TeroLab Surface hilft beim 7. cSc

„Soviel Glück im Leben wie ich und meine Führungskräfte haben nicht alle.“Wenn es einem gut geht, möchte man etwas davon abgeben. Diese Meinung teilt auch der Inhaber und Präsident von TeroLab Surface, Christopher H. Wasserman, der mit weiteren Führungskräften der Deutschland-Niederlassung in Langenfeld beim 7. cSc (capp Sport cup) am 2. September mit anpacken möchte. „Hilfe von ehrenamtlichen Kräften ist immer gefragt“, erklärt Bernhard Weik, Vorstand der E & B Weik-Stiftung und Organisator des cSc. Er freue sich über jeden ehrenamtlichen Helfer, denn „Arbeit ist genug da“. Das stetig wachsende cSc-Team müsse sich weiter vergrößern, weil rund um die Wettkämpfe immer wieder neue Angebote hinzukämen wie bisher das Dreidelspiel, das Schachturnier für Blinde oder die Spielmöglichkeiten für Kinder.Insgesamt haben sich sechs Führungskräfte aus der Langenfelder Niederlassung zum Helfen angemeldet. Außer dem Inhaber Christopher H. Wasserman sind dies der Geschäftsführer in Langenfeld, Dr. Gregor Langer, der Leiter Qualität und Entwicklung, Dr. Jens-Erich Döring, Produktionsleiter Georg Phlipsen, Finanzleiter Johannes von Spees und die Assistentin der Geschäftsführung, Ellen Gall. Sie hatte auch die Aufgabe erhalten, sich nach einem Wirkungsfeld im sozialen Bereich umzusehen und war dabei auf die Freiwilligenagentur gestoßen. Wie es der Zufall so will, war Bernhard Weik in dem Vorgänger-Unternehmen von TeroLab Surface, der Firma Bernex, von 1971-1974 als Betriebsleiter tätig. Verständnis füreinander und das Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap zu fördern, liegt allen Beteiligten am Herzen. Ellen Gall möchte auch an einer Teambesprechung im August teilnehmen, um die verschiedenen Aufgabenfelder kennen zu lernen.

TeroLab Surface ist ein Unteernehmen für Oberflächenbeschichtungen (Metall, Kunststoff) mit Sitz in der Schweiz und Niederlassungen in Frankreich, Deutschland und Österreich. Funktionelle Schichten schützen Bauteile z.B. im Maschinenbau oder der Druckindustrie werden vor Verschleiß oder anderen äußeren Beanspruchungen und erhöhen so geschützt und dadurch deren Lebenszeit. erhöht. Zu den Kunden zählen sind u. a. große Industrieunternehmen, u.a. Druckmaschinenhersteller und Implantathersteller im medizinischen Bereich.
Text: Jürgen Steinbrücker

Samuel sucht Gleichgesinnte

Samuel Küppers überholt alle
Samuel ist stolz auf sein neues Handbike
Samuel Küppers mit seinem eigenen hauseigenen Rollstuhl-Lifter
 

Wer kann Samuel beim 7. cSc mit dem Handbike begleiten?
Der cSc (capp Sport cup) "gemeinsam rollt's" - das große Sportfest der E & B Weik-Stiftung für Menschen mit und ohne Handicap rund um den Freizeitpark Langenfeld - ist seit dem letzten Jahr für Samuel Küppers kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Denn beim 6. cSc im September 2006 ist er als jüngster "Handbiker" mitgefahren, auch wenn die zwei Runden (knapp 5 km) ihn schon ganz schön angestrengt haben. "Mein Freund Maxi ist neben mir mitgelaufen und hat mich angefeuert", erzählt Samuel.

Am 2. September geht er zum zweiten Mal an den Start. "Mit mehreren zusammen fahren ist viel schöner", sagt Samuel. Im Juli wird er elf Jahre alt. Und für den nächsten cSc sucht er Jungen und Mädchen in seinem Alter, die ebenfalls mit dem Handbike beim 7. cSc starten möchten. Also, keine Scheu, meldet Euch so bald wie möglich. Entweder beim Veranstalter Bernhard Weik, Telefon (02173) 270 233, E-Mail: b.weik@gemeinsam-csc.de, oder bei der Familie Küppers, Telefon (02173) 1 81 32.

Samuel Küppers geht bis zu den Sommerferien in die 4. Klasse der Don-Bosco-Grundschule in Langenfeld. Die Schule macht ihm keine Probleme. Nach einem Verkehrsunfall, den die Familie Küppers (Eltern und zwei Söhne) vor 2 ½ Jahren auf Mallorca durch die riskante Fahrweise eines jungen Mannes erlitt und bei dem alle Familienangehörigen zum Teil schwer verletzt wurden, ist Samuel an den Rollstuhl gebunden. In seiner Schule zog seine Klasse ins Erdgeschoss, damit Samuel dort bleiben konnte. "Er ist voll integriert und akzeptiert", sagt Rektor Helmut Bublat.

