König und der Weltjugend Langenfelder kath. Kirchengemeinden St. Josef und Martin zusammensetzen, melden sich mit ihrer Posten-Nummer.
Die Malteser waren auf vielen Gebieten eine große, unverzichtbare Hilfe. Sie stellten ein großes Sanitätszelt auf und standen mit mehreren Sanitätswagen für Sportler und Besucher einschl. der großen Mannschaft der Sanitäter bereit. Sie stellten die Hüpfburg zur Verfügung und versahen den Streckendienst mit Fahrrad-Ersthelfern, ihre Funkzentrale dient als Vermittlung für die Streckenposten und das cSc-Team. Letzteres wurde auch bei der Erstellung der Notfallpläne unterstützt. Biertischgarnituren wurden in großer Anzahl gestellt. Ein Extrazelt mit spezieller Einrichtung sollte Müttern mit Kleinkindern zum Windeln wechseln und für das Stillen dienen. Es wurde dann für das Umziehen der Trommel-Gruppen verwendet, die das Rahmenprogramm bestritten. Erleichtert zeigte sich Christian Nitz nach der Veranstaltung. „Insgesamt gab es neun Hilfeleistungen, an Verletzungen kleinere Schürfwunden u. ä. Zum Glück hatten wir keine größeren Unfälle.“
Zum dritten Mal dabei sind die Jugendlichen vom Weltjugendtag, die 2011 nach Madrid reisen. „Insgesamt haben wir 25-30 Leute, die von 8:00 Uhr an bis zum Schluss hier tätig sind“, berichten deren Leiter Rolf Kamp und Ralf Steiner. Sie waren nicht nur als Streckenposten eingeteilt, sondern haben Bänke für die Zuschauer entlang der Rennstrecke aufgestellt, die Menschenkette mit eingeteilt und nach der Veranstaltung geholfen, aufzuräumen.

Die Sicherheit wird beim cSc sehr ernst genommen
Einen Hubschrauber haben Hartmut Zerfaß, verantwortlich für die Sicherheit auf der Strecke, und sein Begleiter Siegfried Schlegel nicht, er würde ihnen auch nichts nützen. Nachdem sehr gründliche Vorarbeit geleistet und alle Aspekte der Sicherheit besprochen und beleuchtet worden sind, gingen die Beiden mit Christian Benzrath vom Referat Ordnung der Stadtverwaltung mit dem Fahrrad auf die Strecke. Vor dem ersten Lauf wurde die „Piste“ nochmals gecheckt, die Absperrungen und Übergänge kontrolliert, nichts dem Zufall überlassen. Denn auch das Überqueren der Fahrbahn wurde in das Sicherheitsprogramm einbezogen.Immerhin erreichen Liegeräder Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h, die Inliner bei den Speed Skatern ca. 35-40 km/h und Renntandems kommen auch auf bis zu 45 km/h. „Wer dann mitten im Rennen die Strecke auf eigene Faust überquert, gefährdet nicht nur sich, sondern auch die beteiligten Sportler“, weist Zerfaß auf einen besonders sensiblen Aspekt hin. Wichtig sei auch, dass Eltern ihre Kinder immer im Auge behalten. Am Startpunkt wiesen die Moderatoren Dieter Sportmann sowie Marion Schirrmacher und Carsten Ohle immer wieder darauf hin: „Keiner darf ohne Helm starten, wer dies trotzdem tut, wird aus dem Rennen genommen.“

Text: Jürgen Steinbrücker

Immer mehr gute Geister sind dabei

Hüpfburg der Malteser
Sambagruppe "Ganza Absurdo"
Koreanische Trommelgruppe
 

Ein buntes Rahmenprogramm
Während man es sich als Zuschauer oder Teilnehmer bei Speis und Trank gemütlich machte, konnte man außerdem die mannigfaltige Unterhaltung des Rahmenprogramms genießen, so z.B. die Vorführungen der Koreanische Trommelgruppe Pung-Nyon-Dan in ihren bunten, heimischen Kostümen, die heißen Rhythmen der Sambagruppe „Ganza Absurdo“, die Zuschauer in Bewegung brachte, und die „Dancing Sweethearts“ mit ihren Tanzvorführungen. Für Kinder gab es im Bereich des Freibades Spielangebote vom Förderverein „Anders sein e.V.“ wie Enten angeln und am Glücksrad drehen, wobei an beiden Plätzen viel Betrieb herrschte und die Kinder sogar anstehen mussten. Eine Hüpfburg der Malteser aus Langenfeld zog vor allem die Kleinen an, die sich dort so richtig austoben konnten.

Die Wasser-Oase der Stadtwerke ist beim cSc immer dabei
Ist ein Rennen gelaufen, hängt den Sportlern fast die Zunge aus dem Hals, die Kehle ist staubtrocken. Also schnell den nächsten Getränkestand ansteuern. Oder die Wasser-Oase der Stadtwerke Langenfeld, die gerne kostenlos das gute Langenfelder Wasser ausschenkt. Das geht sehr rasch vonstatten, denn schon vorher wird eine ganze Batterie von Bechern gefüllt, um niemanden warten zu lassen.

real-Markt stiftet Äpfel und Bananen
Ist der erste Durst gestillt, werden Vitamine und Mineralien aufgefüllt, um die Anstrengungen der Sportler bei den Rennen wieder auszugleichen. „Ich konnte zum wiederholten Male 20 kg Äpfel und 40 kg Bananen vom real-Markt abholen“, freute sich Bernhard Weik.

Pfadfinder sorgten für sauberes Geschirr und Besteck
Die Spülmaschine läuft auf Hochtouren. Eine große Gruppe Pfadfinder vom Stamm Castanea der Kath. Kirche Christus König transportiert große Mengen an Tellern und Besteck von den Ständen der cSc-Schlemmermeile und zurück, nachdem sie wieder gereinigt sind. Magda Schlegel dirigiert die Truppe, packt überall mit an. Teller in die Körbe schichten, rein in die Spülmaschine, die von den Maltesern zur Verfügung gestellt wurde, danach schauen, ob alles sauber geworden ist. „Wir haben so viel zu spülen, da hätten wir noch eine zweite Maschine gebrauchen können.“ Es sind dieses Jahr mehr Stände und mehr Besucher, und das macht sich voll bemerkbar. „Hier wird schon immer mit richtigem Geschirr und Besteck gegessen“, erklärt Bernhard Weik.So gebe es wenig Abfall, was der Umwelt zugute komme. Für das Geschirr brauche auch niemand Pfand zu zahlen.

Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule bedienen Senioren der AWO
Schon seit einigen Jahren haben die Seniorinnen und Senioren den Wunsch, am cSc teilzuhaben. Dazu kommen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule, bauen draußen Tische und Stühle auf, schieben die Rollstühle hinaus und helfen den Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums auf dem Weg dorthin. Sie engagieren sich bei der Zubereitung der Speisen, backen Waffeln, grillen, bringen allerlei Speisen und Getränke zu den Bewohnern und anderen Gästen. Auf dem Speiseplan stehen gegrillte Steaks, Würstchen, Kartoffel- und Nudelsalat und zum Kaffee Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.
„Auf die Idee, hier zu helfen, kam unsere Lehrerin Andrea Mennicken“, berichtet Gudula Oster, Konrektorin der Schule. „Wir sind froh, dass Frau Mennicken dies alles organisiert und freuen uns über den freiwilligen Dienst der Schülerinnen und Schüler“, hatte Oster schon im Vorfeld erklärt. Beide haben die Schülerinnen und Schüler zu diesem Einsatz begleitet. Dieses Jahr war es die Stufe 8, ca. 40-45 machten mit. AWO-Koch Jerome Stocker war denn auch des Lobes voll über seine vielen Helfer. „Die Schüler kommen zum vierten Mal hierher, für die 40-50 Bewohner ist es eine große Abwechslung, sie freuten sich schon die ganze Woche vorher darauf. Wir haben schönes Wetter, nette Schüler, und die bleiben bis zum Schluss und räumen mit auf. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre das sehr schwer zu verwirklichen.“
Im Dezember wird dieses Engagement mit dem AWO-Seniorenzentrum als feste und dauerhafte Kooperation schriftlich besiegelt. Bis dahin möchten die Schüler/innen das AWO-Haus kennen lernen und eine kleinere Gruppe Besuchskontakte zu den Senioren pflegen. Der cSc diente auch schon in den vergangenen Jahren dazu, Kontakte zwischen der Johann-Gutenberg-Realschule herzustellen und wird nun als Einstieg für die zukünftige Kooperation angesehen.

