-
"Galo Barcelos" wirbt für den cSc
Text von Jürgen Steinbrücker
Schon frühzeitig hatte sich Bernhard Weik festgelegt, bei der Aktion der Stadt "Die Hähne sind los!" im Rahmen des Portugal-Jahres mitzumachen. Die Gestaltung überließ Weik der Gemeinschaftsgrundschule Brüder-Grimm an der Jahnstraße. Das hatte für ihn auch einen besonderen Grund. "Anne Widera, Leiterin der Brüder-Grimm-Schule, ihr Ehemann Elmar Widera und Annemarie Trimborn, beide vom cSc-Team, waren mit die ersten, die den "ganz normalen Tag" aus der Taufe gehoben haben", erinert sich der Organisator des cSc. Außerdem was das 100-jährige Jubiläum det Brüder-Grimm-Schule, das in diesem Jahr gefeiert wird, ein weiterer Grund für die Auswahl dieser Schule zur Gestaltung des Hahns.
Die Kinder der Klasse 3b haben unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Cornelia Nietz und mit Unterstützung der ehemaligen Kollegin Bärbel Stuckenberger am Rohling des "Galo de Barcelos" gearbeitet. Die Vorgabe war: Arbeiten nur mit den drei Farben rot, weiß, schwarz. Das Besondere: Der Hahn sollte ein Federkleid erhalten.
Überschriften von einigen Zeitungsartikeln zu den einzelnen Veranstaltungen der Weik-Stiftung wurden kopiert, vergrößert und von den Kindern so ausgeschnitten, dass "Federn" entstehen, die dann aufgeklebt wurden. Zusätzlich sind Logos des cSc und der Schule eingebaut. Der Hahn bietet dem Betrachter somit die Möglichkeit, spielerisch etwas über die Stiftung und ihre Veranstaltungen zu erfahren.
Zusätzlich mussten die Kinder dem Hahn einen Namen geben. Die Entscheidung fiel für "Simsalagrimm - ich erzähl Euch was!"
|
-
Sport und Behinderung
Text: Dipl.-Sportlehrer Harry Janke
Warum ist der Sport bzw. die Bewegung insbesondere für Menschen mit Behinderung so wichtig?
Galt noch bis vor wenigen Jahrzehnten die „Schonung“ als das oberste Prinzip
in der Betreuung behinderter Menschen, so ist heutzutage das individuell dosierte Training das Mittel der Wahl, um gesunde Funktionen zu stärken und eingeschränkte körperliche bzw. geistig-seelische Belastbarkeit zu verbessern.
Gleichgültig, um welche Art der chronischen Erkrankung bzw. Behinderung es sich handelt - die gezielte Bewegungstherapie und der Rehabilitationssport fördern die Mobilität, verbessern die soziale Kompetenz und damit die Lebensqualität. War es in der Nachkriegszeit noch der sogenannte Versehrtensport, der in seiner organisierten Form Freude und Spaß an Bewegung, Spiel und Sport vermittelte, so wächst in den vergangenen Jahrzehnten die Anzahl zivilisationsbedingter Erkrankungen bzw. deren Folgeschäden wie z. B. Diabetes mellitus, Herzinfarkt oder Schlaganfallpatienten. Die zunehmende Technisierung und Computerisierung ist nicht nur einer der Hauptursachen für die Zunahme von Stoffwechselerkrankungen, sondern auch ursächlich beteiligt an der vermehrten Entstehung orthopädisch-neurologischer Erkrankungen wie z.B. muskulären Defiziten, Haltungsschäden, Gelenkerkrankungen, Bandscheidenvorfällen sowie vorzeitigen dementiellen Ausfallerscheinungen. Selbst in der Vorbeugung, Therapie und Rehabilitation bösartiger Neubildungen (Krebs) spielt das gezielte Training eine zentrale Rolle.
Welche Effekte werden beim Sport mit „Capps“ erzielt?
Bewegung, Sport und Spiel ist ein biologisches Grundbedürfnis, das das Herz-Kreislaufsystem leistungsfähig erhält, für Stabilität in der Muskulatur und den Gelenken sorgt, Stresshormone abbaut und vorbeugend gegen grippale Infekte wirkt.
