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Ein Hauch von Formel 1
Knisternde Spannung liegt über dem Rundkurs um den Langforter Freizeitpark in Langenfeld. Es ist wieder cSc, der capped Sports cup, die Veranstaltung für alles, was Rollen hat, und für Menschen mit und ohne Behinderung (capps and no-capps). Sie findet bereits zum zehnten Male statt, und zum ersten runden Jubiläum haben sich besonders viele Sportler eingefunden, ihre Kräfte im gemeinsamen Wettstreit zu messen. Gemeinsam rollt's. Das Motto des cSc trifft es.
Das Warm-up ist beendet und Liegeräder, Handbiker und Tandems nehmen Aufstellung für den 90+X Wettkampf, bei dem in 90 Minuten möglichst viele Runden zu absolvieren sind. Doch etwas ist anders in diesem Jubiläumsjahr. Vor das Feld setzt sich der Initiator des Wettbewerbs und Kopf der Stiftung cSc – Gemeinsam rollts, Bernhard Weik, in einem Kabinenliegerad. Gefolgt von mehreren Tandems, einem Kamerateam im Cabrio und einem Polizei-Motorrad, führt er um 13:00 den Tross der Wettkämpfer an, die zusätzlich noch von Tretrollern und Einrädern eingerahmt werden. Als Zeichen der Verbundenheit von Zuschauern und Aktiven, von capps und no-capps, steht eine Menschenkette, teils in Zweier- und Dreierreihen, am Streckenrand und winkt den Aktiven zu. Auf diese Weise wird die 2,3 Kilometer lange Wettkampfrunde abgenommen, ehe die Führungsfahrzeuge ausscheren und die Strecke für den Wettkampf frei geben.
Die Spannung entlädt sich hundertfach über Arm- und Beinmuskeln in die Pedale. Es hat etwas von einem Formel 1-Rennen, wie die Teilnehmer die lange Startgerade entlang schießen. Die Zuschauer, die unmittelbar an der Strecke stehen, empfinden die Rasanz der zum Teil liebevoll gestalteten, muskelbetriebenen Gefährte ähnlich der von PS-starken Boliden. Nur dass hier statt ohrenbetäubendem Motorenlärm und Benzingestank das hektische Surren der Fahrradketten und der Geruch eines wunderbaren Spätsommertages über der Szenerie liegen. Genau diese Mischung macht das Rennen für Aktive wie Beobachter so attraktiv.
Es bildet sich zunächst eine Spitzengruppe aus mehreren Liegerädern, die das anfängliche Rundentempo knapp unter 3 Minuten kontinuierlich steigert. Wie schnell das ist, bekommt ein Zuschauer zu spüren, der beim Überqueren der Rennstrecke die Entfernung der heranbrausenden Räder falsch einschätzt. Doch die aufmerksamen Athleten haben ein wachsames Auge und brüllen Alarm, als sie das drohende Hindernis auf der Strecke aus der Distanz sehen. Der Zuschauer konnte sich mit einem behenden Satz kollisionsfrei auf die andere Streckenseite retten. Noch mal gut gegangen.
Als nach einer Stunde 19 Runden absolviert sind, liegt der Schnitt bereits bei 2:54 Minuten. Zu dem Zeitpunkt besteht die Spitze aus nur noch zwei Fahrern. David Linke und Bernhard Böhler bleiben auch für den Rest des Rennens beieinander. Die Geschwindigkeit haben sie mittlerweile auf 2:45 Minuten gesteigert. Die Entscheidung muss also nach 29 Runden im Schlussspurt fallen. Hierbei hat der 9 Jahre ältere Böhler dann knapp die Nase vorn und gewinnt mit einem hauchdünnen Vorsprung von 33 hundertstel Sekunden. Dritter wird Gert-Jan Wijers aus den Niederlanden.
Bei den Handbikern fiel der Rennverlauf anders, aber nicht weniger imposant aus. Jean-Francois Deberg aus Belgien von den Rolling-Lions hatte sich früh von den anderen Handbikern abgesetzt und zog einsam seine Runden. Er siegte nach 24 absolvierten Parkumrundungen souverän mit einer Runde Vorsprung vor Jörg Pieper vom Team Sopur aus Nenndorf. Eine Minute später wurde es beim Kampf um die Bronze-Medaille noch einmal spannend. Den konnte Frank Wirth vom Team Rehability schließlich in einem packenden Zweikampf gegen Michael Fromm mit einer Sekunde Vorsprung für sich entscheiden.
Nicht unerwähnt bleiben sollen die beiden Damen im Handbiker-Feld. Lily Anggreny und Maria Draser mischten durchaus munter mit und kamen mit 17 bzw. 13 Runden noch lange nicht als letzte ins Ziel.
Bezogen auf die Geschwindigkeit liegen die Tandems zwischen den Liegerädern und Handbikern. Ein packendes Duell lieferten sich hier das gemischte Team Christian Schübler / Corinna Kurtz mit den beiden Männern Hans Martin Kissing und Roland Hoffmann. Bis zur Schlussgeraden war völlig offen, wer hier das Vorderrad zuerst über die Ziellinie schieben würde. Doch im Schlussspurt setzten sich die beiden Männer dann doch die Winzigkeit von knapp zwei Sekunden ab.
Gleichgültig, ob Podestplatz oder nicht, alle Athleten haben sich den Respekt und den Applaus der Zuschauer mehr als verdient. Willenskraft, aber auch Spaß an der Freud waren spürbar. Solange dieser Funke überspringt, wird der cSc noch viele weitere runde Jubiläen feiern.
Text von Peter Löhr
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Das große Jubiläum mit vielen Highlights
Das cSc-Team der Weik-Stiftung bereitete über 500 Sportlern ein großartiges Erlebnis
Geschwindigkeit – Gemeinsamkeit – Geselligkeit bilden die Grundlagen eines jeden cSc.
Und dazu kommt das Motto „gemeinsam rollt’s“, das nun seit zehn Jahren verwirklicht wurde. Was macht den cSc für viele Sportlerinnen und Sportler so anziehend? Eine Teilnehmerin beschreibt dies so: „Es ist die Atmosphäre, das Familiäre, die Freundlichkeit, die Offenheit, die Gemütlichkeit – einfach das Gefühl, welches sich bei jedem einstellt, der anwesend ist – egal ob als aktiver Sportler oder als Beifall spendender Besucher. Worte sind hier ähnlich aussagekräftig, als versuche man, das Gefühl „Liebe“ zu beschreiben“.
