GGS Witzhelden

Ein ganz besonderer Tag am 8. Juni 2010

Herr Weik und die Rollstuhlfahrer
Schüler der GGS Witzhelden
Wer ist normal?

Während der Projektwoche im Juni 2010 fand an der Städt. Gemeinschaftsgrundschule Witzhelden der „ganz normale Tag“ der Weik-Stiftung statt. Gemeinsam begann dieser außergewöhnliche Schultag am Morgen in der Turnhalle. Herr Weik persönlich stellte die geplanten Aktivitäten und seine Motivation zur Stiftungsgründung vor. Den Schülern sollte ein Einblick in das Leben von Menschen mit Behinderungen gegeben werden. Einen Tag aus dem Blickwinkel eines gehandicapten Menschen selbst aktiv erleben, sollte Verständnis wecken und die Sensibilität der Schüler fördern.

An verschiedenen Stationen erfuhren die Schüler durch eigenes Handeln und Ausprobieren, welche Schwierigkeiten behinderte Menschen im Alltag zu bewältigen haben. Bewegungseinschränkungen, z.B. durch Übergewicht oder Amputationen, wurden durch unterschiedliche Hilfsmittel simuliert und am eigenen Körper erfahren,
Die Kinder lernten aber auch betroffene Personen kennen und erhielten z.B. Einblick in die Verständigungsmöglichkeiten von blinden und hörgeschädigten Menschen.
Jedes Kind erhielt als Dank und zur Erinnerung ein T-Shirt. Der Förderverein der Schule wurde darüber hinaus mit einer Spende von 5,- € pro Schüler von der Stiftung bedacht.
Weitere materielle Unterstützung erhielt die Schule von der Körperbehinderten Schule in Leichlingen, die kostenlos mehrere Rollstühle zu Übungszwecken zur Verfügung stellte.
Alle Teilnehmer konnten sich an der Getränke-, Obst- und Gemüsebar stärken, die aus Spenden der einzelnen Klassen zusammen gekommen war.

Bereits seit 1989 werden an der GGS Witzhelden zusammen mit anderen auch behinderte Kinder unterrichtet und diese in den Schulalltag integriert.

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Eindrücke der Schüler von diesem Tag

mit den Füßen schreiben ist schwer
Vertrauensparcours
So ergeht es Schwergewichten

Anne H.:
Am Weik-Tag fand ich das Rollstuhl fahren am besten. Es gab 12 Stationen, wie zum Beispiel Rollstuhl fahren, Vertrauensparcours, einmal erleben, wenn man nicht sehen kann, und wir haben eine Frau gesehen, die nicht hören kann und deshalb eine besondere Zeichensprache machen musste. Dann gab es noch das Tandem fahren, das ich auch sehr schön fand. Dann habe ich noch erlebt, wie es ist, wenn man zu viel Gewicht hat. Da mussten wir uns sehr schwere Westen und noch andere schwere Sachen anziehen. Das fand ich zwar schwierig, aber auch irgendwie schön. In der Klasse von Frau Thier mussten wir ausprobieren mit Krücken eine Stufe hochzugehen, dann mussten wir versuchen uns hinzusetzen und im Slalom laufen. Das war für mich einfach, denn mein Vater hatte auch schon mal Krücken und mit denen gehe ich manchmal. In der Klasse 4c, also von Frau Schramm, mussten wir, da wir blind waren, einen Ball mit einer Glocke rollen. Weil wir nach dem Gehör gehen mussten, war es ziemlich schwer. Frau Nitschke hat immer einen Namen gesagt, zu dem wir den Ball rollen sollten. Ich fand die Station aber trotzdem gut.

Elisa:
An dem Tag, als die Weik-Stiftung bei uns an der Schule war, fand ich den Vertrauensparcours am schönsten. Hier ging es darum, mit einem Kind, welches einen führte, durch einen Reifen zu klettern oder über einen Kasten zu gehen. Man konnte aber auch über eine flach auf den Boden gelegte Sprossenwand gehen, und das alles mit verbundenen Augen. Der Rest, wie zum Beispiel das Rollstuhl fahren, auf Krücken laufen oder mit dem Blindenstock gehen war natürlich auch schön. Es gab auch eine Station, bei der man blind Tandem fahren konnte, das war ganz schön gruselig, da man besonders in den Kurven immer Angst hatte umzukippen. Aber es ist ja alles gut gegangen und insgesamt war der Tag sehr, sehr schön.

Yannick:
Ich fand das Tandem fahren mit Augenbrille am besten. Das war ein komisches Gefühl, wenn er sich in die Kurven gelehnt hat. Dann waren da noch die Armverletzten. Da mussten wir mit den Füßen einen Knoten in ein Seil machen - das war witzig. Dann mussten wir unseren Namen mit den Füßen schreiben – das war schwer. Dann mussten wir uns Würfel aus Stoff zuwerfen – das war cool.

Cedric:
Am Donnerstag war Weik-Tag. Dort konnte man viel machen und es gab 12 Stationen. Es war lang und die Pausen waren kurz, aber es war schön. Die schönste Station war die mit den Rollstühlen. Dort musste man mit den Rollstühlen fahren. Aber das schlimmste war das Tandem fahren. Dort musste man seinem Vordermann blind vertrauen. Mir wurde schlecht.