Text: Jürgen Steinbrücker

Gemeinsamkeit und Geselligkeit zählen

Ein Fest für die AWO-Heimbewohner
Die gelbe Fangruppe
Die roten Unterstützer
 

Integration wird ganz groß geschrieben

Die Schüler der Schach-AG
Siegerehrung für jeden
Alle stehen zusammen
 

Blinde und Sehbehinderte haben beim cSc einen besonderen Platz
„Schon frühzeitig war es mein Wunsch, blinde und sehbehinderte Menschen in den cSc einzubeziehen“, sagte Bernhard Weik und machte dies auch sehr bald war. Seitdem freut er sich mit seinem cSc-Team, dass immer mehr blinde und sehbehinderte Sportler und Schachspieler sich in den cSc einbringen. Waren es in den ersten Jahren des cSc erst mal Einzelne, die auf Inlinern geführt wurden, so wurde dieses Programm immer mehr erweitert.
Im Jahre 2006 setzten sich Schüler/innen der Schach AG des Konrad-Adenauer-Gymnasiums erstmals unter Leitung von Kersten Linke mit blinden und sehbehinderten Schachspielern zusammen, um gegeneinander zu spielen. Ungewohnt waren die besonderen Schachbretter der Blinden Teilnehmer und das gegenseitige Ansagen der Züge, aber nur kurze Zeit. Es ergaben sich sehr schnell freundschaftliche Beziehungen zu einer Blinden- und Sehbehinderten-Schachgruppe aus Köln, in der auch Mitglieder vom Niederrhein dabei sind. Anstatt Berührungsängsten gab es auf beiden Seiten positive Aussagen. „Die Schüler stellen die Art von Fragen, die sich andere nie zu stellen trauen“, sagte zum Beispiel Josef Esser, Träger des Bundesverdienstkreuzes, beim cSc 2008.Josef Esser vom Blinden- und Sehbehindertenverein Köln/Bonn („Ich kenne Herrn Weik schon über zehn Jahre“) meinte, sie hätten Spaß und wären immer dabei. Bei der Tandem-Runde habe er das älteste Tandem vermutet, er sei knapp 67, Herbert Jakubiak, sein Pilot, 78, macht zusammen 145 Jahre. Elias Olbertz (15)hat gegen Esser blind gespielt. „Es geht ganz gut“, meinte er, entweder muss man die Figuren fühlen oder sich das ganze Brett im Kopf vorstellen.“ Josef Esser erinnert sich: „Elias hat mich vor zwei Jahren geputzt.“

Nicht nur Schach, sondern auch Tandem und akustisches Schießen
Die Piloten des ADFC standen auch diesmal bereit. Jeder blinde oder sehbehinderte Schachspieler bekam das Angebot, eine Runde mit dem Tandem zu fahren.Im Schützenheim des Langenfelder Schützenvereins von 1834, direkt an der Schlemmermeile, gab es für blinde und sehbehinderte Schützen und jeden anderen Besucher wie auch für die Gruppe der blinden Schachspieler eine weitere Attraktion: akustisches Schießen nach Gehör. Schießsportleiter Heinz Müller und Dirk Schäfer von der Richrather Schützenbruderschaft erklärten dies so: „Man setzt sich Kopfhörer auf und achtet dann auf den Signal-Ton. Wenn er die höchste Stelle erreicht hat, trifft man die zehn.“ Eine Besucherin probiert es aus und findet: „Das ist ganz schön schwierig.“ Heinz Müller hat mit allen viel Geduld. „Man muss das Gewehr gegen die Schulter drücken. Und dann braucht man eine ganz ruhige Hand.“ Schießen nach Gehör - ein Erlebnis, das jeder Besucher des cSc einmal ausprobieren sollte. Doch gilt auch hier: „Übung macht den Meister.“ Der Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper mit seinem Vorsitzenden Heinz van Well übt regelmäßig auf dem Richrather Schießstand.

Rolling Angels führten blinde und sehbehinderte Inlineskater
Zu ihnen gehört auch Zoran Maslovaric. „Wir haben eine Gruppe der Freizeitskater gegründet, aus der dann vor drei Jahren die zur SGL zählenden Rolling Angels hervorgegangen sind.“ Am Sonntag werden gemeinsame Skater-Touren unternommen, ca. 20 km weit, und einmal jährlich eine Mehrtagestour.Als 2009 Bernhard Weik Begleitläufer für blinde und sehbehinderte Inlineskater gesucht wurden, meldete sich Alfred Hentschel und mit ihm die ganze Gruppe der Rolling Angels. „Wir haben dann an einigen Sonntagen das Führen auf dem Parkplatz eines Gartencenters paarweise trainiert. Einer hatte die Augen verbunden, einer geführt, erzählt Alfred Hentschel. „Da konnte dann erstmals eine ganze Gruppe blinder und sehbehinderter Inlineskater aus Nürnberg das Dahin-gleiten erleben“, freute sich Weik. Inzwischen fühlen sich die Rolling Angels voll in das cSc-Team integriert. Zoran Maslovaric hat es selbst ausprobiert, „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, man schwebt wie auf Wolken.“ Seine Frau Gisela Maslovaric hat mit Ursula Gütter eine blinde Skaterin geführt. „Eine ist vorgefahren, um die Strecke abzusichern, eine hat die Skaterin an die Hand genommen. Wir sind sehr flott gefahren.“ Man übernimmt viel Verantwortung, sind die Begleitläufer überzeugt.

Text: Jürgen Steinbrücker

Das große Jubiläum mit vielen Highlights

Das cSc-Team der Weik-Stiftung bereitete über 500 Sportlern ein großartiges Erlebnis
Geschwindigkeit – Gemeinsamkeit – Geselligkeit bilden die Grundlagen eines jeden cSc.
Und dazu kommt das Motto „gemeinsam rollt’s“, das nun seit zehn Jahren verwirklicht wurde. Was macht den cSc für viele Sportlerinnen und Sportler so anziehend? Eine Teilnehmerin beschreibt dies so: „Es ist die Atmosphäre, das Familiäre, die Freundlichkeit, die Offenheit, die Gemütlichkeit – einfach das Gefühl, welches sich bei jedem einstellt, der anwesend ist – egal ob als aktiver Sportler oder als Beifall spendender Besucher. Worte sind hier ähnlich aussagekräftig, als versuche man, das Gefühl „Liebe“ zu beschreiben“.Der Jubiläums-cSc, das großartige Sportfest der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung für Menschen mit und ohne Handicap, lebt aber vor allem vom ehrenamtlichen Engagement. „Unser cSc-Team ist das wichtigste Pfund, um jedes Jahr dieses Sportfest durchzuführen. Ohne dieses Team mit mehr als 100 Helfern wäre diese Mammutveranstaltung nicht zu schultern“, lobt Bernhard Weik, Stifter, Veranstalter und Organisator des cSc seine Mannschaft. So war es auch am 5. September, dem 10. cSc (capp Sport cup), das bei strahlendem Sonnenwetter stattfinden konnte.

Die Eröffnung des 10. (Jubiläums-) cSc
„Ob im Jahr 2001, als an dieser Stelle die erste Rolle und der erste Reifen den Asphalt auf dem Kurs rund um den Freizeitpark berührten, alle Beteiligten schon geahnt hatten, dass wir neun Jahre später an dieser Stelle bereits die zehnte Veranstaltung in Folge feiern dürfen, kann man aus heutiger Sicht wohl nicht mehr beantworten“, resümierte zur Eröffnung Dieter Braschoss, stellv. Bürgermeister von Langenfeld. Aber viele hätten es sich schon damals gewünscht. „Die Tatsache, dass der capp Sport cup heute diesen runden Geburtstag feiern kann, ist für mich eine besondere Freude…“ Pünktlich nach dem „Fahrplan“ war es dann fast so weit. Bernhard Weik dankte Sportlern und Zuschauern dafür, dass sie die schönste Sonne mitgebracht haben und für ihre Treue zum cSc. „Jetzt können wir weiter machen.“ Er wünschte guten Start, den er für den 1. Lauf kurze Zeit später einläutete.

Der Schirmherr des cSc
Seit dem 1. cSc vor zehn Jahren ist es Tradition in Langenfeld, dass der jeweilige Bürgermeister die Schirmherrschaft für die cSc-Veranstaltungen übernommen hat. Diese Unterstützung hat mit dazu beigetragen, dass sich die Bevölkerung Langenfelds immer mehr mit den Zielen des cSc identifiziert.
Nach neun Jahren Schirmherrschaft durch Magnus Staehler hat diese Aufgabe jetzt Frank Schneider übernommen. So sind die E & B Weik-Stiftung und das cSc-Team weiterhin gewiss, einen großen Fürsprecher im Rathaus zu haben. Frank Schneider: „Der cSc bereichert sowohl das sportliche als auch das gesellschaftliche Leben unserer Stadt. Darüber hinaus macht er mit seinen positiven Schlagzeilen im Sinne der Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft Langenfeld weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.“ In seinem Grußwort betont der Schirmherr: „10 Jahre cSc, dass bedeutet 10 Jahre im Zeichen des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Stadt.“

Der cSc wird immer vielseitiger
Alles was rollt, trifft sich jedes Jahr wieder am ersten Septembersonntag in Langenfeld, wo sich auf der 2,3 km langen Strecke rund um den Freizeitpark ein grandioser, fairer Wettbewerb abspielt. „Auch wenn die Freude und der Spaß am sportlichen Wettbewerb steht, darf man nicht dem Irrtum verfallen, dass es sich um kurzweilige Vergleiche der Sportler handelt, einige der Rennen werden sogar im Rahmen von überregionalen Meisterschaften ausgetragen“, betont Bernhard Weik. 2010 war dies bei den Tretrollern die Wertung der Deutschen Meisterschaft und das Finale des Deutschen Tretroller-Cup, der WSC Westdeutsche Speedscating.

Cup und NHC (National Handbike Circuit Germany)
„Wir starten mit 60 bis 70 Tretrollern, darunter sind die besten Deutschen und auch ein Niederländer“, wies ein Sportler auf das steigende Interesse dieser Gruppe hin.Die Vielseitigkeit der „rollenden Fahruntersätze“ dürfte beim cSc einmalig sein. Waren es zu Beginn vor allem Tandem, Handbike / Adaptivbike / Rolli und Inliner, sind im Laufe der Jahre das Liegerad, Dreirad/Fa, Tretroller mit Luftbereifung und das Einrad hinzugekommen.