Der Jubiläums-cSc, das großartige Sportfest der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung für Menschen mit und ohne Handicap, lebt aber vor allem vom ehrenamtlichen Engagement. „Unser cSc-Team ist das wichtigste Pfund, um jedes Jahr dieses Sportfest durchzuführen. Ohne dieses Team mit mehr als 100 Helfern wäre diese Mammutveranstaltung nicht zu schultern“, lobt Bernhard Weik, Stifter, Veranstalter und Organisator des cSc seine Mannschaft. So war es auch am 5. September, dem 10. cSc (capp Sport cup), das bei strahlendem Sonnenwetter stattfinden konnte.
Die Eröffnung des 10. (Jubiläums-) cSc
„Ob im Jahr 2001, als an dieser Stelle die erste Rolle und der erste Reifen den Asphalt auf dem Kurs rund um den Freizeitpark berührten, alle Beteiligten schon geahnt hatten, dass wir neun Jahre später an dieser Stelle bereits die zehnte Veranstaltung in Folge feiern dürfen, kann man aus heutiger Sicht wohl nicht mehr beantworten“, resümierte zur Eröffnung Dieter Braschoss, stellv. Bürgermeister von Langenfeld. Aber viele hätten es sich schon damals gewünscht. „Die Tatsache, dass der capp Sport cup heute diesen runden Geburtstag feiern kann, ist für mich eine besondere Freude…“ Pünktlich nach dem „Fahrplan“ war es dann fast so weit. Bernhard Weik dankte Sportlern und Zuschauern dafür, dass sie die schönste Sonne mitgebracht haben und für ihre Treue zum cSc. „Jetzt können wir weiter machen.“ Er wünschte guten Start, den er für den 1. Lauf kurze Zeit später einläutete.
Der Schirmherr des cSc
Seit dem 1. cSc vor zehn Jahren ist es Tradition in Langenfeld, dass der jeweilige Bürgermeister die Schirmherrschaft für die cSc-Veranstaltungen übernommen hat. Diese Unterstützung hat mit dazu beigetragen, dass sich die Bevölkerung Langenfelds immer mehr mit den Zielen des cSc identifiziert.
Nach neun Jahren Schirmherrschaft durch Magnus Staehler hat diese Aufgabe jetzt Frank Schneider übernommen. So sind die E & B Weik-Stiftung und das cSc-Team weiterhin gewiss, einen großen Fürsprecher im Rathaus zu haben. Frank Schneider: „Der cSc bereichert sowohl das sportliche als auch das gesellschaftliche Leben unserer Stadt. Darüber hinaus macht er mit seinen positiven Schlagzeilen im Sinne der Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft Langenfeld weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.“ In seinem Grußwort betont der Schirmherr: „10 Jahre cSc, dass bedeutet 10 Jahre im Zeichen des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Stadt.“
Der cSc wird immer vielseitiger
Alles was rollt, trifft sich jedes Jahr wieder am ersten Septembersonntag in Langenfeld, wo sich auf der 2,3 km langen Strecke rund um den Freizeitpark ein grandioser, fairer Wettbewerb abspielt. „Auch wenn die Freude und der Spaß am sportlichen Wettbewerb steht, darf man nicht dem Irrtum verfallen, dass es sich um kurzweilige Vergleiche der Sportler handelt; einige der Rennen werden sogar im Rahmen von überregionalen Meisterschaften ausgetragen“, betont Bernhard Weik. 2010 war dies bei den Tretrollern die Wertung der Deutschen Meisterschaft und das Finale des Deutschen Tretroller-Cup, der WSC Westdeutsche Speedscating.
Cup und NHC (National Handbike Circuit Germany)
„Wir starten mit 60 bis 70 Tretrollern, darunter sind die besten Deutschen und auch ein Niederländer“, wies ein Sportler auf das steigende Interesse dieser Gruppe hin.
Die Vielseitigkeit der „rollenden Fahruntersätze“ dürfte beim cSc einmalig sein. Waren es zu Beginn vor allem Tandem, Handbike / Adaptivbike / Rolli und Inliner, sind im Laufe der Jahre das Liegerad, Dreirad/Fa, Tretroller mit Luftbereifung und das Einrad hinzugekommen.
Text: Jürgen Steinbrücker
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Die Rennen und die Menschenkette
Für jedes Tempo gibt es Rennen
Vier Rennen werden gefahren. Es beginnt mit dem beliebten Familien-/Freizeitlauf auf Inlinern für jedermann (und jedefrau) in allen Altersklassen, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, blinde und sehbehinderte Sportler, Menschen mit geistiger Behinderung oder Gehörlose, gesunde und gehandicapte Freizeitsportler.
Stifter und Organisator Bernhard Weik prägte für die Sportler die Begriffe „Capps“ (von gehandicapt = behindert) und „No-Capps“. „Die Unterschiede sind jedoch geringer, als manche meinen, dafür verbindet sie die gemeinsame Freude am Sport und am Mitmachen.“
Im ersten Lauf – dem Jedermann- (Jedefrau-) Familien- und Freizeitlauf – um 10:30 Uhr starteten wie gewohnt die gemütlichen Inlineskater über 40 Minuten, jeder konnte sich sein Tempo aussuchen und auch vorzeitig beenden, die Anzahl der Runden wählen. Da gab es die „Waldzwerge“ des Waldkindergartens mit ihren Familien, viele andere Kinder und Jugendliche mit ihren Angehörigen, auch Einzelläufer, und das Alter fängt bei etwa drei Jahren an und hört Ende siebzig auf. Schüler aus Förderschulen mit geistiger Behinderung oder Mitarbeiter-
/innen aus den WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH sind ebenfalls dabei.
Im zweiten Rennen um 11:30 Uhr starteten die gemütlichen Radtandems und Handbikes / Adaptivbikes, Rollis, Tretroller, Einrad und Dreirad, ebenfalls über 40 Minuten. Die Vielseitigkeit der Fahrzeuge kommt vor allem hier zur Geltung.
Die Menschenkette zum 10. cSc
Das dritte Rennen unterschied sich durch ein wesentliches Element von den bisherigen cSc-Veranstaltungen.
