Peter-Härtling-Schule

„Schule in Bewegung“

Stella gibt den Ton am Mikrofon an

Die Schüler hatten in den Tagen zuvor das Lied „Im Land der Blaukarierten“ gelernt und schmetterten es auswendig in den Schulhof, wobei Stella mit dem Mikro den Ton vorgab.(Mit einem Klick auf die Überschrift können Sie das Video von Herrn Landske abspielen lassen)

Schulgeschichte

262 Schüler mit ihren cSc T-Shirts sind stolz
Alle hören gespannt auf die Festtagsreden
Ulrich von zur Gathen begrüßt alle herzlich

klicken Sie auf die Überschrift, dann kommen Sie auf die Internetseite der Peter-Härtling-Schule.

Die Schulgeschichte von Reusrath und Gieslenberg lässt sich bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgen (s. Stadtgeschichte Langenfeld, Rolf Müller, Verlag Stadtarchiv Langenfeld 1992). Die Gemeinschaftsgrundschule Gieslenberg gibt es seit 1968 in der jetzigen Form. Im Jahr 1968 wurden die drei bestehenden konfessionellen Schulen aus Reusrath und Gieslenberg in der Gemeinschaftsgrundschule Gieslenberg zusammengefasst.

Die Gemeinschaftsgrundschule Gieslenberg, auch unter dem Namen „Peter-Härtling-Patenschaftsschule“ bekannt, ist eine „Schule in Bewegung“. Sport und Bewegung werden im offenen Ganztag in Verbindung mit der SGL überdurchschnittlich angeboten. Für die fünf Sportstunden der offenen Ganztagsangebote stehen eine 3fach-Turnhalle, großer Schulhof mit vielfältigen Spielgeräten, Kunstrasenplatz mit Laufbahn und Sprunggrube, Rasen-Bolzplatz und Fußballplatz zur Verfügung. „Kinder sollen und dürfen sich überall bewegen“, so Schulleiter Ulrich von zur Gathen. Die 262 Schüler sowie das 14-köpfige Kollegium erwarteten das cSc-Team der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung, um einen „ganz normalen Tag“ zu veranstalten.

Sensibilisierung für Menschen mit einem Handicap heißt das Programm.

Deborah Hülsen ist ein gutes Vorbild
Ich bringe dich sicher an das Ziel
Jürgen Steinbrücker informiert auch beim Video-Clip

Text von Jürgen Steinbrücker
(Mit einem Klick auf die Überschrift können Sie das Video abspielen lassen)

Sich im Rollstuhl zu Spielen bewegen, mit Krücken laufen, sich mit verbundenen Augen führen lassen oder als „Blinder“ auf dem Sozius eines ADFC-Tandems mitfahren sind einige Programmpunkte. Gehandicapt ist man auch ohne Arme und probiert so aus, mit den Füßen zu malen, zu schreiben und zu greifen. Sich mit dem Blindenstock auf einem Parcours zu bewegen, mit einer beschwerten Weste treppauf zu laufen und unter Bänke zu kriechen ist auch nicht so einfach. Auch die Fragen „Wie verständigt sich ein Gehörloser, wie schreibt und liest ein Blinder und wie findet er sich zurecht?“ werden beantwortet.



„Das Kollegium hat die Anregung der Weik-Stiftung sehr positiv aufgenommen. Wir haben von der Begeisterung der Brüder-Grimm-Schule gehört und diese wird gerne weitergegeben“, erklärt die stellv. Schulleiterin Martina Krämer. „Durch die Schulbühne haben wir Kontakt zu Schülern mit Behinderung der Virneburgschule, spielen zusammen Theater“, berichtet Ulrich von zur Gathen. Und Martina Krämer weist auf den Sachkundeunterricht hin, in dem Blindenschrift prickeln oder sich mit verbundenen Augen führen lassen probiert wurde.



„Wir hatten von 1992 bis 1996 ein Kind im Rollstuhl, Deborah Hülsen. Jetzt ist sie Pädagogik-Studentin und absolvierte gerade ein Praktikum bei uns.“ Kein Thema sei ihre Behinderung in der Grundschule gewesen. Ganz unvoreingenommen hätten die Schüler jetzt während des Praktikums Fragen gestellt wie „Warum kannst Du nicht laufen?“ „Spürst Du Deine Beine?“ Am 15. April 2008 machte Deborah Hülsen bei den Rollstuhlspielen mit.

