| Übersicht | bearbeiten | neu | beliebt | top bewertet | suchen | << zurück
 
| cSc Gedichte |
 

  • Gedanken zum Jahreswechsel

    Was wünschen wir uns für das neue Jahr

    „Gutes neues Jahr!“ „Gesundes neues Jahr!“ Der Wünsche gibt es viele. Manche sind zu Floskeln geworden, einfach so dahin gesprochen. Andere sind ehrlich und ernst gemeint. Natürlich wünschen wir unserer Familie, den Freunden, Nachbarn, Bekannten alles Gute, das Beste zum neuen Jahr. Oder doch nicht immer? Tragen wir dem einen oder anderen unseren Groll nach und wünschen ihm zwar nichts Böses, aber auch sonst nichts?

    Wer gesundheitliche Probleme hat, möchte davon wenigstens etwas weniger ins neue Jahr mitnehmen, wer von Schmerzen geplagt ist, sie wenigstens reduziert wissen. Wer im Unfrieden mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn lebt, möchte vielleicht, dass sich dies im neuen Jahr ändert. Aber wollen wir auch den ersten Schritt dazu tun? Gerade ist das Weihnachtsfest vorbei. „Frieden auf Erden und allen Menschen ein Wohlgefallen!“ Allen Menschen. Auch denen, die bei uns Vorurteile auslösen. Weil wir sie noch gar nicht kennen gelernt haben. Weil sie so anders sind. Weil sie aus einem anderen Kulturkreis kommen. Weil sie mit einem Handicap, einer Einschränkung leben müssen. Möglicherweise lohnt es sich, an diesem „Nichtkennen“ etwas zu ändern.

    Alle Asylanten wollen nur unser Geld.“ „Alle Ausländer können sich nicht anpassen.“ „Alle Dauerarbeitslosen sind faul und wollen nicht arbeiten.“ „Wer arm ist, der ist selbst schuld, warum hat er nicht vorgesorgt.“ Dabei gibt es genügend Beispiele, wie man von heute auf morgen von einem auskömmlichen, bürgerlichen Leben in bittere Armut rutschen kann.

    Wünschen wir uns und allen anderen ein auskömmliches Leben, ohne Not, ohne Hunger, mit einem warmen Dach über dem Kopf und einem Bett für jeden? Oder wünschen wir uns im neuen Jahr den Sechser im Lotto mit Zusatzzahl, um mal so richtig mit den Scheinen um uns werfen zu können? Was ist wichtig? Wo setzen wir die Prioritäten? Wo übernehmen wir Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen?

    So geht es auch mit den guten Vorsätzen. Im neuen Jahr soll alles besser werden. Wir selbst natürlich auch. Die Zigaretten und Süßigkeiten werden verbannt. Die Kilos sollen nur so purzeln. Zum Partner wollen wir jetzt liebevoller sein. Der Schlendrian ist Vergangenheit. Ab heute wird gespart. Wir leisten uns nur das, was wir auch bar bezahlen können. Aber am Ende zählt doch nur das, was wir anpacken, und nicht, was wir uns in Gedanken vornehmen. Dazu zählt auch, über den eigenen Gartenzaun zu schauen. Wem können wir etwas Gutes tun? (und nicht: Wer tut uns etwas Gutes?). Wo können wir helfen? Wem können wir mal eine Stunde Zeit schenken, ein Ohr zum Zuhören?

    Viele Gedanken. Die Antworten muss sich jeder selbst geben. Und das anpacken, was er wirklich ändern will. Die Verantwortung für unser Tun oder Lassen kann uns niemand abnehmen.
    Wünschen wir uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die guten Vorsätze auch zu verwirklichen. In diesem Sinne: „Ein gutes neues Jahr.“