Entscheidend ist nicht allein, ob ich Sport treibe, sondern das „Wie“. Unterforderung ist ebenso schädlich wie Überforderung.
Ist ein systematisches Training über einen längeren Zeitraum durchgeführt worden und eine eingehende sportmedizinische ärztliche Untersuchung erfolgt, so können Menschen mit Behinderungen ebenso Leistungssport betreiben wie Nichtbehinderte. Im Regelfall sind es allerdings eher jüngere Teilnehmer nach Gliedmaßenamputation oder Unfällen, die in der entsprechenden „Schadensklasse“ bei Wettkämpfen an den Start gehen.
Im Deutschen Behindertensportbund (DBS) sind sämtliche Teilnehmergruppen organisiert. Während bei den Stoffwechsel- und Krebserkrankten der gesundheitliche Wert des Sports im Mittelpunkt steht und gerade durch das Gruppenerlebnis auch die Psyche gestärkt wird, steht bei den jüngeren Behinderten oft auch die Freude an der eigenen Leistung und der Wettbewerb im Mittelpunkt. Seit einigen Jahren sind die Paralympics fester Bestandteil des internationalen Leistungsvergleichs junger Menschen mit Handicap. Ebenso wie bei den Nichtbehinderten ist die Leistungsentwicklung rasant und die Spitzenathleten trainieren ebenfalls unter professionellen Bedingungen.
Integrationswert
Ganz nebenbei hat der Behindertensport einen immensen Integrationswert - Sport kennt keine Grenzen. Sport verbindet Menschen aller Altersstufen, aller sozialen Schichten, aller Kulturen und Menschen mit und ohne Behinderung.
Dies wird am 4.9.2011 in Langenfeld/Rheinland beim cSc (capp Sport cup) praktiziert - hier werden Capps (Behinderte) und No-Capps (Nichtbehinderte ) unter dem Motto „gemeinsam rollt´s“ zum 11. Male starten und sich in einem fairen Wettbewerb messen. Das cSc-Sportfest ist in dieser Art einmalig in Deutschland. Die Teilnehmer kommen auf Inlinern, Tandems, Handbike, Adaptivbike, Rollstuhl, Dreirad, Einrad und Tretroller. Das Alter der Teilnehmer beginnt bei 3 Jahren und endet um die 80 Jahre.
Dipl.-Sportlehrer Harry Janke (49) erteilt Sportunterricht u.a. an der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule „Am Brückentor“ in Langenfeld (Rhld.). Er studierte nach Abitur und Zivildienst Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln, Fachrichtung „Rehabilitation und Behindertensport“. Als hauptberuflicher und ehrenamtlicher Sportlehrer, Trainer, Kursleiter und Sporttherapeut sowie Geschäftsführer in Sporteinrichtungen sammelte er in 2 ½ Jahrzehnten Erfahrungen auf vielen Gebieten des Sports und erwarb eine Reihe von Zusatzqualifikationen. Außerdem arbeitet Harry Janke seit den 80er Jahren mit Univ.-Prof. mult. Dr. med. Dr. h. c. mult. Wildor Hollmann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln zusammen.
|
-
Die Dreidelsaison ist eröffnet
Text Jürgen Steinbrücker
Großer Andrang herrschte am Dreidelstand der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung. Kein Stadtfest und kein Internationales Kinder- und Familienfest ohne den Dreidelstand von Bernhard Weik und seinem cSc-Team. Mit dem Stadtfest ist auch die Dreidelsaison eröffnet. Auch dieses Jahr scharten sich viele Kinder und Erwachsene um den Dreidelstand, schließlich konnte man - wenn er auf die Goldkante fiel oder man mindestens 30 Sekunden Drehzeit geschafft hat – ein Exemplar davon mit nach Hause nehmen. Harri Schlicht hatte den viereckigen Dreidel (Kreisel), das auf das jüdische Lichterfest „Chanukka“ zurückgehende schöne und traditionsreiche Spielzeug, vor einigen Jahren für die Weik-Stiftung neu erfunden. Seitdem haben ihn mehrere Tausend Kinder (und auch viele Erwachsene) gewonnen. Die Beliebtheit ist vor allem bei den Kindern ungebrochen. Wer wollte, bekam auf den Handrücken einen Stempel, außerdem gab es Gummibärchen oder Gummi-Colaflaschen gratis dazu.
