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| Grundschule Am Brückentor |
 

  • Ein ganz normaler Tag am 17. Mai 2011

    Herr Weik begrüßt die Schüler

    Die

    Herr Weik an der Obstbar
    Text von Jürgen Steinbrücker

    Der "ganz normale Tag" für zwei Schulen
    Der „ganz normale Tag“ der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung in den Langenfelder Grundschulen zur Sensibilisierung der Kinder für Menschen mit einem Handicap ging mit der Brüder-Grimm-Schule bereits in die zweite Runde. Gefehlt hatte bisher nur die Städt. Gemeinschaftsgrundschule Am Brückentor. Am 17. Mai wurde der „ganz normale Tag“ nun auch dort veranstaltet. Zu Gast war außerdem das 4. Schuljahr der kath. Grundschule Don Bosco. "Damit auch dieser Jahrgang in den Genuss dieser wichtigen Veranstaltung kommt, bevor er die Schule verlässt, ließen wir diese Kinder mit dem Bus in die Schule Am Brückentor bringen“, berichtet Bernhard Weik. Zu den ca. 180 Kindern der Schule Am Brückentor kamen somit rund 60 Schüler/innen der kath. Grundschule Don Bosco hinzu. Nun konnten die Schülerinnen und Schüler beider Grundschulen ausprobieren, wie es ist, nichts zu sehen, auf Gehhilfen angewiesen zu sein, sich im Rollstuhl bewegen zu müssen und vieles mehr. Und sie lernten, welche Hilfsmittel blinde und stark sehbehinderte Menschen zur Verfügung haben oder wie sich gehörlose Menschen mit der Gebärdensprache verständigen können.
    „Bisher erreichte unser cSc-Team mit dem ganz normalen Tag 2.379 Grundschulkinder“, hatte Weik ausgerechnet. Alle vier Jahre sollte nach den Vorstellungen des Stifters und Organisators Bernhard Weik das cSc-Team die einzelnen Grundschulen besuchen, „damit keine Schüler ausgelassen werden“.

    Rekordverdächtig
    An diesem "ganz normalen" Tag fuhren die vier ADFC-Tandempiloten Herbert Jakubiak, Christian Doll, Karl Markofsky und Jo Ruppel insgesamt 240 Schüler/innen der Brückentor- und Don Bosco Grundschule eine Runde auf dem Tandem. Die Schüler/innen wollten probieren, wie es sich auf dem Tandem als „Blinder“ anfühlt und hatten deshalb eine Augenmaske. Herbert Jakubiak hatte die Strecke mit 800 m angegeben, so dass insgesamt 192 km zusammen kamen, für jeden der Tandempiloten waren dies 48 km im Kurzstreckenverkehr.
    Auch bei diesem „ganz normalen Tag“, der Sensibilisierung von Schulkindern für Menschen mit Handicap, spendete Siegfried Schultk mit seinem Obst- und Gemüsehandel erneut die nötige Vitaminzufuhr für die Kinder. 15 kg Äpfel, 75 Mandarinen, 75 Bananen, 15 Gurken, 24 Kohlrabi und 6 kg Karotten wurden von Helfern klein geschnitten, um zwischendurch verzehrt zu werden.


  • Bericht und Brückentorlied

    Herr Glasmacher hat viel zu erklären

    Rollstuhlfahren in der Turnhalle

    eine Runde auf dem Tandem
    Bericht von Sarah Albrecht, Klasse 3/4c

    Heute war Her Weik mit seinem Verein für Behinderte in unserer Schule. Außer unserer Schule hat er, sein Verein und helfende Eltern auch zwei Klassen von einer anderen Schule gezeigt, wie es ist, geh- oder sehbehindert zu sein und dass man Behinderten lieber helfen soll, statt sie zu hänseln, ärgern oder auszulachen.
    Wir Kinder und einige Lehrer konnten mit Hilfe von verschiedenen Stationen und Behinderten sehen und fühlen, wie schwer es ist, mit einer Behinderung zu leben. Bei den Stationen für Sehbehinderte sollten wir Kinder uns mit Helm und verbundenen Augen hinten auf ein Tandem setzen. Vorne saß einer vom Verein und fuhr mit dem Kind oder einer Lehrerin eine große Runde auf der Straße. Das war komisch und ungewohnt, weil man nicht sah, wo man hin fuhr. Es waren aber auch noch Stationen da, wo man gehen, fühlen, ertasten, hören oder werfen musste. Alles mit Augenbinden, also blind. Auch eine blinde Frau und ein blinder Mann waren dort. Sie haben uns viel erklärt, wie man als Blinder im Alltag zurechtkommt. Wir haben auch unseren Namen in Blindenschrift bekommen. Die Beiden haben uns auch eine Geschichte in Blindenschrift vorgelesen. Die Uhr von der blinden Frau und vom blinden Mann hat auf Knopfdruck die aktuelle Uhrzeit gesagt. Das gleiche mit dem Handy. Es sagte immer, wer zuletzt angerufen hat oder welche Taste man drückt. Das fand ich cool. Kommen wir nun zu den Stationen für Gehbehinderte. Die waren in der Turnhalle. Dort haben wir gelernt, mit Gehhilfen Treppen rauf und runter zu gehen, uns hinzusetzen und mit einem Rollstuhl zu fahren. Das war schwerer, als man denkt. An einer Station haben wir gelernt, mit den Füßen zu schreiben, werfen und Knoten in Seile zu machen. An einer Station bekamen wir an Fuß- und Handgelenken Sandsäcke gebunden, und wir sollten eine Weste mit Sand gefüllt anziehen und einen Parcours laufen. Hier sollten wir erleben, als Übergewichtiger zu leben. Herr Weik spendierte uns Kindern aber auch noch ein reichhaltiges Buffet. Das war ein erlebnisreicher Tag.

    Brückentorlied
    Unsere Hände sollen eine starke Brücke sein,
    haltet fest die Hände und sie stürzt nicht ein-
    Wenn auch Stürme weh’n, uns kann wirklich nichts gescheh’n,
    wenn wir Hand in Hand zusammen steh’n.
    Deine Hand ist breit, meine Hand ist schmal,
    deine Hand ist anders, wie ist doch egal.
    Deine Hand ist schwarz, meine Hand ist hell.
    Warum wir die Hände geben, merken wir ganz schnell.
    Unsere Hände sollen eine starke Brücke sein,
    haltet fest die Hände und sie stürzt nicht ein-
    Wenn auch Stürme weh’n, uns kann wirklich nichts gescheh’n,
    wenn wir Hand in Hand zusammen steh’n.
    Hand in Hand zu steh’n, ist für uns ein Glück.
    Drückst du mir die Hände, drück´ ich gleich zurück.
    Steh’n wir Hand in Hand, egal, wie du auch heißt,
    verbindet uns ein festes Band, das niemals mehr zerreißt.
    Unsere Hände sollen eine starke Brücke sein,
    haltet fest die Hände und sie stürzt nicht ein-
    Wenn auch Stürme weh’n, uns kann wirklich nichts gescheh’n,
    wenn wir Hand in Hand zusammen steh’n.
    Jeder wird zum Stein der die Brücke hält,
    so führt die starke Brücke von dir bis in die Welt.
    Keiner ist zu schwach, keiner ist zu klein,
    für unsre Brücke wird ein jeder grade richtig sein
    Unsere Hände sollen eine starke Brücke sein,
    haltet fest die Hände und sie stürzt nicht ein-
    Wenn auch Stürme weh’n, uns kann wirklich nichts gescheh’n,
    wenn wir Hand in Hand zusammen steh’n.





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