    Ihr Jürgen Steinbrücker


  • Advent 2010

    Gedichte von Jürgen Steinbrücker

    Freude bereiten
    Sie hasten hier und hasten dort
    und rennen schnell von Ort zu Ort,
    um jetzt Geschenke einzukaufen,
    die Füße wund dabei zu laufen.
    Man schenkt sich gegenseitig Sachen,
    die oftmals wenig Freude machen,
    nur weil’s zur Weihnacht üblich ist,
    vermerkte längst schon der Chronist.
    Hauptsache ist, es kostet viel,
    denn niemand gern zurücksteh’n will.
    Der Laptop und die Superreise,
    Juwelen als Liebesbeweise,
    ein Meter Flachbildschirm mit allem,
    worüber Werbesprüche schallen,
    und was an Luxus wird geboten,
    bekommt oftmals die höchsten Voten.
    Doch wirklich Freude kann bereiten,
    wer neue Wege will beschreiten.
    Zumal die schlechtere Prognose
    hat immer schon der Arbeitslose,
    der Kleinrentner, der Asylant,
    nur wird er meistens nicht erkannt.
    Die Not in der Umgebung lindern,
    dies auch vor allem bei den Kindern,
    da könnte man so vieles tun,
    statt auf den Lorbeer’n auszuruh’n.
    Ein Mantel, Hose oder Kleid,
    paar neue Schuh’ zur rechten Zeit,
    ein regelmäß’ges Mittagessen,
    das wäre sicher nicht vermessen.
    Das Geld für eine Klassenfahrt
    schenkt Freude in der Gegenwart.
    Für andere backen einen Kuchen,
    den kranken Nachbarn mal besuchen,
    sich einsetzen hier für die Schwachen
    und gerne mal mit ihnen lachen.
    Geteilte Freude doppelt zählt,
    wer dies zum Fest der Liebe wählt.

    Der Weihnachtsmann
    Der Weihnachtsmann stapft durch den Wald,
    hier draußen ist es ziemlich kalt.
    Die Kälte käme sicher auch
    - wie es in vielen Ländern Brauch –
    von kalter, schlechter Politik,
    und dies nicht nur im Augenblick.
    Geschenke an Hotels, sie ließen
    - wie auch an große Pharmariesen -
    sich eigentlich nicht gut erklären,
    weil sie die kleinen Taschen leeren.
    Auch Stromkonzerne sahnen ab
    und schaufeln uns ein Euro-Grab.
    Wer viel hat, der bekommt noch mehr,
    die Politik ruft: „Bitte sehr.“
    Milliarden kriegen Banken ab,
    der Steuerzahler kommt auf Trab,
    der Weihnachtsmann ist nur entsetzt,
    Gerechtigkeit wird hier verletzt.
    Der Alte fragt dann ganz schockiert,
    wer wohl den Schaden repariert,
    der zugefügt wird unserer Welt,
    und stößt dann auf das liebe Geld.
    Der kleine Mann die Zeche zahlt
    mit seinem mickrigen Gehalt.
    Der Weihnachtsmann findet’s nicht toll,
    der Wähler hat die Nase voll.
    Wenn andere Länder pleite gehen,
    dann wird man sich nach uns umsehen,
    als Zahlmeister sind wir gefragt,
    das sei dem Weihnachtsmann geklagt.
    Wenn es dann im Gefüge kracht,
    ob weltweit oder hausgemacht,
    hilft weder hämmern oder drechseln,
    die Konsequenz heißt: auszuwechseln.

    Knecht Ruprecht
    Knecht Ruprecht hat, man höre, staune,
    den ganzen Monat gute Laune.
    Er schleppt den Sack mit vielen Gaben,
    die unsere Kinder gerne haben.
    Ist er zu schwer, nimmt er den Schlitten,
    die Elche braucht er nicht zu bitten,
    sie brennen drauf, gleich loszurennen,
    zumal sie längst den Weg schon kennen.
    Bald geht es dann von Haus zu Haus, voran der gute Nikolaus.
    Sind alle Gaben bald verteilt,
    Knecht Ruprecht schnell ins Lager eilt,
    den großen Sack erneut zu füllen,
    die Kinderwünsche flott zu stillen.
    So gibt es Freude allerorten,
    Knecht Ruprecht tut’s mit netten Worten.
    In allen Häusern brennen Lichter,
    es gibt nur fröhliche Gesichter.
    Zufrieden fährt Knecht Ruprecht dann
    schnell heimwärts auf der Schlittenbahn.
    Wenn Du’s nicht glaubst, schau aus dem Fenster,
    dann siehst Du ihn und nicht Gespenster.