Text: Jürgen Steinbrücker

Sport und Behinderung

Siegerehrung beim 10. cSc
Tim Eigenbrodt aus Langenfeld

Text: Dipl.-Sportlehrer Harry Janke

Warum ist der Sport bzw. die Bewegung insbesondere für Menschen mit Behinderung so wichtig?
Galt noch bis vor wenigen Jahrzehnten die „Schonung“ als das oberste Prinzipin der Betreuung behinderter Menschen, so ist heutzutage das individuell dosierte Training das Mittel der Wahl, um gesunde Funktionen zu stärken und eingeschränkte körperliche bzw. geistig-seelische Belastbarkeit zu verbessern.Gleichgültig, um welche Art der chronischen Erkrankung bzw. Behinderung es sich handelt - die gezielte Bewegungstherapie und der Rehabilitationssport fördern die Mobilität, verbessern die soziale Kompetenz und damit die Lebensqualität. War es in der Nachkriegszeit noch der sogenannte Versehrtensport, der in seiner organisierten Form Freude und Spaß an Bewegung, Spiel und Sport vermittelte, so wächst in den vergangenen Jahrzehnten die Anzahl zivilisationsbedingter Erkrankungen bzw. deren Folgeschäden wie z. B. Diabetes mellitus, Herzinfarkt oder Schlaganfallpatienten. Die zunehmende Technisierung und Computerisierung ist nicht nur einer der Hauptursachen für die Zunahme von Stoffwechselerkrankungen, sondern auch ursächlich beteiligt an der vermehrten Entstehung orthopädisch-neurologischer Erkrankungen wie z.B. muskulären Defiziten, Haltungsschäden, Gelenkerkrankungen, Bandscheidenvorfällen sowie vorzeitigen dementiellen Ausfallerscheinungen. Selbst in der Vorbeugung, Therapie und Rehabilitation bösartiger Neubildungen (Krebs) spielt das gezielte Training eine zentrale Rolle.

Welche Effekte werden beim Sport mit „Capps“ erzielt?
Bewegung, Sport und Spiel ist ein biologisches Grundbedürfnis, das das Herz-Kreislaufsystem leistungsfähig erhält, für Stabilität in der Muskulatur und den Gelenken sorgt, Stresshormone abbaut und vorbeugend gegen grippale Infekte wirkt. Entscheidend ist nicht allein, ob ich Sport treibe, sondern das „Wie“. Unterforderung ist ebenso schädlich wie Überforderung.Ist ein systematisches Training über einen längeren Zeitraum durchgeführt worden und eine eingehende sportmedizinische ärztliche Untersuchung erfolgt, so können Menschen mit Behinderungen ebenso Leistungssport betreiben wie Nichtbehinderte. Im Regelfall sind es allerdings eher jüngere Teilnehmer nach Gliedmaßenamputation oder Unfällen, die in der entsprechenden „Schadensklasse“ bei Wettkämpfen an den Start gehen.Im Deutschen Behindertensportbund (DBS) sind sämtliche Teilnehmergruppen organisiert. Während bei den Stoffwechsel- und Krebserkrankten der gesundheitliche Wert des Sports im Mittelpunkt steht und gerade durch das Gruppenerlebnis auch die Psyche gestärkt wird, steht bei den jüngeren Behinderten oft auch die Freude an der eigenen Leistung und der Wettbewerb im Mittelpunkt. Seit einigen Jahren sind die Paralympics fester Bestandteil des internationalen Leistungsvergleichs junger Menschen mit Handicap. Ebenso wie bei den Nichtbehinderten ist die Leistungsentwicklung rasant und die Spitzenathleten trainieren ebenfalls unter professionellen Bedingungen.

Integrationswert
Ganz nebenbei hat der Behindertensport einen immensen Integrationswert - Sport kennt keine Grenzen. Sport verbindet Menschen aller Altersstufen, aller sozialen Schichten, aller Kulturen und Menschen mit und ohne Behinderung.
Dies wird am 4.9.2011 in Langenfeld/Rheinland beim cSc (capp Sport cup) praktiziert - hier werden Capps (Behinderte) und No-Capps (Nichtbehinderte ) unter dem Motto „gemeinsam rollt´s“ zum 11. Male starten und sich in einem fairen Wettbewerb messen. Das cSc-Sportfest ist in dieser Art einmalig in Deutschland. Die Teilnehmer kommen auf Inlinern, Tandems, Handbike, Adaptivbike, Rollstuhl, Dreirad, Einrad und Tretroller. Das Alter der Teilnehmer beginnt bei 3 Jahren und endet um die 80 Jahre.

Dipl.-Sportlehrer Harry Janke (49) erteilt Sportunterricht u.a. an der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule „Am Brückentor“ in Langenfeld (Rhld.). Er studierte nach Abitur und Zivildienst Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln, Fachrichtung „Rehabilitation und Behindertensport“. Als hauptberuflicher und ehrenamtlicher Sportlehrer, Trainer, Kursleiter und Sporttherapeut sowie Geschäftsführer in Sporteinrichtungen sammelte er in 2 ½ Jahrzehnten Erfahrungen auf vielen Gebieten des Sports und erwarb eine Reihe von Zusatzqualifikationen. Außerdem arbeitet Harry Janke seit den 80er Jahren mit Univ.-Prof. mult. Dr. med. Dr. h. c. mult. Wildor Hollmann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln zusammen.

Sport und Gesundheit

Harry Jahnke

Harry Janke, Dipl.- Sportwissenschaftler, Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln,ehem. Sporttherapeut an der Herz-Kreislauf-Rehabilitationsklinik Roderbirken,Real-/Grundschullehrer, Fußball-Coaching, äußert sich im Auftrag der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung zu Themen über Sport und Gesundheit.

Was bringen Sport und Bewegungstraining für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit?
Vor allem das Herz-Kreislauf-Training ist wichtig für die Gesunderhaltung und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Entscheidend hierbei ist stets das Verhältnis zwischen Körpergewicht und maximaler Sauerstoffaufnahme/min. Bei maximaler körperlicher Anstrengung sollte ein gesunder trainierter Mensch ca. 50 - 60 ml O&#61447, pro KG Körpergewicht aufnehmen können. Daraus folgt , dass ein entsprechend schwererer Mensch erheblich mehr im Ausdauerbereich leisten muss, um ebenso viel Sauerstoff pro KG Körpergewicht verarbeiten zu können. Selbst wenn es sich nicht um einen höheren Körperfettanteil handelt, sondern um Muskulatur, ist das absolute Gewicht limitierend beim Ausdauertraining. Vor allem beim Laufen und Radfahren. Deshalb ist das Schwimmtraining sehr gut für schwergewichtige Sportler geeignet.
Vereinfacht ausgedrückt:„Es kommt nicht so sehr auf die Größe der Karosserie an, als auf die PS-Zahl des Motors.“
Der menschliche Motor „Herz“ ist viel wichtiger für die Fitness und Gesundheit als das alleinige Tuning der Muskelmasse. Sicherlich ist ein moderates Krafttraining, vor allem das statische Training zur Verbesserung der Haltekraft für sämtliche Gelenke und die Wirbelsäule, wichtig, es ersetzt jedoch nicht die entscheidende präventive Bedeutung des Ausdauertrainings für die Fitness von Herz-Kreislauf-System, Lunge, Leber und aller anderen inneren Organe.

Wie intensiv und häufig muss ich trainieren?
Die Sportmedizin empfiehlt ein 3-4mal wöchentliches 30-40minütiges Ausdauertraining, für Anfänger oder bewegungsgehandicapte Teilnehmer kann aber auch schon ein 10min. Minimalprogramm das Mittel der Wahl sein. Entscheidendes Kriterium der Belastungssteuerung sind Puls und Blutdruck. Der Trainingspuls sollte bei ca. 180 minus Lebensalter in Jahren liegen, der Blutdruck nahezu unverändert, d.h. bei ca.120-130 zu 80 - 90 mm Hg.
Beim Schwimmtraining schlägt der Puls im Regelfall wegen des hydrostatischen Drucks 10 bis 15 Schläge langsamer. Ohne Gelenkprobleme und Normalgewicht ist das Joggen hervorragend geeignet, in den anderen Fällen entlastet das Radfahren die Gelenke oder man beginnt mit dem Spazierengehen, neudeutsch „Walken bzw. Nordic Walking“. Das regelmäßige Ausdauertraining in der beschriebenen Form ist in Kombination mit einer gesunden Ernährung der beste Schutz vor Herzinfarkt und Diabetes.

Bernhard Weik ist aktiver Sportler auf vielen Gebieten und legt seit über 30 Jahren immer wieder das Sportabzeichen ab. Er organisiert den jeweils am 1. September-Sonntag eines jeden Jahres stattfindenden integrativen cSc capp Sport cup „gemeinsam rollt’s“. Die Ausführungen von Harry Janke ergänzt er mit folgender Bemerkung:
Der Mensch nimmt im Sitzen 0,2 Liter Sauerstoff pro Minute auf, wenn er geht, sind es 0,5 Liter pro Minute, wenn er Rad fährt, schwimmt oder läuft, sind es – bei Puls 120 – bereits 2,0 Liter pro Minute, also das Zehnfache dessen, was er beim Sitzen aufnimmt. Diese Werte sollten eigentlich der richtige Ansporn sein, Sport zu treiben.