Bernhard Weik hatte die Idee: Eine Menschenkette rund um die 2,3 km lange Rennstrecke sollte den Sportlern signalisieren: „Wir stehen zu Euch!“ Christiane Fischer vom cSc-Team hat diese Idee in folgende Worte gefasst: „Die Teilnehmer der Menschenkette zeigen durch ihre Anwesenheit die Verbundenheit und Wertschätzung mit den Capps und No-Capps.“ Damit hat dieser Idee von, beim 10. cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“ eine Menschenkette Ausdruck verliehen und ihren Sinn verdeutlicht. Monatelang hatte Weik für seine Idee gekämpft, viele Menschen persönlich angesprochen, tausende Postkarten verteilt und Plakate und Transparente aufgehängt. „Am Ende wusste fast jeder Bescheid, was es mit der Menschenkette auf sich hat.“ Verbindende Elemente sollten mitgebracht werden: Schals, Gürtel, Tücher, Kordel, Seil, Reifen – alles, woran man sich festhalten kann. Ganze Schulen, Schulklassen, Gruppen und Vereine machten dabei mit. Geübt hatte vorher schon mal die Brüder-Grimm-Gemeinschaftsgrundschule auf dem Marktplatz rund um die Fontänen – die Fotos gingen durch die Presse. Manfred Stuckmann als „Moderator der Menschenkette“ konnte in seiner lockeren Art einmal mehr beweisen, dass ihm auch eine große Anzahl Teilnehmer gerne zuhört.
Die Ehrenrunde zu Beginn des dritten Rennens
Schnelle Renntandems, Liegeräder und Handbikes beherrschten dieses Rennen. Die erste Runde wurde mit verhaltenem Tempo gefahren. Vorneweg Bernhard Weik im Cabbike, einem verkleideten Liegerad, das Manfred Stuckmann organisiert hatte. Dann folgten auf dem Tandem – von ADFC-Piloten gefahren – als Soziusse der Bürgermeister der Stadt Langenfeld und Schirmherr des cSc Frank Schneider, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, das Mitglied des Landtags Hans-Dieter Clauser, die blinde Susanne Winther, cSc-Teammitglied und Vorsitzende der Weißen Speiche Langenfeld, und der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher.
In einem Saab-Cabrio des Autohauses Gierten hatte eines der Kamera-Teams vom VHS-Videokreis Langenfeld unter der Leitung von Max Heribert Gierlichs Platz genommen, um die Sportler und die Menschenkette zu filmen. Weitere Teams standen an der Strecke, um die cSc-Schlemmermeile und das Rahmenprogramm sowie weitere Aktivitäten zu filmen. Hinter dem Aufnahmeteam fuhren zwei Polizeikräder, gaben das Tempo für die nachfolgenden Sportler/innen vor.
Kaum waren die ersten nach dieser „Ehrenrunde“ wieder am Start-/Zielpunkt angelangt, ging das Rennen richtig zur Sache. Jetzt waren die Sportler unter sich, gaben sich ganz dem Wettbewerb hin. Denn nun ging es um die Anzahl der Runden und die Zeit, in der sie geschafft wurden.
Die schnellen Rennen fanden am Nachmittag statt
Was Geschwindigkeit bedeutet, zeigten nicht nur die bereits erwähnten Renntandems, Liegeräder und die schnellen Handbikes. Ein besonderes Erlebnis ist auch das 4. Rennen mit den Speedskatern. „Sie fahren in der Regel in Gruppen, um den Windschatten zu nutzen“, erzählt der Veranstalter und Organisator Weik.
Die jeweils fünf schnellsten bei den Frauen und Männern wurden dann auch besonders geehrt.
Text: Jürgen Steinbrücker
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Integration wird ganz groß geschrieben
Blinde und Sehbehinderte haben beim cSc einen besonderen Platz
„Schon frühzeitig war es mein Wunsch, blinde und sehbehinderte Menschen in den cSc einzubeziehen“, sagte Bernhard Weik und machte dies auch sehr bald war. Seitdem freut er sich mit seinem cSc-Team, dass immer mehr blinde und sehbehinderte Sportler und Schachspieler sich in den cSc einbringen. Waren es in den ersten Jahren des cSc erst mal Einzelne, die auf Inlinern geführt wurden, so wurde dieses Programm immer mehr erweitert. Im Jahre 2006 setzten sich Schüler/innen der Schach AG des Konrad-Adenauer-Gymnasiums
erstmals unter Leitung von Kersten Linke mit blinden und sehbehinderten Schachspielern zusammen, um gegeneinander zu spielen. Ungewohnt waren die besonderen Schachbretter der Blinden Teilnehmer und das
gegenseitige Ansagen der Züge, aber nur kurze Zeit. Es ergaben sich sehr schnell freundschaftliche Beziehungen zu einer Blinden- und Sehbehinderten-Schachgruppe aus Köln, in der auch Mitglieder vom
Niederrhein dabei sind. Anstatt Berührungsängsten gab es auf beiden Seiten positive Aussagen. „Die Schüler stellen die Art von Fragen, die sich andere nie zu stellen trauen“, sagte zum Beispiel Josef Esser, Träger des Bundesverdienstkreuzes, beim cSc 2008.
Josef Esser vom Blinden- und Sehbehindertenverein Köln/Bonn („Ich kenne Herrn Weik schon über zehn Jahre“) meinte, sie hätten Spaß und wären immer dabei. Bei der Tandem-Runde habe er das älteste Tandem vermutet, er sei knapp 67, Herbert Jakubiak, sein Pilot, 78, macht zusammen 145 Jahre. Elias Olbertz (15)
hat gegen Esser blind gespielt. „Es geht ganz gut“, meinte er, entweder muss man die Figuren fühlen oder sich das ganze Brett im Kopf vorstellen.“ Josef Esser erinnert sich: „Elias hat mich vor zwei Jahren geputzt.“
Nicht nur Schach, sondern auch Tandem und akustisches Schießen
Die Piloten des ADFC standen auch diesmal bereit. Jeder blinde oder sehbehinderte Schachspieler bekam das Angebot, eine Runde mit dem Tandem zu fahren.
Im Schützenheim des Langenfelder Schützenvereins von 1834, direkt an der Schlemmermeile, gab es für blinde und sehbehinderte Schützen und jeden anderen Besucher wie auch für die Gruppe der blinden Schachspieler eine weitere Attraktion: akustisches Schießen nach Gehör. Schießsportleiter Heinz Müller und Dirk Schäfer von der Richrather Schützenbruderschaft erklärten dies so: „Man setzt sich Kopfhörer auf und achtet dann auf den Signal-Ton. Wenn er die höchste Stelle erreicht hat, trifft man die zehn.“ Eine Besucherin probiert es aus und findet: „Das ist ganz schön schwierig.“ Heinz Müller hat mit allen viel Geduld. „Man muss das Gewehr gegen die Schulter drücken. Und dann braucht man eine ganz ruhige Hand.“ Schießen nach Gehör - ein Erlebnis, das jeder Besucher des cSc einmal ausprobieren sollte. Doch gilt auch hier: „Übung macht den Meister.“ Der Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper mit seinem Vorsitzenden Heinz van Well übt regelmäßig auf dem Richrather Schießstand.