    Eine frohe, besinnliche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Jürgen Steinbrücker


  • Weihnachten 2010

    Gedichte von Jürgen Steinbrücker

    Die Weihnachtsbotschaft
    Es schläft der Igel und der Bär,
    doch Schaf und Esel geh’n einher,
    gehütet von der Hirten Schar,
    sie weiden hier das ganze Jahr.
    Am Himmel leuchten klar die Sterne,
    man sieht es ja von nah und ferne.
    Die frohe Botschaft kommt hernieder
    und schallt von allen Ecken wider.
    Ob wir sie heute auch noch hören
    oder uns anderem zukehren,
    hängt von der Lautstärke nicht ab;
    was sich vor langer Zeit begab,
    ist doch auch heut’ noch aktuell!
    Doch: ist’s uns auch noch originell,
    was uns die Weihnacht will verkünden,
    den Glauben in uns neu entzünden?
    Christi Geburt soll Freude spenden
    und unsere innere Not beenden.
    Wer Gott vertraut, wird Trost erfahren
    in jungen und in späten Jahren.

    Das Weihnachtsessen
    Ich mache heut das Weihnachtsessen,
    sagt Papa Fred, vom Tun besessen.
    Er fährt zum Supermarkt, zum Bäcker,
    und denkt, das wird bestimmt ganz lecker.
    Das Kochbuch liegt schon aufgeschlagen,
    denn schließlich will er niemand fragen,
    wie’s geht und dann auch gut gelingt,
    weil dafür großes Lob ihm winkt.
    Fred rührt und schnippelt, schält und kocht,
    was er bisher noch nie vermocht,
    schiebt Braten in den Ofen rein
    und denkt: Der schmeckt bestimmt ganz fein.
    Der Nachbar Max klopft an die Tür
    und freut sich auf ein kleines Bier.
    Der Papa Fred erzählt ihm gleich:
    nach kurzer Zeit ist alles weich,
    Kartoffeln und Gemüse gar,
    der Braten auch ganz wunderbar.
    So reden sie noch lange Zeit,
    vergessen ist die Emsigkeit,
    bis plötzlich Rauch die Küche füllt,
    Freds Ehefrau ganz schrecklich brüllt.
    Weil Papa Fred alles vergessen,
    gibt’s Pizza nun als Weihnachtsessen.

    Eine frohe, besinnliche und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Jürgen Steinbrücker


  • Weihnachtsgedichte von Jürgen Steinbrücker

    Lichterglanz

    Hell erstrahlen Weihnachtsbäume,
    hegen manche alten Träume.
    Sie mit Lichterglanz zu schmücken
    würde manchen sehr beglücken.

    Sterne haben Konjunktur;
    Wollte man entdecken nur,
    welche Botschaft sie uns bringen
    , könnte man sie auch besingen.

    Licht bringt in die Dunkelheit
    oft ein Stück Glückseligkeit.
    Wenn wir Freude, Frohsinn schenken,
    wird’s ein Lächeln auf uns lenken.

    Glanz in Augen und Gesicht
    spiegelt sich vom Kerzenlicht.
    Licht für andere Menschen sein
    brächte wohl den hellsten Schein.


    Dass der Traum wird endlich wahr

    Alle Kinder werden satt,
    jeder was zu essen hat,
    warme Kleidung jetzt im Winter
    gibt es nun für alle Kinder.
    Hilf mit einer großen Schar,
    dass der Traum wird endlich wahr.

    Es steht nicht nur in den Sternen:
    Alle Kinder dürfen lernen.
    Kinderarbeit gibt es nicht,
    Bildung hat großes Gewicht.
    Hilf mit einer großen Schar,
    dass der Traum wird endlich wahr.

    Kinder können fröhlich leben,
    weil wir ihnen Liebe geben.
    Hass und Feindschaft sind vorbei,
    alle Kinder sind nun frei.
    Hilf mit einer großen Schar,
    dass der Traum wird endlich wahr.

    Spielerisch die Welt entdecken,
    sich vor anderen nicht verstecken,
    möchten Kinder Freunde finden
    und die „eine Welt“ verkünden.
    Hilf mit einer großen Schar,
    dass der Traum wird endlich wahr.

    Was man hat, mit anderen teilen,
    Zeit verschenken und verweilen,
    wo die Kinder im fremden Land
    suchen eine Freundeshand.
    Hilf mit einer großen Schar,
    dass der Traum wird endlich wahr.