|
-
Mutig, anderen zu helfen
Bernhard Weik wurde das Bundesverdienstkreuz verliehen
„Selbstaufopferung ist das wirkliche Wunder, aus dem alle anderen Wunder entspringen.“ Mit diesem Zitat von Ralph Waldo Emerson begrüßte Bürgermeister und Schirmherr des cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“, Frank Schneider, das Ehepaar Elisabeth und Bernhard Weik anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Bernhard Weik, das ihm vom 1. stellv. Landrat Michael Ruppert im Auftrag des Bundespräsidenten Horst Köhler überreicht wurde. „Menschen wie Sie sind für mich persönlich die wahren Idole, Stars und Vorbilder, die mutig anderen helfen und sie unterstützen“, so der Bürgermeister.
Michael Ruppert würdigte in seiner Laudatio die zahlreichen Verdienste von Bernhard Weik. Im Hinblick auf das Projekt „Ein ganz normaler Tag“, der bereits an zahlreichen Grundschulen zur Sensibilisierung der Schüler für Menschen mit Handicap durchgeführt wurde, meinte der stellv. Landrat: „Heute ist Mittwoch und ein ganz normaler Tag.“ Er habe einen Lebenslauf von Bernhard Weik bekommen, der wie sonst selten den Begriff „Lauf“ widerspiegele. Weik habe nicht nur viel erlaufen, auf Inlinern, Schlittschuhen und zu Fuß durch die Wüste, sondern sei auch jemand, der erkennbar viel unternommen habe, auch in der Wirtschaft als selbständiger Unternehmer. „Das kostet Mut.“ Am Ende der Unternehmerlaufbahn sei Weik zu einem Stifter geworden. „Was Sie jetzt bewältigen, ist imponierend und bemerkenswert, da Sie an diejenigen gedacht haben, die manches von Hause aus nicht können, weil sie gehandicapt sind und nicht so vom Glück beschenkt wurden“, meinte Ruppert im Hinblick auf den cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ und weitere Aktivitäten der E & B Weik-Stiftung. „Ich treffe nicht so oft jemand, der diese Auszeichnung so verdient hat wie Sie.“ Bernhard Weik, der sich für die bewegenden Worte herzlich bedankte, entgegnete: „In Technik und Verkehr gibt es den Begriff der Umleitung, bei E-Mails heißt er Weiterleitung. Zwar ist die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an eine Person gebunden, ich muss sagen, Ihr (das cSc-Team) habt es alle verdient.“ Er wolle deshalb die Auszeichnung an das gesamte cSc-Team weiterleiten.
Text: Jürgen Steinbrücker.
Verleihungsurkunde. In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste verleihe ich Herrn Bernhard Weik, Langenfeld, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Berlin, den 25. August 2009. Der Bundespräsident (gez.) Horst Köhler.
|
-
Die Standortinitiative (Fernsehspot Video)
„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Schirmherr der Initiative ist der Bundespräsident. Ihr Ziel ist es, im In- und Ausland ein zeitgemäßes Deutschlandbild zu vermitteln und die Stärken des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Deutschland zu betonen. Die Kernbotschaft vom Land der Ideen umfasst ein breites Themenspektrum, das die Initiative in ihre Aktivitäten einbindet: Sie macht technologische Innovationen sichtbar, setzt kreative kulturelle und gesellschaftliche Impulse und unterstützt wissenschaftlichen Forschergeist.
Projekt der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“
Der bundesweite Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ist besonders geeignet, das Potential des Innovationsstandortes Deutschland sichtbar zu machen. Er wird seit 2006 gemeinsam mit dem Projektpartner Deutsche Bank durchgeführt. Im Rahmen dieser größten Veranstaltungsreihe Deutschlands präsentiert sich an jedem Tag im Jahr ein Unternehmen, eine Institution, eine soziale oder kulturelle Einrichtung als „Ausgewählter Ort“ der Öffentlichkeit und stellt damit neben Ideenvielfalt und Kreativität auch das Engagement der Menschen in Deutschland unter Beweis.