Vor einigen Wochen veranstaltete Bernhard Weik mit dem Schulkollegium und vielen Helfern "einen ganz normalen Tag", an dem die Schüler/innen für Körperbehinderungen von Mitmenschen sensibilisiert wurden. Alle sorgten dafür, dass Samuel soviel wie möglich mitmachen konnte: beim Ballwerfen der Blinden, der Gebärdensprache für Hörgeschädigte, bei der Erläuterung der Blindenschrift oder bei der Beschwerung von Kindern, um zu spüren, wie sich stark übergewichtige Kinder abmühen. "Ich bekam dann volle Einkaufstaschen auf den Schoß gelegt und an den Rolli gehängt." Spitze war Samuel bei den Rollstuhlspielen, da ist er allen davon gefahren. "Die anderen hatten ja auch Opa-Rollis, und ich bin geübt."

"Samuels Bruder Aron (13) kümmert sich liebevoll um ihn, übernimmt Verantwortung und hilft, wenn wir abends mal nicht da sind", erzählt Mutter Marion Küppers. Samuel bedient den Rollstuhl-Lifter im Haus ohne Probleme und kann so allein die Stockwerke wechseln. Sein Zimmer ist in der 1. Etage.

Samuel ist Schalke-Fan. Kurz nach dem Unfall kam der Langenfelder Bürgermeister Magnus Staehler bei ihm vorbei und brachte ihm ein Schalke-Trikot und eine Kappe mit. "Wir waren auch einmal in der Veltins-Arena Auf Schalke, sahen ein Spiel Schalke gegen Kaiserslautern, dass die Schalker 2:1 gewannen", berichtet der junge Sportfan. Sein Freund Florian hat sich mit ihm gerade verabredet. Und damit sie den Tag weiter zusammen bleiben können, nimmt Florian ihn zu den Pfadfindern mit. Samuel begeistert sich auch für Sledge-Hockey, Judo, Karate und Reiten. Und er spielt gerne E-Gitarre. „Nach dem Stimmbruch möchte ich eine Band aufmachen."

Text und Fotos: Jürgen Steinbrücker.

Begleitläufer für blinde Inlineskater gesucht

Rolling Angels-Begleitläufer in Aktion
Rolling Angels eine Top-Gruppe
Tanja Maul und Volker Springhart in Langenfeld
 

Foto/Text: Jürgen Steinbrücker

Der Aufruf
Sportlerinnen und Sportler mit Handicap kommen aus der ganzen Bundesrepublik Deutschland sowie den angrenzenden europäischen Ländern zum 9. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ am 6. September nach Langenfeld. Gemeldet hat sich auch eine Gruppe einer Schule von Blinden und Sehbehinderten aus Nürnberg, die mit Inlinern starten wollen. Dafür werden Begleitpersonen auf Inlinern gesucht.

„Wenn man etwas Gefühl dafür hat, wie blinde und sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler auf Inlinern laufen können und welche Hindernisse man ihnen ansagen muss, dann ist es gar nicht so schwierig, sie an der Hand zu nehmen“, meint dazu Bernhard Weik, Organisator und Stifter des cSc.
Schon seit Jahren sind solche Sportler beim cSc gestartet.
Bereits 2003 lief ein blindes, damals 14-jähriges Mädchen, Tanja Maul, an der Hand von Volker Springhart mit. Obwohl sie kurz vor dem Ziel stolperte und auf allen Vieren landete, fuhr sie tapfer weiter, wie in ihrem Bericht danach zu lesen war. Und war stolz, die Strecke von rund 10 km geschafft zu haben. Auch in den vergangenen Jahren waren immer wieder blinde Inlineskater am Start, die von anderen Sportlern geführt wurden und das Ziel erreichten. So im vergangenen Jahr der blinde Jörg von de Venn, der von Mayke Exterkate geführt wurde. Das Tempo spielt dabei keine Rolle, wichtig ist für die blinden und sehbehinderten Sportler, dabei zu sein, den Mut zu haben, mitzumachen.

Das Ergebnis des Aufrufes

Blinde Inlineskater erhalten Begleitläufer.
Beim 9. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ soll jeder mitmachen können
Das hat Bernhard Weik in den kühnsten Träumen nicht erwartet:Sein Aufruf, sich als Begleitläufer für blinde Inlineskater beim 9. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ zur Verfügung zu stellen, erhielt ein riesiges Echo. Ursprünglich hatten sich sieben blinde Inlineskater mit ihrem Trainer Volker Springhart aus Nürnberg angemeldet. Jetzt haben sich so viele Begleitläufer gemeldet, dass weitere blinde Inlineskater mitlaufen und das großartige integrative Sportfest der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung rund um den Freizeitpark Langenfeld miterleben können.
„Ich bin überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft (besonders von der Gruppe Rolling Angels), die sich in vielen Teilen Deutschlands manifestiert“, so Bernhard Weik.