Rolling Angels führten blinde und sehbehinderte Inlineskater
Zu ihnen gehört auch Zoran Maslovaric. „Wir haben eine Gruppe der Freizeitskater gegründet, aus der dann vor drei Jahren die zur SGL zählenden Rolling Angels hervorgegangen sind.“ Am Sonntag werden gemeinsame Skater-Touren unternommen, ca. 20 km weit, und einmal jährlich eine Mehrtagestour.
Als 2009 Bernhard Weik Begleitläufer für blinde und sehbehinderte Inlineskater gesucht wurden, meldete sich Alfred Hentschel und mit ihm die ganze Gruppe der Rolling Angels. „Wir haben dann an einigen Sonntagen das Führen auf dem Parkplatz eines Gartencenters paarweise trainiert. Einer hatte die Augen verbunden, einer geführt, erzählt Alfred Hentschel. „Da konnte dann erstmals eine ganze Gruppe blinder und sehbehinderter Inlineskater aus Nürnberg das Dahin-gleiten erleben“, freute sich Weik. Inzwischen fühlen sich
die Rolling Angels voll in das cSc-Team integriert. Zoran Maslovaric hat es selbst ausprobiert, „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, man schwebt wie auf Wolken.“ Seine Frau Gisela Maslovaric hat mit Ursula Gütter eine blinde Skaterin geführt. „Eine ist vorgefahren, um die Strecke abzusichern, eine hat die Skaterin an die Hand genommen. Wir sind sehr flott gefahren.“ Man übernimmt viel Verantwortung, sind die Begleitläufer überzeugt.
Text: Jürgen Steinbrücker
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Gemeinsamkeit und Geselligkeit zählen
Der cSc ist ein Ort der Gemeinsamkeit und Geselligkeit
„Gemeinsam rollt’s“ ist eines der Schlagwörter des cSc und unterstreicht, dass die Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Handicap etwas Gemeinsames tun. Das sportliche Kräftemessen ist jedoch nicht alles, und direkt nach den Rennen alles vorbei. Die Teilnehmer treffen sich, schließen Freundschaften, tauschen Erfahrungen aus, freuen sich an einem Wiedersehen, sitzen gemütlich beim Essen und Trinken zusammen. Die vielen Tische und Bänke laden dazu ein, sich vom Rennen auszuruhen und zu schauen, was inzwischen auf der Strecke passiert. Berührungsängste gibt es auch mit den Zuschauern nicht. Rollstuhlfahrer hocken in kleinen Gruppen zusammen. „Es war ein schöner Tag“, hört man immer wieder von allen Beteiligten.
Die blinden Inlineskater sind hoch motiviert
Unter den blinden Inlineskatern aus Nürnberg mit ihrem Trainer Volker Springhardt war auch Martha Kosz (27). Sie sei das erste Mal in Langenfeld. „Das Fahren auf Inlinern ist ein schönes Gefühl, es macht Spaß.
Wenn Sehende das machen, ist man als Blinde auch motiviert. Ich finde es einfach schön, dass auch Blinde mitmachen können.“ Sechs Aktive und drei Begleiter waren aus Nürnberg angereist, sie gehören dem 1. FCN Roll- und Eissport e.V. an. Das zweite Mal in Langenfeld „rollte“ die blinde Tanja Maul (22) mit, war 2003 schon mit dabei. „Wenn der Wind um einen weht, ist der Stress weg – das ist ein befreiendes Gefühl“, sagt die begeisterte Sportlerin.
Die Stadt Langenfeld steht voll hinter dem cSc
„Die Jahr für Jahr hervorragenden Besucherzahlen sprechen eine deutliche Sprache und belegen, dass der cSc den Langenfelderinnen und Langenfeldern ans Herz gewachsen ist.“ Mit diesen Worten unterstreicht der Bürgermeister und Schirmherr Frank Schneider die Verbundenheit der Bevölkerung zu diesem jährlichen Sportereignis. Sie feuert die Sportler lautstark an, genießt die tolle Atmosphäre bei vielen internationalen Leckereien und kühlen Getränken. Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Braschoss eröffnete den 10. cSc.
Sowohl die Verwaltung als auch der Betriebshof der Stadt gewähren dem cSc jegliche Unterstützung. So bringen sich Ute Piegeler und Carsten Lüdorf vom Schulreferat ebenso ein wie Christian Benzrath vom Referat Recht und Ordnung, der bereits bei den Vorgesprächen mit der Polizei dabei ist. Um Drängelgitter und Absperrmaterial kümmerten sich Michael Knott, Thomas Behmer und Markus Kaminski vom Betriebshof sowie
Mitarbeiter des Referates Umwelt, Verkehr und Tiefbau wie z. B. Markus Kalke.
Köstlich und heiß begehrt: Die internationale cSc-Schlemmermeile
„Wie möchten Sie denn gerne speisen: koreanisch, philippinisch, kroatisch, italienisch, spanisch, deutsch?“
Aus eher bescheidenen Anfängen hat sich eine internationale Schlemmermeile entwickelt, die eine reichhaltige Speisen- und Getränkekarte bietet. „Es hat sich längst herumgesprochen, dass man beim cSc nicht nur spannende Sportwettbewerbe und ein interessantes Rahmenprogramm erleben kann, sondern auch sonst viel Unterhaltung. An diesem Tag braucht man sich auch um Essen und Trinken nicht zu kümmern, es ist alles in großer Auswahl vorhanden. Wir lassen uns hier gerne verwöhnen“, so ein Besucher.
