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| Martinus Schule |
 

  • Singen ein Lied vom Anderssein

    Die Blaukarierten Kinder spielen heute mit den Buntgemischten

    Das Grüngestreifte cSc Team freut sich nach getaner Arbeit

    Die Buntgemischten spielen mit allen Rollstuhlbesitzern
    Im Land der Blaukarierten sind alle blaukariert.
    Und wenn ein Rotgefleckter
    sich mal dort hin verirrt,
    dann rufen Blaukarierte:
    Der passt zu uns doch nicht!
    Er soll von hier verschwinden,
    der rotgefleckte Wicht!

    Im Land der Rotgefleckten sind alle rotgefleckt.
    Doch wird ein Grüngestreifter
    in diesem Land entdeckt,
    dann rufen Rotgefleckte:
    Der passt zu uns doch nicht!
    Er soll von hier verschwinden,
    der grüngestreifte Wicht!




    Im Land der Grüngestreiften
    sind alle grüngestreift.
    Doch wenn ein Blaukarierter
    so etwas nicht begreift,
    dann rufen Grüngestreifte:
    Der passt zu uns doch nicht!
    Er soll von hier verschwinden,
    der blaukarierte Wicht!


    Im Land der Buntgemischten
    sind alle buntgemischt,
    Und wenn ein Gelbgetupfter
    das bunte Land auffrischt,
    dann rufen Buntgemischte:
    Willkommen hier im Land!
    Hier kannst du mit uns leben,
    wir reichen dir die Hand !
    Text und Musik von Klaus W. Hoffmann


  • Begrüßung

    Malen und Zeichnen  mit Füßen ist nicht so leicht

    Frau Keller und Frau Ina Richert sorgen für das Wohl aller Beteiligten

    Mit Gewichtswesten über Tische und Bänke macht Spass
    Text von Jürgen Steinbrücker
    Rund 160 Grundschulkinder versammeln sich in der Turnhalle. Sie setzen sich auf den Boden. Statt des normalen Unterrichts wird die von der E & B Weik-Stiftung organisierte Veranstaltung „Ein ganz normaler Tag“ durchgeführt. „Wir haben uns riesig auf diesen Tag gefreut“, sagte Lothar Schaub, Leiter der Martinus-Grundschule in Richrath zur Begrüßung.





    Mitgestaltet wird dieser Tag vom Lehrerkollegium, 40 Vätern und Müttern und dem bewährten cSc-Team. Dabei werden die Kinder für Menschen mit einem Handicap sensibilisiert. „Ihr sollt ausprobieren, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben. Dafür haben wir acht verschiedene Stationen aufgebaut“, wendet sich Schaub an die Kinder.







    Obwohl es ein ernstes Thema sei, wünsche er allen viel Freude für diesen Tag. Zur Einstimmung singen alle Kinder das Lied vom Anderssein, mit der Gitarre von ihrem Schulleiter begleitet. Es handelt von den Blaukarierten, Rotgefleckten und Grüngestreiften, die angeblich nicht zu uns passen.


  • Tandem- Möhren und Kohlrabi

    Treppensteigen mit den Krücken ist nicht so leicht

    Herbert Jakubiak dreht mit den Kindern auf dem Tandem seine Runden

    Bernd Thiessen bietet gesunde Rohkost an
    Text von Jürgen Steinbrücker
    „Wir freuen uns, dass dieses Projekt „Ein ganz normaler Tag“ heißt“, sagt Bernhard Weik. Ein normales Leben für jeden Menschen bedeute auch, mit einer Behinderung zu leben. Wie sich das auswirkt, konnten die Schüler sehr rasch erproben: fahren mit dem Rollstuhl, Sozius mit einer Augenbinde auf dem Tandem sein, als „Beinamputierter“ mit Krücken Hindernisse überwinden, mit einem Bein über Seile hüpfen, mit den Füßen fühlen und greifen oder mit schweren Westen und Fußgewichten klettern, laufen und kriechen, mit dem Blindenstock den Weg über ein wackeliges Bohlenbrett finden.