Weitere Informationen unter: www.land-der-ideen.de
Die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung ist zum zweiten Mal „Ausgewählter Ort“
Für den Wettbewerb „Ausgewählter Ort 2010“ sind 2.200 Bewerbungen eingegangen. Unter den „365 Orten im Land der Ideen“ ist die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung mit dem cSc-Team nach 2009 auch „Ausgewählter Ort 2010“ und wude damit zum zweiten Mal hintereinander ausgezeichnet.
Im letzten Jahr wurde die Auszeichnung für das Projekt „Der ganz normale Tag“ in den Grundschulen vorgenommen, bei dem es um die Sensibilisierung der Kinder für Menschen mit Handicap geht.
In diesem Jahr ist die Weik-Stiftung mit dem cSc-Team Jahr für die Durchführung des cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“, diesem einmaligen integrativen Sportfest für Menschen mit und ohne Handicap, Preisträger geworden. Die Preisverleihung erfolgte am 5. September durch den Repräsentanten der Deutschen Bank, Andreas Wrubel, im Beisein des cSc-Schirmherrn und Bürgermeisters der Stadt Langenfeld, Frank Schneider. und des Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes e.V., Friedhelm Julius Beucher.
Text: Marketing für Deutschland GmbH, Berlin / Jürgen Steinbrücker
|
Klicks:
35
Bewertung:
0
Stimmen:
0
| bewerten
|
|
-
Die Stiftung ist für die Zukunft gut aufgestellt
cSc:
Seit zehn Jahren gibt es das integrative Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung mit dem Namen cSc und dem Slogan „gemeinsam rollt’s“. Hier wird deutlich, dass die Gemeinsamkeit auf allen Ebenen der Begegnung und des sportlichen Wettstreits Mittelpunkt dieser Idee ist. In Langenfeld haben seit 2001 mehr als 4.000 Teilnehmer an den sportlichen Wettkämpfen teilgenommen, von 175 beim ersten cSc bis über 600. Zusätzlich wurde der cSc in München von 2001 bis 2006 veranstaltet, daran nahmen insgesamt mehr als 2.400 Sportler/innen teil.
Für den cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ wurde die Weik-Stiftung mit dem cSc-Team von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten aus mehr als 2200 Bewerbungen als „ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet.
Ein großes integratives Sportfest für Menschen mit und ohne Handicap, das in dieser Form wohl einmalig in Deutschland veranstaltet wird. Allein schon die Vielzahl der verschiedenen Räder und Rollen ist bemerkenswert: Handbike, Adaptivbike, Rollstuhl, Tandem, Fahrrad, Dreirad, Inliner, Tretroller, Einrad – dazu ein großes Programm für sehbehinderte und blinde Menschen mit Tandem fahren, geführtem Inlineskating für Blinde, Blindenschießen und Blindenschach. Teilnehmer sind Menschen mit Körperbehinderung, mit geistiger Behinderung und Gehörlose ebenso wie viele gesunde. ´
Der ganz normale Tag:
Eine große Erfolgsserie wurde für die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung auch „der ganz normale Tag“ in den bisher 15 Grundschulen. Schülerinnen und Schüler werden hier spielerisch dafür sensibilisiert, dass Menschen mit einem Handicap trotzdem fröhlich und gleichberechtigt ihr Leben gestalten können. Die Schüler/innen laufen an Krücken, fahren im Rollstuhl, erleben blinde Menschen, lassen sich mit verbundenen Augen führen. Seit 2006 haben neun Grundschulen in Langenfeld, Hilden und Monheim mit 3059 Schülerinnen und Schülern teilgenommen. Weitere Schulen sind 2010 waren es sowohl in Langenfeld als auch außerhalb der Stadtgrenzen (Hilden, Wülfrath, Witzhelden, Monheim, Velbert, Radevormwald). Bisher hat die Weik-Stiftung dafür 34.830 € aufgewendet.