Zum Beispiel am philippinischen Stand. Hähnchen philippinischer Art, Schweinefleisch und Hackfleischröllchen liegen auf dem Grill. Dazu gebratene Glasnudeln und Frühlingsrollen. „Zu den Nudeln kommen Sojasoße, Möhren, Sojakeime, Zwiebeln, Knoblauch, heimische Gewürze und Petersilie“, wird das Rezept erklärt. „Das ist mein Lieblingsgericht“, erklärt Marlies Lüth. Bei den Koreanern sind die Pfannkuchen mit viel Schmittlauch und asiatischem Gemüse der Renner. Bei Longfield United duftet verführerisch eine riesige Pfanne mit Bratkartoffeln. Der Schützenverein Langenfeld von 1834 hat wie immer Reibekuchen im Angebot gehabt, aber sie sind schon am frühen Nachmittag ausverkauft. „Dabei haben wir diesmal 70 kg Kartoffeln verarbeitet“, berichtet der Koch Franz Stöckl. Alles hat der Koch von Hand verarbeitet.
Elmar Widera, Organisator der cSc-Schlemmermeile und des Rahmenprogramms, konnte das gelassen
zur Kenntnis nehmen, denn bei den vielen Angeboten reichte das Essen für jeden bis zum Ende des 10. cSc
„Die vielen freundlichen Helfer und Gastgeber geben allen das Gefühl, in einer großen Familie willkommen zu sein“, bestätigt auch Bernhard Weik, Stifter, Organisator und Veranstalter des cSc (capp Sport cup) „gemeinsam rollt’s“, der großen integrativen Sportveranstaltung für Menschen mit und ohne Handicap.
Text: Jürgen Steinbrücker
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Viele Helfer standen im Hintergrund bereit
Zum cSc gehört auch eine Menge Technik
Erstmals waren die Lautsprecher auch über den Start-/Zielbereich und die Schlemmermeile hinaus zu hören.
So konnten auch die weiter entfernt stehenden Zuschauer hören, was gerade los war, wer an der Spitze rollte.
Die Elektro-Versorgung der Stände an der cSc-Schlemmermeile erfolgt durch die technische Truppe der Malteser in Zusammenarbeit mit Horst Möhring, der bereits in den vergangenen zwei Jahren auf diesem Gebiet für den cSc große Verdienste erworben hat. „Damit bei Problemen an einem einzigen Stand nicht alle ohne Strom sind, haben wir schon vor zwei Jahren neun Unterverteiler mit je vier Steckern und entsprechenden Sicherungen angeschafft“, berichtet Bernhard Weik. „Wenn jetzt eine Sicherung herausfliegt, ist nicht die ganze Schlemmermeile betroffen.“
Die Malteser übernehmen viele Aufgaben
Einsatzbesprechung bei den Maltesern vor dem großen Erste-Hilfe-Zelt. Gekommen sind nicht nur die Ersthelfer, sondern auch alle Streckenposten mit Hartmut Zerfaß und Siegfried Schlegel sind dabei.
Rettungsassistent Christian Nitz weist die Leute ein und macht auf besondere Gefahren aufmerksam.
Jeder Streckenposten wird mit Warnweste, Funkgerät und Trillerpfeife ausgerüstet. Mit den Maltesern ist eine einwandfreie Verständigung möglich. Die Streckenposten, die sich aus den Pfadfindern von Christus König und der Weltjugend Langenfelder kath. Kirchengemeinden St. Josef und Martin zusammensetzen, melden sich mit ihrer Posten-Nummer.
Die Malteser waren auf vielen Gebieten eine große, unverzichtbare Hilfe. Sie stellten ein großes Sanitätszelt auf und standen mit mehreren Sanitätswagen für Sportler und Besucher einschl. der großen Mannschaft der
Sanitäter bereit. Sie stellten die Hüpfburg zur Verfügung und versahen den Streckendienst mit Fahrrad-
Ersthelfern, ihre Funkzentrale dient als Vermittlung für die Streckenposten und das cSc-Team. Letzteres wurde auch bei der Erstellung der Notfallpläne unterstützt. Biertischgarnituren wurden in großer Anzahl gestellt. Ein Extrazelt mit spezieller Einrichtung sollte Müttern mit Kleinkindern zum Windeln wechseln und für
das Stillen dienen. Es wurde dann für das Umziehen der Trommel-Gruppen verwendet, die das Rahmenprogramm bestritten. Erleichtert zeigte sich Christian Nitz nach der Veranstaltung. „Insgesamt gab es neun Hilfeleistungen, an Verletzungen kleinere Schürfwunden u. ä. Zum Glück hatten wir keine größeren Unfälle.“
Zum dritten Mal dabei sind die Jugendlichen vom Weltjugendtag, die 2011 nach Madrid reisen. „Insgesamt haben wir 25-30 Leute, die von 8:00 Uhr an bis zum Schluss hier tätig sind“, berichten deren Leiter Rolf Kamp und Ralf Steiner. Sie waren nicht nur als Streckenposten eingeteilt, sondern haben Bänke für die Zuschauer entlang der Rennstrecke aufgestellt, die Menschenkette mit eingeteilt und nach der Veranstaltung geholfen, aufzuräumen.
Die Sicherheit wird beim cSc sehr ernst genommen
Einen Hubschrauber haben Hartmut Zerfaß, verantwortlich für die Sicherheit auf der Strecke, und sein Begleiter Siegfried Schlegel nicht, er würde ihnen auch nichts nützen. Nachdem sehr gründliche Vorarbeit geleistet und alle Aspekte der Sicherheit besprochen und beleuchtet worden sind, gingen die Beiden mit Christian Benzrath vom Referat Ordnung der Stadtverwaltung mit dem Fahrrad auf die Strecke. Vor dem ersten Lauf wurde die „Piste“ nochmals gecheckt, die Absperrungen und Übergänge kontrolliert, nichts dem Zufall überlassen. Denn auch das Überqueren der Fahrbahn wurde in das Sicherheitsprogramm einbezogen.