    Im Kinderland sind alle gleich,
    ob hell, ob dunkel, arm und reich.
    Ausgrenzung ist nicht mehr gefragt,
    denn Toleranz ist angesagt.
    Hilf jetzt mit einer großen Schar,
    dass dieser Traum wird endlich wahr.




  • Adventsgedichte von Jürgen Steinbrücker

    Weihnachtswelt
    Wenn heut’ die Schinder dieser Welt
    die Kinder schinden ohne Geld,
    wenn Kinder hungern, darben, frieren,
    dann hat die Welt was zu verlieren.

    Wer Armut sieht und dabei prasst
    und wundert sich, wenn er verhasst,
    den fegt vielleicht ein Sturm dahin,
    denn helfen wäre ein Gewinn.

    Schon Lazarus hat uns gelehrt:
    Ein jedes Leben ist viel wert.
    Liebst du den Nächsten wie dich selbst,
    ist’s großer Lohn, den du erhältst.

    Zu Jesu Zeiten war es so:
    Ein kleines Kind lag auf dem Stroh.
    Die Herberge war nur ein Stall
    und dies sicher kein Einzelfall.

    Millionen Kindern wird verwehrt,
    was Bildung hier bei uns beschert.
    Sie kämpfen nur ums Überleben
    und würden gern nach Besserung streben.

    Es ist uns ja schon längst bekannt:
    Verschwendung in dem einen Land
    bringt Not woanders, weit entfernt.
    Wir haben nichts dazu gelernt.

    Könnten wir uns nur bescheiden
    und steten Überfluss vermeiden,
    dann würde es für alle reichen
    und manche Not könnte dann weichen.

    Wenn Diktatoren Taschen füllen,
    statt ihrer Brüder Hunger stillen,
    wenn Menschen flüchten vor dem Krieg,
    wird das für niemanden zum Sieg.

    Wir beuten unsere Erde aus,
    was kommt dabei für uns heraus?
    Die Grundlagen des Lebens schwinden,
    nur will das niemand gern verkünden.


    Dass Christus in die Welt gekommen,
    wird heute seltener vernommen.
    Erlösung wird vom Geld erwartet
    und dafür Unsinniges gestartet.

    Weihnachten lässt die Kassen klingeln,
    Weihnachtsmänner durch Kaufhäuser tingeln,
    der Maßstab ist das Umsatz-Plus,
    dass man dabei erreichen muss.

    Vielleicht macht uns die Weihnachtszeit
    für andere Gedanken bereit.
    Das größte Geschenk ist doch die Liebe –
    was wäre, wenn’s nur dabei bliebe?

    Vergessen waren alte Lehren,
    es sollte sich das Geld vermehren,
    ein jeder wollte viel Gewinn,
    vielleicht war diesmal noch mehr drin.

    So mancher kriegt den Hals nicht voll
    und spekuliert – wie ist das toll!
    Die Seifenblase platzt zum Schluss,
    weil sie ein Ende haben muss.

    Berater waren ganz versessen,
    die Ethik wurde schnell vergessen,
    es ging nur um die Provision,
    was gilt denn heut’ die Wahrheit schon?

    So wurde ganz viel Geld vernichtet,
    am Ende die Bilanz gesichtet.
    Der kleine Sparer hat verloren,
    die Banker blieben ungeschoren.

    Was Banken jetzt verspekuliert,
    bald wieder ausgeglichen wird.
    Der Staat, der stopft die Löcher schnell,
    der Steuerzahler ist zur Stell.

    Gewinn wird weiter maximiert,
    Verlust geschwind sozialisiert,
    der Dumme ist der kleine Mann,
    der nichts dagegen machen kann.

    Wollen wir wirklich was gewinnen,
    dann muss die Werteskala stimmen.
    Dem Geld rücksichtslos nachzujagen,
    bringt uns am Ende viele Fragen.

    Weihnachten ist das Fest der Liebe.
    Wenn uns nur etwas davon bliebe,
    dann hätten wir auch bald im Blick
    des Nächsten gütiges Geschick.


    Basare überall

    Basare jetzt auf Kundschaft warten,
    sie bieten viele Weihnachtskarten,
    Gebäcksorten in großer Zahl
    und Marmeladen mit viel Auswahl.