    „Am liebsten möchten die Kinder eine halbe Stunde fahren“, erzählte Herbert Jakubiak vom ADFC, der mit einigen Kollegen die Tandems fuhr. Während einige Helfer in der Küche Gemüse und Obst putzen und klein schneiden, warten in der ersten Pause bereits viele Schüler auf die Rohkost.




    Mit der Frage „Wer hat noch keine Möhren und Kohlrabi probiert?“ sorgt Bernd Thiessen dafür, dass nicht nur Obst gegessen wird. An einer Wasserbar des KunZe kann der Durst gelöscht werden. Begeisterung und Engagement zeigen nicht nur die vielen Helfer. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei und können ihren Bewegungsdrang richtig ausleben.


  • Kräftiger Applaus der Kinder

    Susanne Winther misst die Größe der Kinder mit dem Meterstab

    Manfred Glasmacher spielt Miele und Dame und Schach

    Kenneth Seidel zeigt den Kindern die Gebärdensprache
    Die blinde Susanne Winther, Telefonistin im Rathaus, hat eine ganze Tasche voller Utensilien speziell für Blinde mitgebracht. „Man kann sie in Spezialgeschäften telefonisch bestellen“, erklärt sie. Ein Zollstock ist so ein Beispiel. Neben den Zahlen befinden sich Orientierungspunkte. Spiele wie „Mensch ärgere Dich nicht“ oder „Mühle und Dame“ haben spezielle Figuren, womit man die Unterschiede erfühlen kann.




    Auch Manfred Glasmacher ist blind. „Ich habe aber mein halbes Leben sehen können“, berichtet er und kann sich an vieles noch erinnern. Heute benutzt er ein Farberkennungsgerät, um z.B. seine Kleidung auszuwählen. „Blinde sagen auch, ich gucke.“ Lorenz, Amelie, Juliane, Bianka, Alessa schreibt Manfred Glasmacher in seine Blinden-Schreibmaschine und verteilt die Streifen an die Kinder.



    Gehörlosenlehrer Kenneth Seidel zeigt den Kindern das Alphabet der Gebärdensprache. „Jetzt zeig ich euch mal, wie mein Name aussieht“, sagt er und erklärt: „Ich spreche mit den Händen.“ Mit kräftigem Applaus bedanken sich die Kinder zum Abschluss in der Turnhalle bei Bernhard Weik, bevor es zum gemeinsamen Eintopfessen geht.


  • Auszüge aus den Anmerkungen der Schüler/innen

    Bei Mathias Milz leuchtet das cSc als Sonne über allem

    Elmar Widera führt die Kinder mit Krücken über Hindernisse

    Mit den Füßen fühlen ohne zu sehen ist komisch
    Mathias Milz: Ich finde es toll, wie behinderte Menschen ihren Tag meistern. Ich fand den Tag toll, weil andere Menschen uns klar gemacht haben, dass wir Menschen mit einer Behinderung helfen müssen. Wir sollten sie nicht auslachen oder verspotten.







    Sebastian Küpper: Ich find es nicht gut, dass Behinderte ausgeschlossen werden, darum will ich das alle gleichberechtigt werden.

    Rica Leddig: Ich habe gelernt, dass jeder anders ist. Der eine ist blind, der andere fährt im Rollstuhl. Man kann sie aber trotzdem gern haben.















    Cline Karagöz: Ich habe gelernt, dass alle Behinderten gleich normal sind. Mein Opa ist auch behindert und muss mit Krücken laufen.

    Daniel Jakob: Niemand ist normal. Ich verstehe nicht, dass sie immer geärgert werden, helft ihnen bitte.

    Laura Schumacher: Ich fand den Tag sehr toll, aber habe viel gelernt, dass es trotzdem besser ist, normal zu sein. Das Team cSc hat diese Aktion sehr schön gemacht!