Auch für den „ganz normalen Tag“ wurde die Weik-Stiftung mit dem cSc-Team von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ aus mehr als 2000 Bewerbungen als „ausgewählter Ort im Land der Ideen“ 2009 ausgezeichnet.
LVR-Schulen:
Im Jahre 2004 begann die Weik-Stiftung mit den Sponsoren-Läufen in den Schulen des Landschaftsverbandes Rheinland für Kinder und Jugendliche mit einer Körperbehinderung. Der erste Lauf fand in Leichlingen statt. An bisher 17 Schulen des Landschaftsverbandes Rheinland nahmen 3.914 Schüler/innen teil. Die erlaufene Summe beträgt bisher 134.368 €.
Die Weik-Stiftung unterstützte die Schulen bei diesen Sponsoren-Läufen mit 40.897 €.
Alle 3.914 Kinder erhielten ein cSc-T-Shirt.
Dreideln:
Eine Idee, die von Erwachsenen und Kindern gleichermaßen gerne angenommen wird, sind die Dreidel-(Kreisel)Wettbewerbe auf Stadtfesten, beim internationalen Kinder- und Familienfest und im Rahmen des cSc-Sportfestes. Hier wurden bereits mehrere Tausend Dreidel von Kindern gewonnen und eine ganze Reihe von „Dreidelmeistern“ ausgezeichnet. Der viereckige Dreidel (oder Kreisel), der schon vor Jahrhunderten von den Kindern auf dem jüdischen Lichterfest „Chanukka“ gedreht wurde, hatte auch hier schnell die Herzen der Kinder erobert.
Mozart im Internet:
Zu den weiteren Aufgaben der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung gehört auch die Förderung von jungen Interpreten der Musik Mozarts („Ich höre fast jeden Tag seine Musik“, sagt Bernhard Weik).
Die Vereine, Chöre oder Orchester werden bei Ihren Mozartkonzerten finanziell unterstützt. Die Musik Mozarts wird live mitgeschnitten und ist im Internet abzuhören. (www.mozart-w-a.de)
Tierschutz:
Tierschutz ist eine Herzensangelegenheit von Elisabeth Weik. Jeden Morgen geht ihr erster Gang in den Garten zu ihren Vögeln. Abends füttert sie regelmäßig mehrere Igel im Garten. Unterstützt werden unter anderem die Kraniche, Schreiadler, Elefanten im Zoo und Tierheime.
„Eine Stiftung soll den Stifter überdauern“, erklärt Bernhard Weik. Deshalb möchte er Vorsorge treffen, dass diese Arbeit auch durch ein homogenes cSc Helfer-Team fortgeführt wird, wenn er sie nicht mehr selbst wahrnehmen kann. „Nach dem Tod von mir und meiner Frau wird deshalb auch alles Privatvermögen, das übrig bleibt, in die Stiftung fließen.“ Mindestens ebenso wichtig wie Geld seien jedoch die Ideen der Stiftung, die Menschen begeistern und ihnen etwas schenken, woran sie sich lange erinnern. Der Stifter dankt dem ganzen cSc-Team, in dem sich jeder einzelne für die Belange behinderter Menschen einsetzt, für das bisherige, außergewöhnliche Engagement.
Mehr Informationen findet man im Internet unter www.gemeinsam-csc.de.
|
-
Doppelter Gewinn für die Weik-Stiftung
Doppelter Gewinn für die Weik-Stiftung
Bernhard Weik und sein cSc-Team werden zum zweiten Mal ausgezeichnet
„365 Orte im Land der Ideen“ – einer davon war im Jahre 2009 die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung mit ihrem cSc-Team für das Projekt „Ein ganz normaler Tag“, der in den Grundschulen stattfindet, um die Kinder für Menschen mit Handicap zu sensibilisieren.
Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler hatte die Weik-Stiftung unter mehr als 2.000 Bewerbungen ausgewählt. Sie wurde von Dieter Hadamitzky von der Deutschen Bank – die Partner der Initiative ist – im Juni 2009 ausgezeichnet. „Es ist wohl eher eine Seltenheit, dass man zwei Jahre hintereinander die Auszeichnung erhält“, hatte Bernhard Weik mit seinem cSc-Team Grund zur Freude. Denn die Weik-Stiftung wurde 2010 erneut als einer von „365 Orten im Land der Ideen“ ausgewählt. Diesmal ging es um das großartige integrative Sportfest cSc (capp Sport cup „gemeinsam rollt’s“, das 2010 sein zehnjähriges Jubiläum feiern kann. Jahr für Jahr kommen etwa 500 bis 600 Sportlerinnen mit und ohne Handicap aus der gesamten Bundesrepublik und einigen angrenzenden europäischen Ländern nach Langenfeld, um sich im fairen sportlichen Wettbewerb zu messen, Erfahrungen auszutauschen und die internationale cSc-Schlemmermeile sowie ein buntes Rahmenprogramm zu genießen. Das gilt natürlich nicht nur für die aktiven Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer, die erleben, mit welchen Geschwindigkeiten auf der 2,3 km langen Rennstrecke alles rollt: Inliner, Tandem, Fahrrad/Dreirad, Liegrad, Einrad, Tretroller, Handbike, Adaptivbike, Rolli.
Der Jubiläums-cSc findet am 5. September 2010 statt und wird zwei zusätzliche Besonderheiten aufweisen. Einmal wird die Bevölkerung aufgerufen, sich an einer „Menschenkette“ zu beteiligen, die sich an der Außenlinie der Rennstrecke platziert und den Sportlern ihre Verbundenheit und Wertschätzung signalisiert, sie anfeuert, ihnen zujubelt. Zum Zweiten wird die Ehrung der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung und des cSc-Teams ebenfalls an diesem Tag vorgenommen. „Es gibt Highlights ohne Ende, und wir können nur jedem empfehlen, sich dieses wunderbare integrative Sportfest nicht entgehen zu lassen, ob als aktiver Teilnehmer oder als Zuschauer“, sagen die Veranstalter.
Text: Jürgen Steinbrücker
|
Klicks:
34
Bewertung:
1
Stimmen:
1
| bewerten
|
|
-
Daten der Weik-Stiftung geordnet
Der Dirk kann ganz toll programmieren
Bernhard Weik hat mit seiner Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung einen umfangreichen Datenbestand. Neben tausenden Fotos aus zehn Jahren cSc und vier Jahren „Der ganz normale Tag“ in den Grundschulen sind auch andere unzählige Datensätze auf seinem Computer, der gerade neu angeschafft und von Dirk Engelhardt eingerichtet wurde. „Der Dirk kann ganz toll programmieren“, sagt begeistert Bernhard Weik, der sich freut, dass Dirk Engelhardt, der nach einem Unfall mit einer Behinderung leben muss, so zuversichtlich ist und sich dem ehrenamtlichen cSc-Team angeschlossen hat. Er leistet seinen Beitrag für den cSc „gemeinsam rollt’s“ und andere Aktivitäten der Weik-Stiftung, arbeitet in den Programmiersprachen Delphi, SQL, PHP, TYOP3, Perl.