Immerhin erreichen Liegeräder Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h, die Inliner bei den Speed Skatern ca. 35-40 km/h und Renntandems kommen auch auf bis zu 45 km/h. „Wer dann mitten im Rennen die Strecke auf eigene Faust überquert, gefährdet nicht nur sich, sondern auch die beteiligten Sportler“, weist Zerfaß auf einen besonders sensiblen Aspekt hin. Wichtig sei auch, dass Eltern ihre Kinder immer im Auge behalten. Am Startpunkt wiesen die Moderatoren Dieter Sportmann sowie Marion Schirrmacher und Carsten Ohle immer wieder darauf hin: „Keiner darf ohne Helm starten, wer dies trotzdem tut, wird aus dem Rennen genommen.“
Text: Jürgen Steinbrücker
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Immer mehr gute Geister sind dabei
Ein buntes Rahmenprogramm
Während man es sich als Zuschauer oder Teilnehmer bei Speis und Trank gemütlich machte, konnte man außerdem die mannigfaltige Unterhaltung des Rahmenprogramms genießen, so z.B. die Vorführungen der Koreanische Trommelgruppe Pung-Nyon-Dan in ihren bunten, heimischen Kostümen, die heißen Rhythmen der Sambagruppe „Ganza Absurdo“, die Zuschauer in Bewegung brachte, und die „Dancing Sweethearts“ mit ihren Tanzvorführungen. Für Kinder gab es im Bereich des Freibades Spielangebote vom Förderverein „Anders sein e.V.“ wie Enten angeln und am Glücksrad drehen, wobei an beiden Plätzen viel Betrieb herrschte und die Kinder sogar anstehen mussten. Eine Hüpfburg der Malteser aus Langenfeld zog vor allem die Kleinen an, die sich dort so richtig austoben konnten.
Die Wasser-Oase der Stadtwerke ist beim cSc immer dabei
Ist ein Rennen gelaufen, hängt den Sportlern fast die Zunge aus dem Hals, die Kehle ist staubtrocken. Also schnell den nächsten Getränkestand ansteuern. Oder die Wasser-Oase der Stadtwerke Langenfeld, die gerne kostenlos das gute Langenfelder Wasser ausschenkt. Das geht sehr rasch vonstatten, denn schon vorher wird eine ganze Batterie von Bechern gefüllt, um niemanden warten zu lassen.
real-Markt stiftet Äpfel und Bananen
Ist der erste Durst gestillt, werden Vitamine und Mineralien aufgefüllt, um die Anstrengungen der Sportler bei den Rennen wieder auszugleichen. „Ich konnte zum wiederholten Male 20 kg Äpfel und 40 kg Bananen vom real-Markt abholen“, freute sich Bernhard Weik.
Pfadfinder sorgten für sauberes Geschirr und Besteck
Die Spülmaschine läuft auf Hochtouren. Eine große Gruppe Pfadfinder vom Stamm Castanea der Kath. Kirche Christus König transportiert große Mengen an Tellern und Besteck von den Ständen der cSc-Schlemmermeile und zurück, nachdem sie wieder gereinigt sind. Magda Schlegel dirigiert die Truppe, packt überall mit an. Teller in die Körbe schichten, rein in die Spülmaschine, die von den Maltesern zur Verfügung gestellt wurde, danach schauen, ob alles sauber geworden ist. „Wir haben so viel zu spülen, da hätten wir noch eine zweite Maschine gebrauchen können.“ Es sind dieses Jahr mehr Stände und mehr Besucher, und das macht sich voll bemerkbar. „Hier wird schon immer mit richtigem Geschirr und Besteck gegessen“, erklärt Bernhard Weik.
So gebe es wenig Abfall, was der Umwelt zugute komme. Für das Geschirr brauche auch niemand Pfand zu zahlen.
Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule bedienen Senioren der AWO
Schon seit einigen Jahren haben die Seniorinnen und Senioren den Wunsch, am cSc teilzuhaben. Dazu kommen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule, bauen draußen Tische und Stühle auf, schieben die Rollstühle hinaus und helfen den Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums auf dem Weg dorthin. Sie engagieren sich bei der Zubereitung der Speisen, backen Waffeln, grillen, bringen allerlei Speisen und Getränke zu den Bewohnern und anderen Gästen. Auf dem Speiseplan stehen gegrillte Steaks, Würstchen, Kartoffel- und Nudelsalat und zum Kaffee Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.
„Auf die Idee, hier zu helfen, kam unsere Lehrerin Andrea Mennicken“, berichtet Gudula Oster, Konrektorin der Schule. „Wir sind froh, dass Frau Mennicken dies alles organisiert und freuen uns über den freiwilligen Dienst der Schülerinnen und Schüler“, hatte Oster schon im Vorfeld erklärt. Beide haben die Schülerinnen und Schüler zu diesem Einsatz begleitet. Dieses Jahr war es die Stufe 8, ca. 40-45 machten mit. AWO-Koch Jerome Stocker war denn auch des Lobes voll über seine vielen Helfer. „Die Schüler kommen zum vierten Mal hierher; für die 40-50 Bewohner ist es eine große Abwechslung, sie freuten sich schon die ganze Woche vorher darauf. Wir haben schönes Wetter, nette Schüler, und die bleiben bis zum Schluss und räumen mit auf. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre das sehr schwer zu verwirklichen.“
Im Dezember wird dieses Engagement mit dem AWO-Seniorenzentrum als feste und dauerhafte Kooperation schriftlich besiegelt. Bis dahin möchten die Schüler/innen das AWO-Haus kennen lernen und eine kleinere Gruppe Besuchskontakte zu den Senioren pflegen. Der cSc diente auch schon in den vergangenen Jahren dazu, Kontakte zwischen der Johann-Gutenberg-Realschule herzustellen und wird nun als Einstieg für die zukünftige Kooperation angesehen.
Text: Jürgen Steinbrücker
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Auszeichnung und Blick in die Zukunft
Nach 2009 wurde die Weik-Stiftung zum zweiten Mal als „Ausgewählter Ort“ ausgezeichnet
Für die Idee des „cSc capp Sport cup gemeinsam rollt’s“ erhielt die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2010“. Auf Wunsch von Bernhard Weik wurde keine separate Feier irgendwo „unter einem Dach“ veranstaltet, sondern die Preisübergabe mitten in den 10. cSc gelegt, also dorthin, wo er auch stattfand. Und so baute Uli Quaas, Botschafter der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“, eine große Rückwand, ein Rednerpult und einen Sockel für den Pokal auf der Rampe neben dem Platz der Siegerehrung auf.
Andreas Wrubel, Repräsentant der Deutschen Bank und Laudator der Preisübergabe, war erschienen, um Urkunde und Pokal an die Weik-Stiftung und das cSc-Team zu überreichen. „Dass Sie, lieber Herr Weik, mit Ihrem unermüdlichen Engagement überaus erfolgreich sind, bestätigt die Tatsache, dass Ihre Stiftung nach
der letztjährigen Auszeichnung für das Projekt „Ein ganz normaler Tag“ heute mit dem cSc Capp Sport cup wiederholt ausgezeichnet wird, was ganz besondere Anerkennung verdient.“ Das Sportfest „cSc gemeinsam rollt’s“ fördere durch die Lust an Bewegung das tägliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Die Urkunde ging direkt in die Hände von Bernhard Weik, der Pokal wurde über den Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes an Samuel Küppers (14) weitergereicht, der als Handbiker die Sportler und das cSc-Team repräsentierte.