Am Ziel Deiner Wünsche

Bericht von Monika Spielmann

„Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern ans Ziel.“
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916

Petrus hat heute meine Bitte um gutes Wetter erfüllt. Und so konnten wir bei herrlichem Sonnenschein, aber angenehmen Temperaturen im 2. Rennen des diesjährigen cSc starten. Wir, das waren das Ehepaar Appelbaum vom begleiteten Radfahren und Tochter Isa als Piloten und einige ihrer Kunden, die den heutigen Tag unbedingt miterleben wollten. Wir konnten mit 3 Dreiradtandems und meinem angekoppelten Liegerad starten. Nicht nur bei den Rädern zeigten wir eine beeindruckend bunte Vielfalt, erst recht konnten wir Copiloten mit unseren unterschiedlichen Handicaps heute Herrn Weik und vielen anderen Menschen beweisen: Die Stiftung erreicht ihr Ziel: „Gemeinsam rollt’s“! In diesem Jahr startete ich zwar auch wieder als Copilotin, doch mit einer eigenen Nummer und eigener Zeitwertung. Angefeuert von vielen Bekannten, die die Wettkampfstrecke säumten, drehten Frau Appelbaum als Pilotin, Herr Wirker und ich unsere Runden. Immer wieder hörte ich unterwegs den knappen Kommentar „Klasse“ . Viel Luft für lange Erklärungen hatte ich nicht, denn ich brauchte all meine Reserven, um den beiden vor mir strampelnden Teamkameraden ordentlich Tempo zu machen. Irgendwann überholten wir Herrn Appelbaum und seine Copilotin Bianca mit ihrem Tandem. Doch ein Grund zur Freude war dies nicht, waren die beiden doch mit einem Platten auf der Strecke geblieben und mussten das Rennen abbrechen. Isa und Frau Timm habe ich nur kurz ganz zu Beginn gesehen. Sie haben uns gleich nach dem Start gnadenlos abgehängt. Um ihnen gegenüber fair zu bleiben, haben wir auf den Einsatz des Elektromotors verzichtet. Trotzdem erreichten wir das Ziel nach 5 Runden und 11,5 km. Die letzte drehten wir quasi als Ehrenrunde. Sie wurde nicht mehr gewertet.

Bei der Show „Verrückte rollende Vehikel“ zeigten wir dann noch einmal unsere Gespanne aus Dreiradtandem und Liegerad bzw. aus Dreiradtandem und Anhänger. Nach dem Rennen haben wir uns dann erst einmal gestärkt: Auch in diesem Jahr gab es eine verlockende Vielfalt von Speisen und Getränken. Mit dem Blick auf die Wettkampfstrecke hätte ich noch lange die nächsten Rennen und das Rahmenprogramm verfolgen mögen. Zur Siegerehrung fanden wir uns dann aber rechtzeitig ein: Zu unserer großen Freude hatten Isa und Frau Timm den wohlverdienten 1. Platz in unserer Klasse erreicht. Und ich durfte eine Urkunde für den 3. Platz entgegennehmen. Die anderen wurden in diesem Jahr leider nicht mit einer Urkunde ausgezeichnet. Doch die Platzierung ist nicht so wichtig, das Dabeisein ist entscheidend. Danke allen, die mir dies ermöglicht haben.

Gefeiert haben Herr Wirker und ich den Tag noch bei einem leckeren Eiskaffee. Wir wohnen ja quasi gleich um die Ecke, während die anderen noch zurück nach Hilden und Wuppertal mussten.Voller Stolz werde ich von heute an das neue T-Shirt tragen und gleich morgen mit dem Training und der Werbung für den cSc 2013 beginnen.

Liebe Leute, ich hoffe, Euch spätestens dort alle wiederzusehen. Der cSc wird sicher immer ein Ausnahmetag bleiben, aber er schenkt mir ausreichend Vorfreude und ein neues Ziel für ein ganzes Jahr.

Rekordbeteiligung beim 12. cSc

 

Tausende Besucher strömten an die Rennstrecke rund um den Freizeitpark

Mit 608 Teilnehmern erzielte der 12. cSc (capp Sport cup) einen absoluten Rekord. Die jüngsten Teilnehmer/innen waren vier Jahre alt. Aber auch Senioren zwischen 60 und 70 Jahren waren am Start. Ein schnelles Rennen lieferten sich wie immer die Speedskater, wobei die schnellsten Männer in 90 Minuten eine Strecke von ca. 55 km zurück legten, bei den Frauen waren es immerhin noch 50 km. Die fünf Erstplatzierten waren bei den Männern in der Reihenfolge Oliver Engel, Lukas Northeim, Markus Beulertz, Michael Pederbach und Severin Hannig, bei den Frauen waren es Claudia Henneken, Karolina Kierzkowski, Silke Röhr, Verena Papenfuß und Silke Zimmermann. Sehr zufrieden zeigten sich sowohl Bernhard Weik von der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung in Langenfeld als Veranstalter als auch sein ehrenamtliches cSc-Team von über 100 Helfern mit dem Verlauf der vier Rennen, der großartigen internationalen cSc-Schlemmermeile sowie den tollen Attraktionen des Rahmenprogramms, allem voran die Präsentation der „verrückten Vehikel“. Auch der Besucherstrom war ausgezeichnet, den ganzen Tag über strömten mehrere Tausend Besucher vor allem in die Langforter Straße.

Text/Foto: Jürgen Steinbrücker
Vivien Kleinekofort, Mitarbeiterin der WFB Langenfeld und gestartet für die BSG, freut sich mit ihrem Tandem-Piloten Stefan Noack, Vorstand der Stadtsparkasse Langenfeld, über den 2. Platz „Tandem Mixed“.
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„Wir haben von dem wunderbaren Wetter profitiert, das war ideal“, freute sich Bernhard Weik, Stifter und Veranstalter des cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s.
Damit alles fast reibungslos klappt, waren viele ehrenamtliche Helfer teils auch „hinter den Kulissen“ nötig. Markus Arenz, Einsatzleiter der Malteser vor Ort, zählt auf, was die Malteser mitgebracht hatten: 2 Krankenwagen, ein Still- und Wickelzelt, 2 Motorradfahrer, Sanitätszelt, Funkzentrale, die Erstversorgungs-Mannschaft, Material und Leute für die Elektroversorgung. „Wir sind insgesamt 20 Malteser und haben für die Kinder auch die Hüpfburg mitgebracht.“Auch die Polizei mit Frank Scheffler (zu Fuß) sowie Kradfahrer Marco Bernzen und das Referat Recht und Ordnung der Stadtverwaltung mit Christian Benzrath sorgten für die Sicherheit auf der Strecke und unterstützten Hartmut Zerfaß und Siggi Schlegel vom cSc-Team.Der Betriebshof hat ebenfalls viel für das Gelingen des cSc beigetragen. An der Wasseroase der Stadtwerke sah man Hatice Acimaz und Mimoun Darkik unentwegt Becher mit Wasser für viele durstige Kehlen füllen. Wasserwerker hatten sie aufgebaut und auch Wasserverteiler und Schläuche zu Ständen verlegt bzw. montiert. Die Firma Paeschke transportierte kostenlos einen Container mit Tischen und Bänken, real stiftete 40 kg Bananen und 20 kg Äpfel für die Sportler/innen, die ca. 35 Pfadfinder des Stammes Castanea von „Christ König“ um Magda und Siggi Schlegel spülten tausende Teller und Besteck, wegen einer ausgefallenen Maschine teilweise von Hand, Tische und Bänke an der Schlemmermeile aufbauen war ein Knochenjob der Handballer der SGL, und über hundert Helfer des cSc-Teams waren ganztägig an verschiedenen Stellen im Einsatz. Das sind nur einige Beispiele.
„Welche Anstrengungen für die großartige cSc-Veranstaltung für Menschen mit und ohne Behinderung nötig waren, das wissen am besten Bernhard Weik und sein cSc-Team, und dafür sei Ihnen gedankt“, sagte Bürgermeister und cSc-Schirmherr Frank Schneider bei der Eröffnung.

Text/Fotos: Jürgen Steinbrücker.
Hatice Almaz füllte ständig Becher mit Langenfelder Wasser.
Vitamine (Bananen und Äpfel) warten auf die Sportler nach dem Rennen.