  • Auszüge aus den Anmerkungen der Schüler/innen mit tollen Bildern

    Mike Schumacher fordert alle auf mitzuspielen

    Gleichgewicht auf einem Bein zu halten ist sehr schwer

    Mit den Zehen eine Schlaufe binden ist sehr schwer
    Mike Schumacher: Komm, spiel mit!











    Madonna: Für mich war es sehr beeindruckend, dass ein Blinder die Blindenschrift so schnell lesen kann und dass er ein Farbgerät hat

    Annalena Metz: Ich habe gelernt, dass man behinderten Menschen helfen sollte.

    David Ney: Vor dieser Aktion" Ein ganz normaler Tag" habe ich gedacht, es sei lustig, im Rollstuhl zu sitzen

    Marvin Trost: Dieser Tag hat mir gezeigt, das man als Behinderter kaum anders ist.

    Arawi Santhakumar: Man lernt, dass man nicht jeden auslachen darf.

    Julia Hornung: Ich habe gelernt, dass man Verletzten helfen muss, wenn sie es wollen!

    Dustin Berngen: Ich denke, dass das schlimmste beim behindert sein das hänseln ist.


  • Auszüge aus den Anmerkungen der Schüler/innen mit treffenden Bemerkungen

    Nicole Kliewer praktiziert die Integration in ihrem Bild

    Großes Vertrauen ist beim Trampelpfad notwendig

    Ein Bienenschwarm voller Rollstühle
    Nicole : Kliewer: Ich habe gelernt, dass man die Leute, die eine Behinderung haben, nicht auslachen soll, sondern ihnen helfen kann, wenn sie es wollen.















    Selinay: Freunde sind Freunde und bleiben für immer Freunde, auch wenn sie im Rollstuhl sitzen.




    MarcelZiepser: Ich fand es gut, dass ich mal erleben konnte, wie man sich fühlt, wenn man behindert ist.

    Daniel Ziepser: Mir hat es viel Spaß gemacht, mit dem Tandem zu fahren. Ich habe gelernt, dass man Behinderte nicht ausschließen sollte.







    Daniel O.M.: Mich hat es verblüfft, wie geschickt Leute sind, die schon von Geburt an im Rollstuhl sitzen.





    David Elftimovski: Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit dem Tandem zu fahren. Ich habe gelernt , dass man Behinderte nicht ausschließen soll.


  • Auszüge aus den Anmerkungen der Schüler/innen mit gelung.Sensibilisierung

    Nergis Güzel hat viele Eindrücke in ihrem Bild verarbeitet

    Gehen mit Blindenstock will gelernt sein

    Unser Fernsehstar Manfred Glasmacher
    Nergis Güzel: Aber das schlimmste ist, dass manche sich über Behinderte lustig machen. Die Information habe ich vom cSc-Tag.

    Björn Winkeler: Ich finde, dass man Blinde nicht hänseln soll . Sie sind auch Menschen.

    Markus Bader: Dieser Tag hat für mich mehr Verständnis gegenüber denen, die eine Behinderung haben, geweckt.

    Vincent Schrötter: Man soll sich nicht über die Behinderten lustig machen.

    Timo Siekmann: Es hat mich beeindruckt, dass Blinde ohne hinzuschauen Blindenschrift lesen können. Es ist schade, dass manche Menschen durch Unfälle behindert werden.

    Denise Hartmann: Leben im Rollstuhl ist bestimmt nicht cool. Man wird vielleicht gehänselt oder wohin geschoben, wo man gar nicht hin will. Oder wenn man die Blindenschrift mit "Augen zu" fühlen und dann lesen muss, wird es mir immer ganz warm ums Herz.


    Unser cSc Team freut sich sehr über die Präsents im Fernsehen beim Sender TV Düsseldorf. Manfred Glasmacher wurde bei seinen Vorführungen genau beobachtet.
    Unser cSc ist ja das Markenzeichen der ganzen Bewegung „Sport für Menschen mit Handicap“, dabei war sehr erfreulich, dass die Kinder auf 22 Zeichnungen den cSc eingebunden hatten.




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Seiten am 6-09-2010 um 15:47:20 aktualisiert. zur Homepage