Bereits zu Beginn dieser Auszeichnungsfeier hob cSc-Schirmherr und Bürgermeister der Stadt Langenfeld, Frank Schneider, ebenfalls die Verdienste der Weik-Stiftung und des cSc-Teams hervor. „Als Bürgermeister und Schirmherr dieser Veranstaltung, aber noch vielmehr als Langenfelder bin ich stolz auf diese Auszeichnung für diese motivierte und stets engagierte Gruppe um Herrn Weik.“ Und dann kam die Überraschung, mit der Bernhard Weik nicht gerechnet hatte. „Ich darf Sie nochmals an meine Seite bitten, um Ihnen die vom Rat der Stadt Langenfeld gestiftete Silberne Ehrennadel des Sports zu verleihen. Mit dieser Anerkennung verbinden der Rat der Stadt, die Stadtverwaltung und der Stadtsportverband e.V. den Dank für unermüdlichen Einsatz zur Förderung des Sports in Langenfeld.“ Der so doppelt geehrte Bernhard Weik war sichtlich gerührt, als er seine Dankesworte sprach. „Danke an unser cSc-Team, das alles mit soviel Hingabe erledigt, da spürt man die Begeisterung für die gute Sache. Unser cSc-Team hat diese Ehrung zu Recht verdient.“ Danke sagte er auch den Sportlern für ihre Treue zum cSc, den Teilnehmern der Menschenkette für ihre Wertschätzung der Sportler und den Anwohnern, die die Beeinträchtigungen des Sportfestes mit Gelassenheit hinnehmen. Elisabeth Weik, die die Stiftung mit aufgebaut und ihren Mann über viele Jahre unterstützt hat, durfte einen großen Blumenstrauß des Bürgermeisters und Schirmherren entgegennehmen. Daran war Leon (9), Sohn von Frank Schneider, beteiligt.
Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, fasste die Ehrung in folgende Worte: „Ideen brauchen Leute, die Ideen umsetzen. Das ist bei Bernhard Weik und seiner Frau ein einmaliges Beispiel, und dazu gehört auch die Kunst, so viele Mitstreiter zu gewinnen.“ Er wünsche sich getreu dem Motto „Deutschland – Land der Ideen“, dass es an 365 Orten der Republik cSc-Tage nach dem Modell der Weik-Stiftung in Langenfeld gebe. Friedhelm Julius Beucher repräsentiert mit seinem Verband 531.000 Sportler mit Handicap. Im Namen des Verbandes überreichte er Bernhard Weik einen Wimpel.
Noch am gleichen Abend wurde alles ab- und weggeräumt. An den folgenden Tagen sah man Bernhard Weik persönlich, wie er mit Auto plus Anhänger unterwegs war, die Plakatständer aufzuladen und Transparente abzuhängen. Die Nacharbeit ist längst noch nicht geschafft, aber das Fahrwasser doch etwas ruhiger geworden.
Doch nach dem cSc ist vor dem cSc – das nächste Rennen ist am 4. September 2011. Und schon jetzt wird überlegt, was das cSc-Team beim nächsten Mal verbessern kann. Deshalb wird in den nächsten Wochen darüber diskutiert, Vorschläge werden gesammelt und festgehalten.
Bleibt dann noch der Dankeschön-Abend von Bernhard Weik Ende November für das gesamte cSc-Team mit der Vorführung des von der Video-Gruppe der VHS gedrehten Films, auf den schon alle gespannt sind.
Text: Jürgen Steinbrücker
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Zahlreiche Dreidel verteilt
Beim Stadtfest in Langenfeld im April 2010 herrschte großer Andrang am Dreidelstand der Weik-Stiftung
Die Kinder drehten den Dreidel (einen viereckigen Kreisel), bis er auf die Goldkante fiel. Erwachsene und Jugendliche versuchten, den Dreidel so in Schwung zu bringen, dass er sich mindestens 30 Sekunden drehte, dann gehörte er ihnen. "Diesmal waren es vor allem die Kinder, die sich um den Dreidelstand drängten, so dass der Vorrat an Dreideln schneller als geplant zur Neige ging", berichtete Bernhard Weik von der E&B Weik-Stiftung, der mit seinem cSc-Team alle Hände voll zu tun hatte. Die Weik-Stiftung war wie jedes Jahr auf dem Stadtfest vertreten, um für den 10. cSc (capp Sport cup) "gemeinsam rollt's" am 5. September rund um den Freizeitpark Langfort zu werben. Unentwegt sprach er die Besucher des Stadtfestes an, überreichte eine Karte, um für die Menschenkette bei diesem Sportfest für Sportler mit und ohne Handicap zu werben. 2.500 Zuschauer sollen aneinandergereiht den Sportlern mit und ohne Handicap ihren Respekt erweisen. Sie möchten ihnen signalisieren: "Wir Langenfelder stehen zu Euch."
Spitzenreiter beim Dreideln waren am Samstag Hakki Kocak mit 60 Sekunden im 2. Anlauf und Marcel Vorkauf mit 50 Sekunden, am Sonntag Rudi Wirtz aus Richrath mit 40 Sekunden. Als Preis winkte den besten Dreidelspielern ein cSc-T-Shirt.
Dreidel gewinnen beim Internationalen Kinder- und Familienfest
Weik-Stiftung wirbt für den 10. (Jubiläums-) cSc „gemeinsam rollt’s“
Versprochen ist Versprochen. Nach dem Stadtfest im April waren die Dreidel – viereckige Kreisel, mit denen man allerhand anfangen kann – restlos aufgebraucht. Aber schon damals versprach Bernhard Weik, Veranstalter des cSc „gemeinsam rollt’s“, dass er beim Internationalen Kinder- und Familienfest im Freizeitpark Langfort am 29. und 30. Mai wieder da ist: mit Kisten voller Dreidel, die Kinder gewinnen können, und wo alle in den Wettbewerb um den „Dreidelmeister des Tages“ treten und ein cSc-T-Shirt als Preis winkt.
Längst haben die WFB-Werkstätten in Langenfeld den Auftrag ausgeführt, die Rohlinge beidseitig zu bekleben. Also kann es wieder losgehen. Bei den Kindern muss der Dreidel auf die Goldkante fallen, um mitgenommen werden zu können. Geht es um den Zeitwettbewerb, sind mindestens 30 Sekunden zu erreichen. Dabei schaffen aber die „Experten“ zwischen 40 und 60 Sekunden.