Viele ehrenamtliche Helfer sind notwendig

Herbert Jakubiak leitet das ADAC Tandem-Team
Wenn Kinder nicht betroffen sind fahren sie gerne mit dem Rollstuhl
Ohne Gewichte lässt es sich leichter klettern

„Herr Weik hat viele Helfer mitgebracht.“ Und: „Ich freue mich, dass wir alle ein cSc-T-Shirt bekommen haben.“ Schulleiter Ulrich von zur Gathen übertrug seine Begeisterung anlässlich der Veranstaltung „Ein ganz normaler Tag“ in der Peter-Härtling-Patenschafts-Schule auf alle Schüler/innen. Lehrer/innen und Eltern. Bernhard Weik kam direkt auf den Punkt dieses Tages zu sprechen. „Wir möchten Euch zeigen, wie man auch mit einer Behinderung durchs Leben kommt.“

In der Turnhalle standen zwei Dutzend Rollstühle, mit denen die Kinder „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser“ spielten. Marion Küppers erklärte den Kindern, wie man Rollstuhlfahrern seine Hilfe anbietet und nicht ungefragt einfach schiebt. „Man muss sich nicht behinderter machen als man ist“, war dazu der Kommentar der Rollstuhlfahrerin Deborah Hülsen. Sie besuchte vor Jahren die Gieslenberger Grundschule und studiert jetzt Deutsch und Sachkunde, um Lehrerin zu werden. Nach einem kürzlich absolvierten Praktikum gab es ein freudiges Wiedersehen mit ihren Schülern.

Herbert Jakubiak, Horst Seidenstecher und Karl Markofsky vom ADFC fuhren die Schüler/innen mit verbundenen Augen auf den Tandems. Greta ist ganz begeistert. „Ich fand das super, man denkt, man fliegt dahin.“ Insgesamt zwölf verschiedene Stationen durchlaufen alle Schulklassen. Die ehrenamtlichen Helfer sind zahlreich und notwendig: 14 Leute des cSc-Teams und über 40 Elternteile sorgen dafür, dass alles reibungslos abläuft.

Schach dem Schicksal

Krücken können schwierig sein
Brailleschrift ist für ungeübte schwer zu lesen
Meterstab für Blinde haben Noppen

Viele Informationen erhielten die Schüler/innen auch von den Blinden Manfred Glasmacher und Susanne Winther. Dass z.B. ein Zollstock mit Punkten versehen ist, um ein Maß abzutasten. Wie sich Figuren von Mühle, Schach oder Mensch ärgere dich nicht durch unterschiedliche Köpfe erkennen lassen.







Jedes Kind bekam ihren Namen in Brailleschrift in die Hand gedrückt. Vorher hatten alle einen Bogen mit dem Braille- Alphabet erhalten, um die Buchstaben kennen zu lernen.












An Krücken laufen, mit den Füßen schreiben, den Weg mit dem Blindenstock zu ertasten, mit verbundenen Augen werfen waren weitere Übungen. Eine gute Vorbereitung durch das Lehrerkollegium macht sich ebenfalls bemerkbar. „Wir haben besprochen, dass ein Handicap jeden ereilen kann“, berichtet Elke Rohde. Und Brigitte Grottendieck ergänzt: „Die Kinder haben von ihren Erfahrungen mit Menschen mit einer Behinderung berichtet.“ „Ich war von Anfang an begeistert von der Idee der Weik-Stiftung“, erklärt Ulrich von zur Gathen.

Danke an die Sponsoren

Stadtwerke Langenfeld spendet köstliches Wasser
Obst und Gemüse zum reinbeißen
Viele fleißigen Helfer unter Anleitung von Ina Richert

Die Weik-Stiftung spendet 1310 Euro und für jedes Kind ein T-Shirt.„Wir bedanken uns auch für die finanzielle Zuwendung der Weik-Stiftung an den Förderverein“, so der Schulleiter.










Hans-Peter Bellinghausen vom Frische-Center Hövener spendet Obst und Gemüse, „um die Kinder an gesunde Ernährung zu erinnern.“ Eltern und Förderverein kommen zum Helfen zu den einzelnen Stationen und machen aus Obst und Gemüse handliche Stückchen.




Für den Durst gab es die Wasserbar des KunZe(Stadtwerke Langenfeld).
Zehn Rollstühle wurden kostenlos vom Gesundheitszentrum Vital GmbH aus Hilden zur Verfügung gestellt.
Zum Abschluss wurde mit allen ehrenamtlichen Helfern, Lehrern und Eltern ein gemeinsames Mittagessen eingenommen.