Erinnerung an den 11. cSc und Vorfreude

Bericht von Monika Spielman

Ja, so langsam zeichnet es sich ab: Auch in diesem Jahr darf ich mit großer Wahrscheinlichkeit am cSc in Langenfeld teilnehmen. Ich kann mich noch gut an das wunderbare Gefühl erinnern, als mir, einer linksseitig gelähmten Rollstuhlfahrerin, im letzten Jahr die Teilnahme durch Herrn Appelbaum beim begleiteten Radfahren angeboten wurde. Mir! traute wirklich jemand zu, dass ich an einem solchen sportlichen Ereignis aktiv teilnehmen könne. Jede Schnecke, jedes Kind ist doch schneller als die seit nun 8 Jahren schwer gehandicapte Monika, und besonders sportlich war ich auch noch nie!So verband sich mit der Vorfreude auf das Ereignis auch eine gewisse Furcht vor dem Scheitern. Normalerweise geht es beim begleiteten Fahrradfahren eher gemütlich zu, aber bei dem Rennen wollten wir unser Bestes geben, und so trainierten wir wenigstens einmal am 31.08.2011 für den großen Tag, an dem ich ausnahmsweise neben Frau Appelbaum auf dem Tandem sitzen sollte. Das Ehepaar Appelbaum holte mich wie versprochen gegen 9 Uhr mit den beiden Dreiradtandems im Hildener Süden ab, und gemütlich fuhren wir bei idealem Wetter die 6,5 km bis zum Start in Langenfeld, Ankunftszeit: ca. 10 Uhr. Dort kümmerte sich Herr Appelbaum dann um die Formalitäten wie Startnummern etc., seine Frau blieb bei mir. Mit großen Augen nahmen wir alles in uns auf, bestaunten und bewunderten die Teilnehmer aus den ersten Rennen und waren gleich beeindruckt von der guten Organisation, die es uns, den Neulingen beim cSc, leicht machte, den richtigen Platz am Startpunkt zu finden. Herr Appelbaum holte seinen mir bis dahin unbekannten Mitstreiter Herrn Wirker aus dem HEWAG ab. Wir beiden Copiloten hatten es gut: Wir mussten nur so kräftig wir konnten in die Pedale treten. Die Verantwortung trug, wie auch bei einem „normalen“ Ausflug mit den Dreiradtandems, das Ehepaar Appelbaum.

Um 11:30 Uhr war es dann so weit und „unser“ Rennen begann. Wir Frauen starteten mit der Nummer 315 – sie sollte Frau Appelbaum und mir Glück bringen. Deutlich sichtbar trug sie Frau Appelbaum. Herr Appelbaum und Herr Wirker starteten gemeinsam mit der Nummer 338. Mit dem festen Vorsatz: irgendwie die gesamte Strecke durchhalten und nur ja nicht aufgeben, legten wir Runde um Runde zurück. Und das erstmalig ohne Motorunterstützung! Die Herren hatte ich längst aus den Augen verloren und wähnte sie weit vor uns. Freunde und Verwandte, die sich entlang der Piste aufgestellt hatten, feuerten uns an, und immer wieder suchte ich den Blickkontakt zu ihnen. Der gab mir die Kraft zum Weitermachen. Klatschnass geschwitzt, aber unendlich erleichtert und stolz auf unsere Leistung erreichten wir nach 11,5 km das Ziel. Ganz wichtig: Die Helfer versorgten uns mit Wasser und Bananen. So konnten wir gleich wieder den Flüssigkeitsverlust ausgleichen.

Nachdem das Rennen dann gegen 12:15 Uhr für uns beendet war, kam der Genussteil des Tages. Auf der Schlemmermeile konnten wir uns mit leckerem Essen und Getränken weiter stärken und ein wenig Werbung machen für die Räder und die Idee des begleiteten Fahrradfahrens. Das reiche Rahmenprogramm fesselte uns und bot noch einiges an Abwechslung. Zu unserer großen Freude und Überraschung hatten wir mit unseren Tandems sogar einen Platz bei der Siegerehrung erzielt. Herr Weik überreichte Frau Appelbaum und mir die Urkunden für den 2. Platz in unserem Rennen. Nie war ich auf eine Urkunde stolzer.

An diesem denkwürdigen Tag hat auch die Freundschaft zu Herrn Wirker begonnen, den ich auch in diesem Jahr gerne wieder abhängen würde. Leider geht es ihm gesundheitlich nicht so gut.Ob er überhaupt starten kann? Ich nutze - wann immer möglich – jede Möglichkeit auf dem Rad zu sitzen und zu trainieren. Am liebsten natürlich neben einem der Appelbaums. Denn gemeinsam rollt’ s. Aber nun ganz ohne Furcht, nur noch voller Vorfreude und neuem Selbstvertrauen.

Diesen Bericht habe ich Monate später bei richtig ekligem Schietwetter geschrieben und schicke nun gleich wieder eine Bitte an Petrus mit: nochmals gutes Wetter für uns und alle am cSc Beteiligten. Und das am liebsten ab sofort bis zum Jahresende.Danke vorab

Die Johann-Gutenberg-Realschule praktiziert soziale Kompetenz

Sie kommen gerne, sie kommen immer wieder und freiwillig, sie wollen etwas für andere tun. Zum sechsten Male waren Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule voller Freude dabei, den Seniorinnen und Senioren dabei zu helfen, die cSc-Rennen direkt vom „Freiluft-Café“ des AWO Seniorenzentrums an der Langforter Straße zu erleben. Sie brachten Tische und Stühle heraus, halfen den Bewohnern zu ihren Plätzen, buken Waffeln und bedienten an den Tischen. „In mehreren Schichten waren diesmal ca. 35 Schülerinnen und Schüler dabei“, berichtete Andrea Mennicken, die vor einigen Jahren die Idee dazu hatte. Voll des Lobes sind Konrektorin Gudula Oster und die stellv. Pflegedienstleiterin Christel Kroschinski. „Die inzwischen vereinbarte Partnerschaft ist aus den cSc-Veranstaltungen entstanden“, erklärt Oster. Zwei Schüler würden in ihrer Freizeit auch sonst AWO-Bewohner im Rollstuhl spazieren fahren. Sie sei froh, dass Andrea Mennicken all die Jahre diesen freiwilligen Einsatz organisiert habe, so Oster. Auch wenn AWO-Koch Jerome Stocker diesmal nicht dabei sein konnte, das AWO-Team und die Schüler sorgten dafür, dass die Gäste nichts entbehren mussten. Stocker hatte schon vorher erklärt: „Für unsere Bewohner ist es eine schöne Abwechslung, sie freuen sich schon eine ganze Woche vorher darauf.“

Schwimmbad und SGL geben dem cSc viel Platz
Es ist längst nicht selbstverständlich, dass das Freibad und die SGL dem cSc den so dringend benötigten Platz zur Verfügung stellen. Da sind das Spülmobil und die Hüpfburg der Malteser zu nennen, die auf dem Gelände des Freibades stehen. Die Ausgabe der Unterlagen für die Sportler befindet sich an der Umkleide des Freibades, auf dem Außengelände stehen die Stände für die Nachmeldung und die Information. Mit Beschlag belegt sind auch die Besprechungsräume vom cSc-Team. Die Siegerehrungen finden ebenfalls im Außenbereich vor den Vereinsräumen des Schwimmbades statt. Wie selbstverständlich ist der Bereich vor der SGL den Sportlern für die Vorbereitung zu den Rennen der geeignete Platz. Im Bistro von Christian Ey – er betreibt das Café im Freizeitpark – sorgt man sich ebenfalls um die cSc-Gäste. Karl-Heinz Bruser meint: „Wir müssen doch alle zusammen arbeiten, wir haben doch das gleiche Ziel.“ Großzügigkeit ist für Karl-Heinz Bruser kein Fremdwort.

Fan-Gruppen feuern die Sportlerinnen und Sportler an
Erstmalig in der 12jährigen Geschichte des cSc konnte die Fan-Gruppe der Familie Becker an der Adolf-Spieß-Straße nicht mitmachen, die „Chefin“ Kyra Becker war verreist. Dafür hat zum zweiten Mal die Eigentümergemeinschaft Zum Stadion/Walter-Kolb-Straße die Sportlerinnen und Sportler angefeuert. Peter Wevers, der das Treffen schon im letzten Jahr – verbunden mit einer zünftigen Feier – organisiert hatte, bedauerte, dass nicht alle dabei sein konnten. „Aber im nächsten Jahr hoffe ich, dass wieder alle mitmachen können.“Alle Anwohner sind aufgerufen, neue Fan-Gruppen aufzumachen. Wer dazu bereit ist, wende sich bitte an Bernhard Weik, Tel. 270 233, er ist bereit, die Kinder mit cSc-T-Shirts auszustatten. Natürlich können und sollen die Mitglieder der Fan-Gruppen auch aktiv an den Rennen teilnehmen, schließlich ist für fast jeden etwas dabei. Und wer sich in das cSc-Team einbringen möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen.

Das cSc-Team und die Weik-Stiftung danken den Anwohnern
Mit großem Verständnis für das cSc-Sportfest „gemeinsam rollt’s“ für Menschen mit und ohne Handicap reagieren die Anwohner an der Rennstrecke rund um den Freizeitpark Langfort. Viele lassen es sich nicht nehmen, direkt an ihrer Straße zuzuschauen, oder sie gehen sogar zur cSc-Schlemmermeile, um den Tag besonders zu genießen. Auch wenn es Zeitfenster gibt, um herauszufahren, ist der cSc (capp Sport cup) wegen der Straßensperrungen und Bus- umleitungen doch mit gewissen Einschränkungen verbunden. Regelmäßig vor dem ersten Septembersonntag wird darauf nochmals hingewiesen. Bernhard Weik dankt den Anwohnern ausdrücklich für deren positive Einstellung zum cSc.

Die Stadtsparkasse kam mit sechs Tandem-Piloten

Bereits beim letzten cSc waren sie dabei, die Tandem-Piloten der Stadt-Sparkasse Langenfeld. Beim 12. cSc kamen Stefan Noack, Christoph Grote, Detlef Sprindt, Andreas Nutz, Thomas Hockelmann und Daniel Wolter. Ganz offensichtlich machte es ihnen viel Freude, u. a. mit den Mitarbeitern der WFB Werkstätten Langenfeld am zweiten Rennen teilzunehmen. Stefan Noack hatte wieder Vivien Kleinekofort als Sozia, das eingespielte Team kam direkt auf den 2. Platz. Natürlich hatten die Tandem-Piloten auch gleich noch einige Zuschauer der Stadt-Sparkasse mitgebracht, unter ihnen die Pressereferentin Sabine Schwetka, die mit ihrer Kamera diesen Tag für die Stadt-Sparkasse festgehalten hat.