    Baumschmuck auch für jeden Geschmack,
    aus Holz Gesägtes mit buntem Lack,
    Kerzen, Gestricktes und buntes Glas
    sind im Angebot, für jeden etwas.

    Adventskränze und –Gestecke
    und dazu auch die passende Decke,
    viele bunte Beutel und Taschen
    können Basar-Besucher erhaschen.

    Eines ist dabei sicher wahr:
    Kaffee und Kuchen gehör’n zum Basar.
    Die große Auswahl Waffeln und Torten
    kann man leider daheim nicht horten.

    Leute treffen, Schwätzchen halten,
    sich an die Genüsse halten,
    eigenen Appetit gerne stillen,
    Taschen mit kleinen Geschenken füllen.

    Deshalb wünscht man den Basaren,
    dass ganz Viele dorthin fahren.
    Die Einnahmen dienen guten Zwecken:
    Dafür genügend „Kohle“ einstecken.


  • Jahresrückblick in Gedichtform von Jürgen Steinbrücker

    Die wirklichen Werte

    Vergessen waren alte Lehren,
    es sollte sich das Geld vermehren,
    ein jeder wollte viel Gewinn,
    vielleicht war diesmal noch mehr drin.

    So mancher kriegt den Hals nicht voll
    und spekuliert – wie ist das toll!
    Die Seifenblase platzt zum Schluss,
    weil sie ein Ende haben muss.

    Berater waren ganz versessen,
    die Ethik wurde schnell vergessen,
    es ging nur um die Provision,
    was gilt denn heut’ die Wahrheit schon?

    So wurde ganz viel Geld vernichtet,
    am Ende die Bilanz gesichtet.
    Der kleine Sparer hat verloren,
    die Banker blieben ungeschoren.

    Was Banken jetzt verspekuliert,
    bald wieder ausgeglichen wird.
    Der Staat, der stopft die Löcher schnell,
    der Steuerzahler ist zur Stell.

    Gewinn wird weiter maximiert,
    Verlust geschwind sozialisiert,
    der Dumme ist der kleine Mann,
    der nichts dagegen machen kann.

    Wollen wir wirklich was gewinnen,
    dann muss die Werteskala stimmen.
    Dem Geld rücksichtslos nachzujagen,
    bringt uns am Ende viele Fragen.

    Weihnachten ist das Fest der Liebe.
    Wenn uns nur etwas davon bliebe,
    dann hätten wir auch bald im Blick
    des Nächsten gütiges Geschick.


    Sehnsucht nach Frieden

    Es wird geschossen und gebombt,
    die Menschenwürde längst verkommt,
    wer Menschenrechte tritt mit Füßen
    hat schon verloren sein Gewissen.

    Ob naher Osten, Afrika,
    der Frieden ist für alle da.
    Wer hungert, um sein Leben bangt,
    in seinem Glauben daran wankt.

    Europa wird zum Friedenshort,
    doch stehen wir auch hier im Wort:
    Ein jedes Leben ist es Wert,
    dass man sich zu den Ärmsten kehrt.

    Wer mit dem Krieg Geschäfte macht,
    hat selbst den Frieden umgebracht.
    Geht es um Rohstoff, Öl und Geld,
    ist’s um den Frieden schlecht bestellt.

    Die Kriegsgewinnler aller Lagen,
    die sollte man zum Teufel jagen.
    Das Recht auf würdevolles Leben
    ist jedem Menschen mitgegeben.

    Wenn Reiche erst zu teilen wüssten,
    wenn Arme nicht mehr darben müssten,
    dann gäbe es nicht so viel Leid,
    der Frieden wäre nicht mehr weit.

    Hier Gottes Schöpfung zu erhalten
    heißt die Ressourcen gut verwalten.
    Wer Raubbau treibt, die Welt zerstört,
    der hat die Botschaft nicht gehört.

    Auch wenn wir falsche Wege gehen,
    die Friedenssehnsucht bleibt bestehen.
    Wer Menschen liebt, auch Frieden bringt,
    bevor die Welt ins Chaos sinkt.

    Die Weihnachtsbotschaft sagt uns offen:
    Frieden auf Erden – lasst uns hoffen.
    Durch Land und Stadt soll es nun hallen:
    Allen Menschen ein Wohlgefallen.


