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Ein ganz normaler Tag am 6. Juli 2010
Text von Jürgen Steinbrücker
Beim „ganz normalen Tag“ der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung sangen die über 200 Kinder mit großer Freude das „Lied vom Anderssein“ und zwar alle Strophen, ob von den Blaukarierten, den Rot-, Grün- oder Buntkarierten und begleitet von Konrektorin Anke Weber auf der Gitarre. Norbert Wellmann dankte den vielen Eltern, den Kolleginnen und dem cSc-Team, die Stunden über Stunden zusammen gesessen hätten, um das alles hinzubekommen.
Dann bildeten die Schüler eine Menschenkette auf dem Schulhof, eine Probe für die cSc-Menschenkette am 5. September rund um den Freizeitpark, bei der möglichst 2.500 Personen den Sportlerinnen und Sportlern ihre „ihre Verbundenheit und Wertschätzung zeigen sollen“.
Die Blinden Manfred Glasmacher und Susi Winther hatten am laufenden Band zu tun, um den Kindern die Hilfsmittel für Blinde und die Blindenschrift zu erklären. Mit Christian Döll, Herbert Jakubiak, Horst Seidenstecker und Karl Markofsky waren gleich vier Piloten mit Tandems unterwegs, um die Kinder mit Augenklappe die ca. 600 m lange Strecke zu fahren. Annalena (10): „Man hat nichts gesehen, es hat sich lustig angefühlt.“ Laura und Isabella meinten: „Am Anfang habe ich ein bisschen Angst gehabt, aber dann war es schön.“ Engagiert waren die Kinder auch an den vielen anderen Stationen, um selbst zu erleben, wie es sein könnte, mit einem Handicap zu leben: gehbehindert, blind, hörbehindert, als Rollstuhlfahrer oder am Arm verletzt.
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Fröbelschule mit integrativen Klassen
Text: Jürgen Steinbrücker
Die psychomotorische Bewegungswerkstatt gleicht Entwicklungsdefizite aus.
Die 217 Schülerinnen und Schüler in den neun Klassen der Friedrich-Fröbel-Gemeinschaftsgrundschule kennen sich in einem Punkt schon gut aus. Kinder mit Handicap werden in sechs der neun Klassen mit den anderen Kindern zusammen unterrichtet. Insgesamt unterrichten dort 14 Lehrer, davon drei Sonderschullehrer und eine Lehramtsanwärterin. „Wir haben die Bewegung in den Mittelpunkt unserer Schule gestellt und eine psychomotorische Bewegungswerkstatt aufgebaut“, berichtet Silke Gerlach vom Lehrerkollegium. Kinder mit Defiziten in den Bewegungsabläufen und der Koordination, die sich nicht altersgemäß entwickelt haben, können diese Defizite in der Bewegungswerkstatt teilweise ausgleichen. „Heutzutage sammeln viele Kinder immer weniger Bewegungserfahrung“, wissen die Lehrkräfte. Weil die Kinder von Anfang an Kontakt mit behinderten Kindern haben, wird dieses zusammen leben und zusammen lernen im Schulalltag zur Selbstverständlichkeit. „Bei uns darf jedes Kind so sein, wie es ist“, betont Silke Gerlach.
Schulrektor Norbert Wellmann, seit 2002 Rektor der Friedrich-Fröbel-Schule, konnte bereits in seiner Zeit als Konrektor in der Grundschule am Götscher Weg Erfahrung mit integrativen Klassen sammeln. „Grundschullehrer ist ein wunderschöner Beruf“, erklärt Wellmann. Die mehr als 20 gehandicapten Schüler (körper-, seh-, hör- und geistig behindert) sind Teil der Regelklassen und bekommen gemäß ihrer Handicaps die (zusätzliche) Förderung, die sie brauchen, wie z.B. Sichtgeräte für sehbehinderte Kinder oder Mikrofonanlagen für hörbehinderte Schüler.
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