Der Basti-Bus ist zum ersten Mal beim cSc.
Einen geradezu idealen Platz fand der Basti-Bus direkt neben der Hüpfburg. Erst hüpfen und dann basteln oder umgekehrt? Die Entscheidung war nicht schwer, konnte man doch Beides unmittelbar hintereinander tun. Oliver Leidig, Jo Ruppel und das übrige Basti-Bus-Team waren zum ersten Mal auf Einladung von Bernhard Weik zum cSc gekommen. Kinder hatten dabei die Gelegenheit, einen „Herz-Rohling“, ausgesägt von der WZA Werkstatt zur Arbeitsförderung für Menschen mit einer psychischen Behinderung, mit Feile und Schmirgelpapier zu bearbeiten, mit Etiketten zu bekleben und eine Kordel daran zu befestigen. Luna (7) nutzte den cSc auch noch für eine aktive Teilname. „Ich bin vorhin noch zwei Runden Inliner gefahren“, sagt sie strahlend. Das von ihr fertig gebastelte Herz wollte sie in ihrem Zimmer aufhängen. „Bis zu zehn Kinder können hier gleichzeitig werkeln, bei schlechtem Wetter drin, bei schönem Wetter machen wir es draußen“, erläutert Jo Ruppel dieses Vergnügen für die Kinder. Oftmals saßen die Kinder, von Eltern, Vater oder Mutter begleitet, dicht an dicht an der Werkbank, und waren mit großem Ernst bei der Sache. Das fertige Stück konnten sie dann natürlich mitnehmen. Bernhard Weik hat dafür gesorgt, dass das Herz ausschließlich für den cSc verwendet wird.

Die Dancing Sweethearts sind einfach spitze
Tanz, Ballett und Artistik in einem – das zeigen die verschiedenen Altersgruppen von Dancing Sweethearts, die von Susanne Guss aus Susannes Ballettschule trainiert werden. Bereits in den Vorjahren konnte man sie im Rahmenprogramm des cSc bewundern. Etwa drei Dutzend Mädels von den Dancing Sweethearts nehmen mehrmals pro Woche Ballettunterricht und zeigen im Gruppen- und Solotanz auch dem Publikum des cSc, dass sie eine Menge drauf haben und nicht umsonst schon viele Wettbewerbe gewannen.

Die koreanische Trommelgruppe Pung-Nyon-Dan
Auch wenn der fremdartige Name dieser Gruppe schwer zu merken ist, die Trommlerinnen in ihren malerischen Kostümen sind dem cSc-Publikum seit Jahren bekannt. Sie gehören zum Rahmenprogramm, das von Elmar Widera organisiert wird, einfach dazu. Hört man die ersten Takte der Trommlerinnen, wenn sie tänzelnd gegenüber der cSc-Schlemmermeile aufmarschieren, haben sie die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Koreanische Musik auf den Instrumenten bzw. Trommeln wie Chango, Buck, Gängari oder Dsching genannt, sind eine Augen- und Ohrenweide. Sicher ist es nicht einfach, wenn sich die Frauen im Takt bewegen und gleichzeitig Musik machen, sie tun dies aber mit viel Eleganz und großer Sicherheit und spornen gleichzeitig die Sportler/innen an.

Sicherheit ist oberstes Gebot

Für die Sicherheit auf der Strecke sind Hartmut Zerfaß und Siegfried Schlegel den ganzen Tag auf dem Fahrrad im Einsatz. Hartmut Zerfaß bereitet alles Notwendige vor, führt Gespräche mit Christian Benzrath vom Referat Recht und Ordnung der Stadtverwaltung, mit der Polizei und dem Betriebshof. Die Vorarbeiten ziehen sich über mehrere Monate hin, damit die Sicherheit sowohl der Sportler/innen als auch der Zuschauer optimal gewährleistet ist. Die Streckenbegehung hat den Zweck, Beschädigungen in der Straßenoberfläche aufzuspüren und zu beseitigen bzw. Gefahrenstellen farbig zu markieren. Die Strecke muss mit Drängelgittern und Flatterband abgesperrt werden. An allen wichtigen Punkten rund um die 2,3 km lange Rennstrecke um den Freizeitpark Langenfeld sind Streckenposten im Einsatz, die von den Maltesern eingewiesen werden. Extra gesicherte Übergänge werden mit Leuten von den Rolling Angels, dem ADFC sowie einem Team um Rolf Kramer gesichert. Ohne Helm darf kein Teilnehmer starten.

Die Polizei unterstützt den cSc von Anfang an
Frank Scheffler ist vielen Zuschauern inzwischen bekannt. Auch beim 12. cSc war er als „Beamter zu Fuß“ im Einsatz. Auf dem Rundkurs war immer wieder Marco Bernzen auf seinem Krad zu sehen. „Keine besonderen Vorkommnisse“ waren ein Zeichen für den friedlichen und wenig unfallträchtigen Ablauf dieser Sportveranstaltung. Außerdem war das Wetter sonnig, die Fahrbahn trocken, was die Unfallgefahr stark reduzierte. Bernhard Weik ist allen Beteiligten sehr dankbar, die sich für die Sicherheit bei den cSc-Rennen so engagiert einsetzen. Auch Landrat Thomas Hendele hat in seiner Begrüßung „seiner“ Polizei ausdrücklich gedankt.

Ohne die Malteser geht es nicht
Markus Arenz war als „Einsatzleiter vor Ort“ für viele Aktivitäten der Malteser verantwortlich. Er ist sonst Gruppenführer für Führungsunterstützung bei den Maltesern in Langenfeld. Insgesamt rund 20 Helfer waren für den cSc im Einsatz. Die Unfallhilfsstelle ist natürlich froh, wenn nur ein paar kleine Pflaster aufzubringen sind. Aber für alle Notfälle sind die Malteser immer gerüstet, denn trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sind Unfälle nie auszuschließen.Zwei Krankenwagen, zwei Motorräder, das Zelt der Unfallhilfsstelle, ein Still- und Wickelzelt sind für die Versorgung von Sportlern und Zuschauern nötig. Aber die Malteser leisten noch viel mehr für den cSc. Eine Hüpfburg macht Kindern riesigen Spaß. Die Elektroversorgung wird von der technischen Truppe der Malteser mit aufgebaut, sie arbeitet dabei mit Horst Möhring vom cSc-Team zusammen. Die Streckenposten werden vom Einsatzleiter eingewiesen. „Dabei hat sich der Sprechfunk als sehr nützlich erwiesen“, stellte Markus Arenz fest.

Die Moderatoren müssen gut geölte Stimmen haben
Von morgens 10 Uhr bis zum Schluss des letzten Rennens sind die Moderatoren Dieter Sportmann und Carsten Ohle fast ununterbrochen dabei, die Rennen zu kommentieren und Durchsagen zu machen. Es ist schon fast ein Wunder, dass am Ende immer noch alles gut verstanden wird und kein Krächzen in der Stimme zu hören ist. Die zahlreichen Zuschauer, aber auch die Teilnehmer konnten immer genau den jeweiligen Stand der Rennen verfolgen und waren auch über das Rahmenprogramm gut informiert.

Nachmeldungen, Ausgabe der Unterlagen, Zeitnahme, Siegerehrungen
Ruhig, konzentriert und schnell mit den Fingern auf den Tasten des Laptops – Alexandra Sportmann und ihr Team für die Nachmeldungen muss in kurzer Zeit unheimlich viel Arbeit bewältigen. Mit den Zeitnehmern verbunden, sollen die Angaben der Sportler/innen, die sich nachmelden, fehlerfrei eingegeben werden. Vor allem, wenn in den Tagen vor dem Rennen unbeständiges Wetter war, am Tag des cSc dann plötzlich die Sonne scheint, überlegen sich viele in letzter Minute, doch noch teilzunehmen. Dass man bei rechtzeitiger Anmeldung viel Geld sparen kann, ist leider noch nicht allen bewusst geworden.Wenige Schritte weiter befindet sich bei den Umkleiden des Freibades der Stand für die Unterlagen: Transponder für die Zeitnahme, Wertchips für die cSc-Schlemmermeile, schriftliche Unterlagen und Präsente. „Was nehme ich diesmal mit?“ Es gab Badetücher, cSc-T-Shirt und Sportsocken zur Auswahl.

Wenn die Fanfarenmusik ertönt, ist mal wieder ein Bündel an Siegerehrungen fällig. Auch wenn Mitmachen wichtiger ist als gewinnen, ist es doch ein schönes Gefühl, unter den ersten ein Rennen beendet zu haben. Die Zeit zwischen Beendigung des Rennens und der Siegerehrung zu reduzieren, ist schon lange ein Anliegen des cSc-Teams. Teilweise ist dies auch schon gelungen.Für die Erstplatzierten gibt es Urkunden, alle anderen können diese selbst aus dem Internet hochladen und ausdrucken. Elmar Widera machte oft die Ansage. Nicht wegzudenken bei den Siegerehrungen sind Ute Piegeler und Carsten Lüdorf vom Referat Kindertageseinrichtungen, Schule und Sport der Stadtverwaltung Langenfeld.