Der große Einschnitt im Leben von Dirk Engelhardt ist jetzt gut zehn Jahre her. Der damals 33-jährige fuhr im März 2000 mit ein paar Freunden in die Schweiz zum Snowboard fahren. Am zweiten Tag erlitt er bei der Abfahrt links eine spontane Gehirnblutung. Er sackte auf der Piste zusammen und blieb dort eine Zeitlang liegen, bis ihn ein Freund fand, der den Notarzt rief. Bald darauf wurde er mit einem Hubschrauber ins nächste Krankenhaus, anschließend nach Lausanne in eine Spezialklinik geflogen und dort auch operiert. „Direkt nach dem Unfall war ich zwar ansprechbar, konnte aber selbst nicht sprechen. An die folgenden sechs Monate kann ich mich nicht erinnern“, berichtet Dirk Engelhardt. Die anfängliche Hoffnung, wieder ganz zu genesen, machte nur langsam der Erkenntnis Platz, für immer eine Behinderung zu behalten. „Ich erlebte nach dem Aufenthalt in der Rehaklinik eine schwere Phase, in der ich nicht verstand, warum es gerade mich getroffen hatte, ich war ja noch so jung.“
Ein Lichtblick war für ihn die Unterstützung durch Verwandte und Freunde, die ihm halfen, zurück ins Leben zu finden, nicht aufzugeben und wieder ein selbständiges Leben zu beginnen. „Nach diversen Reha-Aufenthalten lernte ich in Wilhelmhaven meine Frau kennen. Damit fing für mich ein neues Leben an.“ Dirk Engelhardt habe sich in den letzten Jahren stark verändert, sagen ihm viele seiner Freunde. Er sei sanfter und sensibler geworden. Über diese positive Entwicklung freuen sie sich mit ihm. Die Einschränkungen durch seine Krankheit machen sich im rechten Arm und Fuß sowie in der Sprache bemerkbar, was ihm aber die Lebensfreude nicht nimmt. „Ich bin trotzdem ein sehr glücklicher Mensch und froh, die plötzliche Krankheit überlebt zu haben, und meine Freunde sind der Meinung, dass ich jetzt viel glücklicher und zufriedener bin als vor dem Unfall“, sagt Dirk Engelhardt.
Der ehrenamtlichen Arbeit für die E & B Weik-Stiftung möchte er auch weiterhin treu bleiben. Bernhard Weik ist darüber sehr froh, hat ihm doch Dirk Engelhardt schon manches Problem lösen können. Auf der Homepage www.SoftSell-net.de von Dirk Engelhardt ist natürlich auch ein Link zum capp Sport cup.
Text: Jürgen Steinbrücker/Dirk Engelhardt
|
-
Erweiterung des Kuratoriums
Das Fundament ist bei einem Haus entscheidend für die Festigkeit; die gleiche Funktion erfüllt das Kuratorium bei einer Stiftung. Herr Jürgen Steinbrücker hat dies kurz und treffend so formuliert:
Die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung möchte Stifter-Vorstand Bernhard noch zukunftsfester machen. Mit Wirkung vom 20. Januar hat Weik das Stiftungskuratorium, dem bisher
Elisabeth Weik und Meinert Hahnemann angehörten, um sechs Personen erweitert. Hinzu kommen
Karl-Heinz Rothstein, Alexandra Sportmann, Jürgen Steinbrücker, Manfred Stuckmann, Elmar Widera und Hartmut Zerfaß.
„Ihr habt dadurch nicht mehr Arbeit als bisher“, versicherte Weik den neuen Kuratoriums- mitgliedern. „Aber wenn ich das mit dem cSc mal nicht mehr machen kann, dann soll sichergestellt sein, dass die Stiftung weiter besteht und in meinem Sinne weiterarbeitet.“ Das sieht auch so die Satzung vor. Die Hauptaufgabe des Kuratoriums ist es schließlich, „die Beachtung des Stifterwillens sicherzustellen.“
Die Beteiligten haben sich teilweise seit Jahren oder von Anbeginn für die Stiftung und deren Ziele, Menschen mit und ohne Behinderung zu sportlichen Wettbewerben zusammenzuführen und Schulkinder für Menschen mit Handicaps zu sensibilisieren, eingesetzt.
Karl-Heinz Rothstein ist der Mann für die Zahlen der Stiftung, für Buchhaltung und Bilanz.
Alexandra Sportmann leitet die Gruppe der Nachmeldungen beim cSc (capp Sport cup) und behält trotz der Hektik den Überblick.
Jürgen Steinbrücker hat vor acht Jahren die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit übernommen und den cSc mit wesentlichen Impulsen gestaltet.
|
-
Neue Kuratoriumsmitglieder
Manfred Stuckmann hat eine Reihe von cSc-Veranstaltungen als stellv. Bürgermeister eröffnet und bei den Siegerehrungen mitgewirkt.
Elmar Widera ist vor allem der Organisator der „internationalen cSc-Schlemmermeile“ und des Rahmenprogramms.