    Der verwandelte Mensch

    Der Weihnachtsmann, der denkt sich heute,
    was strahlen nur die ganzen Leute,
    die sonst griesgrämig seh’n daher,
    und dies ist anscheinend nicht schwer.

    So mancher Ton klingt freundlich jetzt,
    es wird nicht mehr so viel verletzt,
    die Freundlichkeit steckt jeden an,
    was man sonst nicht grad’ sagen kann.

    Der Chef, Kollegen sind verwandelt,
    so manches Mal wird nett verhandelt,
    die Stimmen sind gedämpft zu hören
    und niemand will den Frieden stören.

    Ob Kinder, Jugend und die Alten,
    sie lassen Rücksichtnahme walten.
    Man möchte doch zu diesem Feste
    für einen jeden nur das Beste.

    Im Traum, so scheint es, könnt’ dies stimmen,
    mag auch so manche Hoffnung glimmen.
    In Wirklichkeit ist so was selten –
    ach könnt’ es doch für immer gelten!

    Vertrauen

    Wenn wir auf kleine Kinder schauen,
    dann merken wir doch oft sehr schnell:
    Ein Kind schenkt vielen sein Vertrauen
    und denkt, die Menschen sind reell.

    Erfahrung lehrt es später dann,
    was uns schon längst bekannt gewesen:
    Nicht jedem man vertrauen kann,
    das kann man in der Zeitung lesen.

    Misstraut man jedoch allen Leuten,
    schafft das bald große Barrieren.
    Gesund ist hier ein Mittelweg,
    der uns das Richtige mag lehren.

    Ist manchmal Vorsicht schon geboten,
    so ist nicht jeder Fremde schlecht.
    Es gilt, die Wahrheit auszuloten,
    dann kommen wir ganz gut zurecht.

    Vertrauen wir dem Christuskind,
    dann sind wir auch gut aufgehoben.
    Es bringt die Botschaft ganz geschwind,
    ist lebenslang mit uns verwoben.

    Wo Glauben Zweifel überwindet,
    wo Gott den Schwachen Stärke gibt,
    da wird zur Weihnacht uns verkündet:
    dass Christus jeden Menschen liebt.



  • Frieden auf Erden

    Jürgen Steinbrücker unser ehrenamtlicher Pressemitarbeiter
    Gedicht von Jürgen Steinbrücker

    Ganz viele haben das Gefühl,
    dass niemand heute sie noch will.
    Als Arbeitskraft sind sie zu alt,
    das Arbeitsklima – es ist kalt.
    Frieden auf Erden.

    Geschätzt wird nur die Leistungskraft,
    das, was der Arbeitende schafft.
    Ist Ethik denn ein Fremdwort nur?
    Von andern Werten keine Spur?
    Frieden auf Erden.

    So mancher hat es uns gelehrt:
    Der Mensch ist oftmals nichts mehr wert.
    Für Heuschrecken ist’s Zweck und Sinn:
    Es zählt nur der Quartalsgewinn.
    Shareholder Value.

    Es werden Kriege angefacht,
    wobei der Kriegsgewinnler lacht,
    verdient er doch im Schlaf viel Geld,
    was er sich noch zugute hält.
    Frieden auf Erden.

    Ein Mensch geheim die Messer wetzt,
    ein anderer wird aufgehetzt,
    als Bombe sich in die Luft zu jagen,
    ohne nach einer Schuld zu fragen.
    Frieden auf Erden.

    Gewalt regiert schon auf den Straßen,
    das Recht hat Kinder schon verlassen,
    sie werden ausgeraubt, bestohlen
    und flüchten dann auf leisen Sohlen.
    Frieden auf Erden.

    Gott will, dass wir ganz schnell umkehren,
    dem Unrecht gegen Schwache wehren.
    Er schickt uns Freude, lässt uns hoffen:
    Die Welt ist für das Licht noch offen.
    Frieden auf Erden.

    Schon längst bekam die Finsternis
    am Horizont den ersten Riss.
    Der Stern von Bethlehem – ein Zeichen,
    mit dem wir unser Ziel erreichen.
    Frieden auf Erden.




Siehe auch:
 
Suchoptionen
 
Seiten am 3-02-2012 um 10:45:10 aktualisiert. zur Homepage