Spannung vor dem Start – und beim Zieleinlauf

Ob man als erster startet oder an letzter Stelle, ist für den Sieg nicht von Bedeutung. Gemessen wird in jedem Fall an der Ziellinie. Deswegen muss derjenige, der zum Schluss als erster die Ziellinie überfährt, nicht der Sieger sein. Spannend ist es jedoch für jeden Teilnehmer am Start. Wie komme ich vom Start weg, wie teile ich meine Kräfte ein, wann beginne ich den Endspurt?Bei jedem gehen diese oder andere Gedanken durch den Kopf, und dann kommen die letzten Sekunden, bis die Startglocke erklingt. Um sich nicht gegenseitig zu behindern, sollten sich die „Schnellen“ vorne aufstellen, die eher gemächlich fahrenden Sportler/innen im hinteren Teil (es geht ja keine Zeit verloren). Links fahren – rechts überholen ist beim cSc ehernes Gesetz. Dabei Rücksicht vor allem auf ältere Teilnehmer und Kinder mit ihren Begleitern nehmen. Alle möchten schließlich unbeschadet am Ziel ankommen.

Vier Rennen mit unterschiedlichem Tempo
Der Fun-Cup, das „Spaß-Rennen“, ein cSc-Lauf, an dem jeder und jede mit Inlinern teilnehmen kann. Nicht von ungefähr nehmen an diesem Rennen alle Altersgruppen, Frauen, Männer, Jugendliche, Kinder, ganze Familien teil. Das Jedermann- (jede Frau- und Familien-) Rennen startet um 10:15 Uhr als erstes Rennen und läutet damit den jeweiligen cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ ein. Da sieht man die Kleinen an der Hand von Mutter oder Vater, oft auch allein rollend mit anderen Familienmitgliedern in der Begleitung. Jugendliche und Erwachsene bis hin zu den Senioren teilen sich die Freude am Sport. Das Rennen ist teils gemütlich, aber auch mit viel Ehrgeiz und Einsatz um die besten Plätze bestückt, wobei zum Schluss die letzten Kräfte mobilisiert werden. Viele der Teilnehmer, ob Vereins- oder Freizeitsportler/innen, ob aus Schulen oder Kindergärten, kommen jedes Jahr wieder zum cSc, um sich im Wettbewerb zu messen, um zu versuchen, ihr letztes Ergebnis zu steigern, aber auch wegen des gemeinsamen Erlebnisses. Capps (Sportler/innen mit Handicap) und No-Capps, Menschen mit Sehbehinderung, Gehörlose, Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung und gesunde Sportler prägen den cSc.„Das Gemeinsame steht wie immer im Vordergrund“, so Stifter und Organisator Bernhard Weik. „Dabei sind die Unterschiede in der Leistung geringer, als sich manche vorstellen, aber sie verbindet die gemeinsame Freude am Sport und am sportlichen Wettbewerb.“
Beim zweiten Rennen um 11.30 Uhr sind die gemütlichen Rad-Tandems (auch Sehbehinderte und Blinde auf dem Sozius) auf der Rennstrecke, dazu Einräder, Tretroller, Handbikes, Adaptivbikes, Dreirad/Fahrrad und Rolli. Nach dem Sprichwort „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ sieht man auch die drei- bis vierjährigen Kindergarten-Kinder mit Laufrad oder kleinem Roller auf dem cSc-Rundkurs.
Liegeräder, schnelle Handbikes und Renn-Tandems starten beim dritten Rennen. Während die ersten beiden Rennen über 40 Minuten laufen, geht es am Nachmittag bei Rennen drei und vier über 90 Minuten, auch beim letzten Rennen der Speedskater. Liegeräder erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h, Renntandems kommen auf bis zu 45 km/h und Speedskater erreichen immerhin noch eine Geschwindigkeit von ca. 35-40 km/h. Bei den Speedskatern wird es vor allem im Endspurt immer spannend, da es hier um die jeweils ersten fünf Plätze bei Frauen und Männern geht.

Wie können blinde und sehbehinderte Menschen schießen und treffen?
Diese Frage können Heinz Müller und Dirk Schäfer von der St. Sebastianus- Schützenbruderschaft schnell, gut und ausführlich beantworten. „Das Gewehr ist vollgestopft mit Elektronik“, sagt Dirk Schäfer. „Eine Fotodiode reagiert auf Licht und überträgt dies akustisch. Hat man den höchsten Ton im Ohr, dann sollte der Treffer perfekt sein.“ Wobei es natürlich nicht ganz einfach ist, das Gewehr auch auf dem Punkt zu halten. Blinden und sehbehinderten Schützen muss man das Ergebnis ansagen. Der Blinden- und Sehbehindertenverein e.V. Bergisch-Land hat nach wie vor eine Wettkampf-mannschaft von derzeit vier Leuten, die zweimal im Monat unter Anleitung von Heinz Müller das „akustische Schießen“ üben. Beim cSc stellt der Langenfelder Schützenverein von 1834 in dankenswerter Weise seinen Schießstand zur Verfügung. Hierbei sollen vor allem die „sehenden“ Besucher einmal ausprobieren, wie akustisches Schießen funktioniert.

Blinde und sehbehinderte Sportler haben beim cSc ihren festen Platz
Weil sich Mitglieder des ADFC als Tandem-Piloten zur Verfügung stellen, können blinde und sehbehinderte Sportler/innen beim cSc als Sozius auf dem Tandem mitfahren. Die ADFC-Tandempiloten sind auch bei den wöchentlichen Ausfahrten der „Weißen Speiche“ dabei.Natürlich nehmen Tandem-Piloten mit behinderten Sozius-Fahrern auch von auswärts teil.

Bevor es losgeht, gibt es schon viel Arbeit

Wie alle größeren Veranstaltungen braucht auch der cSc eine lange und bis ins kleinste Detail geplante Vorbereitung. Ist alles rund gelaufen? Wo können wir besser werden? Welche Neuigkeiten können Sportler und Zuschauer überraschen? Nach dem cSc ist vor dem cSc. Kaum ist eine Veranstaltung vorüber, machen sich alle Beteiligten schon wieder Gedanken um die nächste. Was am ersten September-Sonntag vom Stapel läuft, wird bereits seit Anfang des Jahres ins Visier genommen. Und je näher der Termin rückt, desto öfter muss sich das Team oder Teile davon treffen, um frühzeitig wichtige Punkte auf den Weg zu bringen. Besonders hektisch werden die letzten Tage, der Tag zuvor. Absperrungen, Biertischgarnituren, Erstversorgung bei Unfällen und Verletzungen, Aufbau der Schlemmermeile, Wasseroase, Vitamine für die Sportler, Spülmobil, Lautsprechertechnik, Stromversorgung, Hüpfburg, Unterlagen für die Sportler, Nachmeldezelt, Ausgabe von Präsenten, Toiletten, Zeitmessung, Siegerehrung, Streckenposten, Sicherung von Übergängen, Polizei, Rahmenprogramm, Parkplätze, Umkleide, Streckenbegehung, Ausbesserungs- und Markierungsarbeiten – es sind tausend Dinge zu bedenken und zu erledigen. Arbeiten in einer Gemeinschaft, in einem guten Team kann viel Spaß und Freude machen. Deshalb sind auch so viele ehrenamtliche Helfer über viele Jahre dabei.

Die Stadt Langenfeld ist ein großer Unterstützer
Bereits seit dem ersten cSc ist der jeweilige Bürgermeister auch Schirmherr des cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“. Jahrelang war es Magnus Staehler, jetzt hält Bürgermeister Frank Schneider schon einige Jahre seine Hand über den cSc und macht diese inklusive Sportveranstaltung zu seinem eigenen Anliegen. „Um zu sehen, welchen Stellenwert der Sport für Menschen mit Behinderung und die Inklusion einnimmt, braucht man nicht erst auf die Paralympics in London zu schauen, sondern nur auf den seit 2001 stattfindenden cSc (capp Sport cup) der Weik-Stiftung, der ebenfalls von diesem Gedanken beseelt ist. Der Sport ist die universelle Sprache auf das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung“ sagte der Bürgermeister beim 50jährigen Jubiläum der BSG Langenfeld. Doch nicht nur der Bürgermeister und Schirmherr ist dem cSc zugetan. So engagiert sich zum Beispiel Christian Benzrath vom Referat Recht und Ordnung zusammen mit der Polizei, den cSc-Teamern Hartmut Zerfaß und Siggi Schlegel und vielen anderen für die Sicherheit von Sportlern auf der Strecke und der Zuschauer. Ute Piegeler und Carsten Lüdorf vom Referat Kindertageseinrichtungen, Schule und Sport sind seit Jahren bei der Siegerehrung zu finden. Der Betriebshof liefert Verkehrsschilder und vieles andere Material und erledigt mit dem Tiefbaureferat die Reparatur von Gefahrenstellen auf der Rennstrecke. Die Unterstützung für den cSc durch die Stadt Langenfeld ist ein Eckpfeiler für deren Durchführung.