Als „Chef“ für Sicherheit und Ordnung auf der Rennstrecke hat Hartmut Zerfaß neue Akzente gesetzt.
|
-
Die Botschaft von Bernhard Weik: Setzen Sie sich ein Zeil
Dem Stifter der E & B Weik-Stiftung hat das Vorwärtsschauen geholfen.
In Lippach, einem kleinen Ort im Schwäbischen mit damals 400 Einwohnern, hat Bernhard Weik das schulische Rüstzeug bekommen, mit dem er ins Leben geschickt wurde. „Zwei bis drei Jahrgänge wurden in einer Klasse unterrichtet“, erinnert sich der Stifter der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung. In der Großfamilie war er das zwölfte von 13 Kindern. Der Tisch war nicht gerade üppig gedeckt. „Mit 15 Jahren begann ich eine Lehre als Maschinenschlosser. Da Lehrstellen nur 30 Kilometer entfernt in Oberkochen zu haben waren, bezog ich ein Zimmer und stand dann bereits – auch finanziell – auf eigenen Füßen“, berichtet Weik. Da von zuhause keine Unterstützung möglich war, musste Bernhard Weik mit 60 DM Lehrlingsvergütung (im 1. Lehrjahr) auskommen. Davon gingen 15 DM für die Miete ab. Trotzdem hatte er sich mit 16 Jahren ein Fahrrad erspart, fuhr damit am Wochenende von Oberkochen nach Lippach und benutzte es als Sportgerät.
Parallel zur Arbeit besuchte Bernhard Weik sechs Jahre / 12 Semester die Abendschule in Aalen und die Uni in Tübingen. Zweimal wöchentlich gab es nach dem neunstündigen Arbeitstag Vorlesungen, der Samstag war ebenfalls in die Fortbildung einbezogen. Abschlüsse in Maschinenbau, Elektronik und Betriebswirtschaft waren das Ergebnis dieses unbändigen Fleißes mit dem Ziel, weiterzukommen.
„Auch von ganz unten kann man sich durch Fleiß, Ausdauer, Verzicht und Disziplin beruflich weiter entwickeln“, diese Botschaft möchte Bernhard Weik anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes durch den 1. stellv. Landrat des Kreises Mettmann, Michael Ruppert vermitteln. „Ich möchte allen Mut machen, dass sie ihr Ziel erreichen können, auch wenn sie nicht privilegiert geboren wurden.“
Der berufliche Werdegang führte mit 40 Jahren zur Selbständigkeit. Bernhard Weik war bis 1999 insgesamt 48 Jahre berufstätig, davon 23 Jahre als selbständiger Unternehmer. Danach veräußerte er seinen Betrieb und seine Patente und brachte den Verkaufserlös in eine Stiftung ein. Deren Hauptaufgabe lautet: Menschen mit und ohne Handicap sollen bei einem integrativen Sportfest, dem cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“, sich im Wettkampf messen, Freude am Sport haben und einen schönen und erlebnisreichen Tag verbringen. In diesem Jahr findet ein Jubiläum statt, denn der cSc wird am ersten Septembersonntag zum 10. Male veranstaltet.
Sport ist ein wesentlicher Inhalt des Lebens von Bernhard Weik. Die längste Strecke mit dem Fahrrad führte ihn an einem Tag über 540 km von Trondheim nach Oslo. Weitere freudige Ereignisse waren die 200 km auf Rollschuhen oder der 200 km-Eisschnelllauf in 07:53 Stunden. 2009 beteiligte er sich am Deutschen Turnfest. Jedes Jahr aufs Neue legt Bernhard Weik auch das Sportabzeichen ab. Seine Botschaft nach den vielen erfolgreichen Erlebnissen lautet: „Setzen Sie sich ein Ziel, gehen Sie jeden Tag einen Schritt auf Ihr Ziel zu. Sie werden dieses Ziel mit Sicherheit erreichen. Aber nicht der Wunsch wird belohnt, sondern jeder kleine Schritt.“ Worauf es im Leben ankomme, seien nie und nimmer die Bedingungen, die wir vorfänden, sondern das Lebenswerk, das wir hinterlassen.
Text von Jürgen Steinbrücker
|
|