Schule am Lönsberg in Essen

Ein ganz normaler Tag am 8. April 2011

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Die Schule am Lönsberg in Essen erlebte den "ganz besonderen Tag".

Bericht von Sofie, Lilly und Emma

Am Freitag, dem 08.04.11, war in unserer Schule ein GANZ NORMALER TAG.
Der Tag fing damit an, dass wir uns alle in der Turnhalle versammelt haben und zusammen das Lied „Ich bin anders als du“ gesungen haben. Danach sind alle in ihre Klassen gegangen und haben den Ablauf des Tages besprochen. In jedem Raum im Erdgeschoss war zu einem bestimmten Thema eine Station aufgebaut, wie zum Beispiel zu den Themen Blindheit, Rollstuhlfahren oder Armamputierte.

Das Highlight des Tages war die Blindentandemfahrt, bei der man sich mitverbundenen Augen auf ein Tandem setzte und herumgefahren wurde.

Nachdem man mit der Station seiner Klasse fertig war, ging man zur nächsten, übernächsten und so weiter und das nach einem bestimmten Plan, den alle Lehrer bekommen hatten. Bei den nächsten Stationen ging es um folgende Dinge:
Um Leute, die keine Arme haben, da konnte man ausprobieren mit seinen Füßen einen Knoten in ein Seil zu machen. Dann sollten wir mit den Füßen Korken in einen Ring werfen.
In der Ogata war die Gewichte-Station, dort sollte man merken, wie es ist 10kg schwerer zu sein. Da war ein Parcours aufgebaut. Zuerst haben wir eine Weste angezogen, die mit Sand gefüllt war. An den Armen und Beinen hatten wir Beutel mit Sand. Wenn man gerade nicht bei dem Parcours war, ist man mit 5kg-Westen zwei Treppen hoch und runter gerannt.

Es gab mehrere Blinden-Stationen Die eine davon fand draußen statt, das wardie mit dem Blindentandem. Wenn man gerade nicht dran war konnte man aneinem Tisch mit geschlossenen Augen malen und schreiben. Damit die Augengeschlossen blieben, musste man eine Taucherbrille aufsetzten, in der Watte drin war, damit man nichts mehr sah. Bei einer anderen Blinden-Station wurde Blindenball gespielt, das ging so: Man musste sich die Augen verbinden und hören, ob einer deinen Namen sagte, denn dann rollte ein Ball mit Rasseln drin auf dich zu, nachdem du „Hier!“ gerufen hattest. Bei der dritten Blinden-Station gab es einen Parcours, den man mit einem Partner durchlaufen musste (natürlich mit geschlossenen Augen). Wenn man bei dem Parcours in der Klasse gerade nicht dran war, konnte man auf dem Flur mit einem Blindenstock einen anderen Parcours durchlaufen. Die vierte und letzte Blindenstation war in unserer Klasse aufgebaut. Dort haben zwei blinde Menschen erzählt, wie sie den Alltag auch blind bewältigen. Wir haben ein bisschen Blindenschrift gelernt und uns wurden Gegenstände gezeigt, die sprechen können: eine Waage und ein Handy. Außerdem durften wir die beiden Blindenhunde streicheln. Sie helfen den blinden Personen.

Auf dem Flur vor der Ogata konnte man die Krücken-Station ausprobieren, wo man mit Krücken durch einen Hütchenslalom laufen und über ein Hindernis steigen musste. Jeder durfte dreimal aber manche sind öfter als dreimal durchgelaufen.

In der Turnhalle fand die Rolli-Station statt. Dort konnte man ausprobieren, wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen. Diese Station wurde von dem Vater eines Rolli-Kindes aus der Schule betreut. Ein Mädchen aus unserer Klasse, das im Rolli sitzt, war natürlich die Allerschnellste. Da jede Klasse eine Station auslassen musste, haben wir die Beinamputierten-Station in der Dinoklasse nicht besucht.

Zwischendurch haben wir eine Obst- und Gemüsepause gemacht, wo wir auch unser Frühstücksbrot essen durften. Bei der Pause durften wir aber auch auf dem Schulhof spielen. Die Sonne schien so schön.
Am Ende des Tages hat die ganze Schule sich auf dem Schulhof aufgestellt und noch mal „Ich bin anders als du“ gesungen. Danach wurde noch ein Foto geschossen!