Alles, was rollt, ist beim cSc dabei
Die Vielseitigkeit der rollenden Sportgräte hat sich im Laufe der Jahre immer mehr vergrößert.Waren es zu Beginn des cSc vor allem Handbike, Adaptivbike, Rolli, Rad-Tandem und Inlineskater, so kamen im Laufe der Zeit Dreirad, Liegerad, Einrad und Tretroller hinzu.Damit hat der cSc wohl die bunteste Mischung verschiedener rollender Sportgeräte bei einem sportlichen Wettbewerb für Menschen mit und ohne Behinderung. Blinde, sehbehinderte und gehörlose Sportler waren frühzeitig dabei, Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung kamen hinzu. Die Mischung von Sportlern ohne und mit Einschränkungen aller Art macht das Wesen des cSc aus. Im Rahmen des cSc werden auch Meisterschaften ausgetragen wie zum Beispiel der WSC Westdeutsche Speedskating Cup. Die größte Gruppe bilden seit Jahren die Inlineskater im ersten Rennen, dem Familien- und Freizeitlauf. Hierbei geht es weniger um höchste Geschwindigkeiten (die findet man bei den Speedskatern im 4. Rennen), sondern in erster Linie darum, mitzumachen, nach dem Motto: „Dabei sein ist alles!“

Der 12. cSc - ein voller Erfolg mit Rekordbeteiligung

Texte von Jürgen Steinbrücker

608 Sportlerinnen und Sportler aus der Bundesrepublik und dem angrenzenden Ausland verbrachten einen Tag spannender Wettbewerbe und schöner Überraschungen.

Gemeinsamkeit – Geschwindigkeit – Geselligkeit, diese drei großen „G’s“ bilden das Markenzeichen des cSc capp Sport cup „gemeinsam rollt’s“. Zum 12. Mal fand am 2. September 2012 der cSc statt. Diesmal waren 608 Sportlerinnen und Sportler auf dem 2,3 km langen Rundkurs in vier Rennen unterwegs, um sich in einer harmonischen Atmosphäre dem sportlichen Wettbewerb hinzugeben. Vielseitig und bunt sind die Rolluntersätze und die beteiligten Sportler. Erstaunlich, welche „Sonderanfertigungen“ sich dem großartigen Publikum zeigen. Die Gemeinsamkeit von Sportlerinnen und Sportlern mit und ohne Handicap steht dabei im Mittelpunkt des Geschehens. Wer es eher gemütlich mag und seine Runden – wenn auch hier die beste Zeit eine Rolle spielt – dreht, weil es ihm/ihr hauptsächlich darum geht, dabei zu sein, der ist bei den ersten beiden Rennen an der richtigen Stelle. Da kann man sich auch „auf die Piste“ wagen, wenn man Anfänger ist oder wenn wegen des fortgeschrittenen Alters die Kräfte allmählich nachlassen. Aber auch die beiden Rennen am Nachmittag, bei denen sich die Teilnehmer harte sportliche Wettkämpfe liefern, bei denen es um Sekunden oder Bruchteile davon geht, fordern die Zuschauer zu ständigem Beifall heraus und machen den cSc so spannend.

Bernhard Weik hat alles fest im Griff
Alle die vielen Helfer, die sich im cSc-Team zusammen gefunden haben, wissen: Einer hat das Steuer in der Hand. Aber was nützt dies, wenn auf dem cSc-Schiff die Ruderer ausbleiben?„Ihr seid die Seele des cSc“ – diesen Spruch von Bernhard Weik hat das cSc-Team zu Recht immer wieder zu hören bekommen. Jeder hat seinen festen Platz, ob als Kapitän, Offizier oder als Mannschaft, jeder ist an seinem Platz gleichermaßen wichtig und unentbehrlich. „Weil das Heer der vielen Helfer so gut eingespielt ist, läuft der cSc jedes Jahr immer besser“, sagt Bernhard Weik. Was ihn aber nicht hindert, direkt nach einem cSc-Lauf alles zu hinterfragen, was nicht so gut lief und beim nächsten Mal besser werden könnte. „Wir lernen immer wieder dazu“, weiß der Käpt’n. Damit das große Heer von mehr als 100 ehrenamtlichen Helfern auch weiterhin zur Verfügung steht (wir werden alle älter), braucht es ständig Nachwuchs, der mit starkem Engagement und viel Herzblut dem Gedanken des cSc Geltung verschafft: Menschen mit und ohne Handicap zu einer großen Sportfamilie zu vereinen.

Jeder, jede gibt sein/ihr Bestes
Natürlich möchte jede Sportlerin, jeder Sportler des cSc sein Bestes geben und auch einen möglichst guten Platz erreichen. Was den cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ jedoch vor allem auszeichnet, ist das große Gemeinschaftsgefühl. Sportler/innen mit und ohne Einschränkungen gehören zusammen, freuen sich auf einen fairen, schönen und spannenden gemeinsamen sportlichen Wettbewerb. Silke Zimmermann, Speedskaterin des VfR Büttgen 1912 e.V., fasst dies so zusammen: „Hier ist immer eine schöne Stimmung, wir kommen alle gern hierher. Es ist eine beliebte Veranstaltung. Ich bin schon das fünfte oder sechste Mal dabei.“ Zimmermann hatte auch sonst allen Grund zur Freude, sie erreichte bei den „schnellen Damen“ den 5. Platz. Sie sei ungefähr 50 km weit gefahren, bei einem durchschnittlichen Tempo von knapp 31 km/h. „An der cSc-Schlemmermeile riecht man immer den Grillgeruch“, sagt sie, aber gegessen wird erst nach dem Rennen.Mit dem Tempo ist das halt so eine Sache. Wer kerngesund und sportlich trainiert ist, für den sind manche Entfernungen und Zeiten fast ein Kinderspiel. Eine Gelegenheitsradlerin, wenig trainiert und geistig oder körperlich gehandicapt, strampelt sich die letzten Kräfte aus den Beinen und schafft es doch nicht an die Spitze. Dass es trotzdem Spaß macht, liegt an mancherlei Gründen. „Dabei sein ist alles.“ „Ich habe mein Bestes gegeben.“ „Mitmachen ist wichtiger als siegen.“ So lautet für viele das Motto des cSc. Und so kommt es, dass die Freude auch dort überwiegt, wo keine Spitzenleistungen gefordert und erreicht werden.

Den Geldbeutel schonen und frühzeitig anmelden.

Der 13. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ wird am 01. September veranstaltet.

Jeder soll beim 13. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ am 01. September rund um den Freizeitpark Langenfeld-Langfort dabei sein können. Deshalb wurde die Startgebühr auch sehr niedrig gehalten – vorausgesetzt, man meldet sich rechtzeitig an. Nur 5 € zahlen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre (Jahrgang 1996) als Startgebühr, Erwachsene nur 10 €, und darin sind Wertmarken über 5 € für die internationale cSc-Schlemmermeile direkt an der Rennstrecke und ein Präsent des Veranstalters, der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung, enthalten. Man bekommt also mehr oder gleich viel zurück, als man investiert, die Freude am gemeinsamen Erleben nicht mitgerechnet.
Die Anmeldung geschieht nur online, zu den günstigen Bedingungen muss sie bis 25.08.2013 um 24:00 Uhr erfolgt und die Startgebühr am 26.08.2013 bis 12 Uhr auf dem Konto sein. Wer sich später anmeldet und zahlt, für den wird die doppelte Startgebühr fällig. Teilnehmer am WSC-Cup und Speedskater zahlen 14 € Startgebühr, weil das Wettkampfgericht höhere Kosten verursacht. Bei Tandems fällt die Startgebühr pro Person an.
Mehr Infos enthält die Ausschreibung unter www.gemeinsam-cSc.de. „In der Urlaubszeit geht eine solche Information schon mal unter, dann wird die rechtzeitige Anmeldung vergessen, schon deshalb gilt: je früher, je besser“, weiß Alexandra Sportmann vom cSc-Team.

„Dass der cSc capp Sport cup „gemeinsam rollt’s“ nun schon zum 13. Mal stattfinden kann, ist ein Zeichen seiner großen Beliebtheit bei Sportlern und Zuschauern. „Gemeinsamkeit – Geschwindigkeit – Geselligkeit“ sind die drei wichtigen Grundpfeiler dieses integrativen Sportfestes für Sportler mit und ohne Handicap. Seit 2001 gibt es die große Fangemeinde des cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“, zu dem jeweils etwa 500-600 Teilnehmer und mehrere Tausend Zuschauer erwartet werden. Handbike, Adaptivbike, Rolli, Tandem, Inliner, Dreirad, Einrad, Liegerad, Speedskater und Tretroller sind am Start, die Kleinsten ab 3-4 Jahre und die Ältesten um die 80. „Egal, ob blind, gehörlos, körperbehindert, geistig behindert oder gesund, alle bilden eine große Gemeinschaft und haben Freude am sportlichen Wettbewerb“, so der Veranstalter, Stifter und Organisator Bernhard Weik. „Es ist eine Freude zu sehen, wenn die kleinen Teilnehmer mit ihrem Laufrad, Kinderrad oder Roller die ganze Runde von 2,3 km schaffen.“ cSc-Teammitglied Elmar Widera, für das Rahmenprogramm und die cSc-Schlemmermeile verantwortlich, verspricht: „Die Auswahl an internationalen Speisen und Getränken sowie die Vorführungen z. B. der Dancing Sweethearts und der koreanischen Trommler sorgen dafür, dass sich auch die vielen Zuschauer wohl fühlen.“ Auch die Kinder kämen mit Hüpfburg und Basti-Bus zu ihrem Recht.

Info: 13. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“, Sonntag, 01. September von 10 bis 18 Uhr, rund um den Freizeitpark Langenfeld-Langfort. Anschrift: Langforter Str. 72 (SGL/Schwimmbad).

Text: Jürgen Steinbrücker. Fotoauswahl: Weik-Stiftung.