Katholische Grundschule Lindenbaum Radevormwald

Ein ganz normaler Tag am 06.05.2014

Am 06.05.2014 stand die Lindenbaumschule erneut im Zeichen der Aktion "Ein ganz normaler Tag". Einen Eindruck vermitteln die Publikationen in der lokalen Presse und eine kleine Fotogalerie.

Ein ganz normaler Tag am 15. April 2010

Blind auf dem Tandem fahren traut sich nicht jeder
Die Blindenschrift wird ertastet
Start in den ganz normalen Tag

Schon seit langem warteten die Jungen und Mädchen der Katholischen Grundschule (KGS) Lindenbaum in Radevormwald mit Spannung auf den Projekttag, bei dem sie den Alltag aus dem Blickwinkel von Menschen mit Behinderungen kennenlernen sollten.

Unterstützt wurde das Projekt von mehreren Ehrenamtlern der Elisabeth & Bernhard Weik Stiftung. Jo Ruppel, Herbert Jakubiak und Peter Hahnel treten sonst einmal in der Woche in Langenfeld für Blinde in die Pedale, außerdem waren mit Manfred Glasmacher und Volker Krafft zwei blinde Menschen mitgekommen, die die Kinder mit ihren besonderen Fähigkeiten beeindruckten. Kartenspiele ertasten und Blindenschrift kennenlernen waren nur einige der Fähigkeiten, die Kinder in Erstaunen versetzten.

Auch Gebärdensprache stand auf dem Stundenplan. Die Pädagoginnen Eva Gatermann und Erika Becker, die sonst an der Förderschule für Hören und Kommunikation in Düsseldorf arbeiten, zeigten den Kindern unter anderem was es heißt, schlecht zu hören.

Jeder konnte in die Rolle eines Behinderten schlüpfen

Eine kleine Stärkung tut gut
Treppenlauf mit Gewichten
Hindernisparcours

Es war kein ganz normaler Tag, wie Rektorin Barbara Janowski betonte. Statt eines normalen Unterrichtsbeginns stand ein gemeinsames Lied auf dem Stundenplan - und die Botschaft an alle war: Jeder ist anders.

Verschiedene Stationen führten die Klassen - einheitlich gekleidet in bunten von der Stiftung gesponsorten T-Shirts quer durch das Schulgebäude. Vom Vertrauensparcours, über Experimente mit der optischen Wahrnehmung bis hin zu Übungen für Armverletzte führte der Weg.

Bei Lehrerin Jutta Renner-Breitkopf durfte sich jeder im Rangieren mit dem Rollstuhl versuchen. Die Klasse 1a machte hier als Erste ihre Erfahrungen. Fazit: "Macht viel Spaß, geht aber mächtig auf die Arme." Doch sie wurden auch nachdenklich. Denn mit dem "Rolli" über bordsteinhohe Matten zu fahren, das schafften die wenigsten von ihnen.

Auf dem Flur testeten andere Gruppen mit speziellen Gewichtswesten und Manschetten an den Beinen derweil aus, wie schwer es ist, mit einem Handicap eine Treppe zu erklimmen.

Reine Vertrauenssache war dagegen für die Kids die Fahrt auf dem Tandem. Mit verbundenen Augen nahmen sie wie blind auf dem Soziussitz Platz und drehten einige Runden über den Schulhof - soweit sie sich trauten.

Dass am Ende aber alle wieder gleich sind, zeigte sich beim abschließenden Mittagessen. Für alle endete der Tag mit leckeren Spaghetti Bolognese. Was die Schüler ganz bestimmt mit nach Hause nahmen: Das Leben mit einer Behinderung ist nicht immer einfach. Man sollte, wenn nötig, helfen.

Die Schulleiterin schrieb in einem Dankbrief an Herrn Weik: "Dank Ihrer Stiftung, Ihres großartigen Engagements und der tollen Organisation konnnten die Kinder unserer Schule einen guten Einblick in das Thema Behinderung sammeln. Die Rückmeldungen der Kinder, der Eltern und des Lehrerkollegiums waren alle sehr positiv und der Tag war für uns ein ganz besonderer "normaler Tag". Von allen Seiten hatten wir vielseitige und umfangreiche Hilfe. Es war für uns alle eine tolle Erfahrung.