Am Dreidelstand kann man sich auch über den 10. cSc „gemeinsam rollt’s“ am 5. September rund um den Freizeitpark informieren. Und über die Menschenkette mit 2.500 Teilnehmern, die den Sportlern mit und ohne Handicap um 13 Uhr ihre Verbundenheit und Wertschätzung zeigen.
Texte: Jürgen Steinbrücker
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Gelungene Feier mit Urkundenübergabe als „Ausgewählter Ort
Text: Jürgen Steinbrücker
Die Weik-Stiftung und das cSc-Team wurden ausgezeichnet.
Die kath. Paulus-Grundschule in Langenfeld-Berghausen war
ein angemessener Ort für eine besondere Feier: Die Auszeichnung der Elisabeth & Bernhard-Weik-Stiftung als „Ausgewählter Ort 2009“ im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Ausgezeichnet wurden die Weik-Stiftung und das
cSc-Team für die Idee „Ein ganz normaler Tag“, der die Sensibilisierung der Grundschüler für Menschen mit Handicaps zum Ziel hat.
„Von unserer Rolle als ganz besonderer Ort in einem Land der Ideen sind wir Langenfelderinnen und Langenfelder ja schon lange überzeugt“, sagte Bürgermeister und Schirmherr des cSc, Magnus Staehler. Er sei stolz, dass es in Langenfeld solch eine Mannschaft wie das Team des cSc gebe, die für „uns und die Menschen in unserer Stadt so viel leistet.“ Die Weik-Stiftung als einer der Aktivposten der Stadt hätte es nun mit Brief und Siegel, dass sie mit einer ganz besonderen Idee von sich reden mache. Bei der Botschaft, die man in dem Projekt „Ein ganz normaler Tag“ in der Paulusschule habe gerade erleben können, gehe es um Sensibilisierung, Verständnis und ein besseres Miteinander verschiedener Menschen.
Als Vertreter der Deutschen Bank, einem Partner der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler, betonte Dieter Hadamitzky die Eigeninitiative und den engagierten Einsatz als das, was das Land zusammen hält. Die Weik-Stiftung habe etwas ins Leben gerufen, was andere Menschen begeistere, mitzumachen. Dieter Hadamitzky überreichte an Bernhard Weik auch die gerahmte Urkunde als „Ausgewählter Ort 2009“, während die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll an den blinden Manfred Glasmacher stellvertretend für das cSc-Team eine Ehrentafel mit Stele übergab.
Grüße der Landesregierung überbrachte die Beauftragte für die Belange der Menschen mit Behinderung, Angelika Gemkow. „Beachtlich und beeindruckend ist, was man heute hier zu sehen bekam“, sagte Gemkow. Es sei ein besonderer Tag, der Impulse setze auch für andere, die sie gerne verbreiten wolle. Die Erfahrungen für die Kinder am „ganz normalen Tag“ würden soziale Kompetenz vermitteln. Die Weik-Stiftung würde mit ihrer Idee vorangehen, in die Lebenswelt behinderter Kinder hineinzuschauen.
Kreisdirektor Martin Richter sieht in der Idee der Weik-Stiftung eine Hilfestellung für diejenigen, die keine Behinderung haben. Aber: „Jeder hat etwas zuviel, und irgendwo sind wir alle eingeschränkt.“ Er hoffe, dass die Idee des „ganz normalen Tages“ in allen Städten des Kreises Mettmann greife und sich fortpflanzen möge und wünschte dem cSc-Team einen die Stadtgrenzen sprengenden Erfolg.
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Weik-Stiftung ist einer von 365 Orten im Land der Ideen
Auszeichnung für das Projekt „Ein ganz normaler Tag“
Text von Jürgen Steinbrücker
Eigentlich können die Kinder der Städtischen katholischen Paulus-Grundschule in Langenfeld-Berghausen in der Treibstraße herumspringen, gut sehen und haben auch sonst keine Probleme, ihre Aktivitäten wahrzunehmen. Aber am „ganz normalen Tag“, veranstaltet von der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung, ist das ganz anders. Dann dürfen sich die kleinen Schülerinnen und Schüler des ersten bis vierten Schuljahres in die Menschen hineinversetzen, die in irgendeiner Form behindert sind und nicht alles machen können. „Sensibilisierung für Menschen mit einer Behinderung“ nennt dies Bernhard Weik, Stifter und Organisator der Weik-Stiftung. Und das Projekt heißt: „Ein ganz normaler Tag“, weil Menschen mit einer Behinderung auch an einem ganz normalen Tag mit ihrer Einschränkung leben können.
An diesem „ganz normalen Tag“ gab es einen ganz anderen Stundenplan. Die Kinder fuhren mit verbundenen Augen als Sozius auf dem Tandem mit, ließen sich „als Blinde“ von anderen führen, warfen Bälle in einen Behälter, ohne ihr Ziel zu sehen. Sie informieren sich über die Braille-Schrift – die Blindenschrift – und über Hilfen für blinde Menschen. Die Gebärdensprache zeigt ihnen, wie man sich als Gehörloser verständigen kann. Mit dem Rollstuhl fuhren sie in der Turnhalle und probieren aus, wie sich andere Menschen bewegen, die nicht mehr gehen können. Mit dem Blindenstock den Weg finden, mit den Füßen malen und schreiben oder greifen sind weitere Übungen. So verstehen die Kinder die Botschaft, dass es für jeden Menschen, auch bei Einschränkungen, ein ganz normales Leben gibt.
Vor drei Jahren hat Bernhard Weik dieses Projekt angestoßen, inzwischen haben es mehr als ein halbes Dutzend Schulen ausprobiert.
Die Initiative „Deutschland – Land der Indeen“ unterstreicht die Zukunftsfähigkeit, Leistungs- und Innovationskraft unseres Landes. Die Idee der E & B Weik-Stiftung ist aus mehr als 2.000 Bewerbungen für die „365 Orte im Land der Ideen 2009“ ausgewählt worden. „Deutschland – Land der Ideen“ wird von der Deutschen Bank unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler. Das gesamte ehrenamtliche Team der E & B Weik-Stiftung freut sich, dass dieses Projekt ausgewählt und in der Paulus-Grundschule Langenfeld-Berghausen ausgezeichnet wurde.
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